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Review: Causa Sui |
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Album:
| | CAUSA SUI, 2006, Nasoni Records |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | J.G. 25.03.2006 |
Review:
| | Dänemark ist sicherlich nicht die typische Heimat für Psychedelic Rock. Das stört die Jungs Kasper Markus, Jess Kahr, Jakob Scøtt und Jonas Munk von Causa Sui aber herzlich wenig. Sie haben sich voll und ganz dieser Musik-Stömungen der guten alten 70er verschrieben und zelebrieren dies nicht nur Live mit wahrer Inbrunst.
Der Einstieg mit "Ventura Freeway" macht spätestens nach einer Minute klar, dass vier Köpfe vollkommen ausreichen, meterhohe improvisierte Gitarrenwände aufzubauen, bis der erlösende Schrei den eigentlichen Song einleitet. Dominanter Bass treibende Drums und tiefgestimmte Gitarrensounds peitschen die Riffs nur so durch den Verstärker. Als wäre der Song noch nicht "breit" genug, schafft es Kaspers Gesang (mit einem Schuss Hall), mühelos, in die räumliche Tiefe der 3. Dimension vorzustoßen. Als dann nach acht Minuten der Opener zu Ende ist, muss man sich bereits zurückhalten um nicht gleich die Repeat-Taste zu drücken.
"Where the Streams collide" startet mit sphärischen Klängen, bis Blue-Grass-Gitarren-Klänge und ein leicht drogenschwangerer Gesang den eigentlichen Song zünden. Überraschend ist hier der Refrain, bei dem ein wahres Gitarren-Feuerwerk abgebrannt wird. Ähnlich wie schon beim Opener vergeht die Zeit wie im Flug, auch wenn die Spielzeut mit 6:30 nicht gerade kurz ist.
Causa Sui goes East. Indische Klänge und Bongos verleihen "Leilani" das nötige orientalische Flair. Unterstützt von Akustik-Gitarre, Rausch-Effekten und einer einschmeichelden Melodielinie entführt dieses Instrumental den Zuhörer kurzfristig in eine Traumwelt. Man sollte die Zeit zum Durchschnaufen nutzen, denn "El Paraiso" ist alles andere als ebenso harmlos. Hier wird mächtig ausgepackt, um richtige Soundmonster zu errichten. Würde Kaspers Stimme eine Oktave höher sein, hätte der leicht wimmernde Einschlag Ähnlichkeiten mit Robert Plant's Art seine Songs für Lep Zeppelin einzusingen.
Immer wieder für eine instrumentelle Überraschung gut, wird für das recht flotte "Tornado Eye" auch schon mal eine Mundharmonika ausgepackt. Spätestens jetzt sollte klar sein, dass hier nichts zufällig passiert. Allzu oft wünschte ich mir ein solch glückliches Händchen, bei anderen namhafteren Gruppen, wenn es darum geht, das Wesen eines Songs heraus zu arbeiten.
Slow Rock, bluesige Gitarrenklänge und Psychedelic-Effekte sind die Hauptzutaten für das Rezept von "Tijuana Blues". Nach der Halbzeit wird dann das Tempo schrittweise erhöht, bis alles in einem wahren Instrumental-Inferno seinen ersten Höhepunkt erreicht. Danach sorgen wabbernde Gitarreneffekte und Echos der verschiedensten Art für etwas Abkühlung und Erholung - bevor die zweite Welle heranrollt und über einem zusammenfällt. Neun Minuten Instrumental der besonderen Art.
Wer jetzt annimmt, Steigerungen seine wohl kaum mehr möglich, der hat die Rechnung ohne Causa Sui gemacht. "Working of the great blue Swells" bietet eine thematische Vielfalt, wie es manche EPs nicht schaffen. Auch in punkto Spieldauer kann es mit seinen 12:38 einer EP locker Paroli bieten.
Fazit: Sicherlich keine leichte Kost für mal soeben Zwischendurch - aber allen Fans von Bands wie Kyuss oder Queens of the Stone Age bieten die Dänen eine ernstzunehmende Alternative. Im Gegensatz zu Kyuss werden hier aber richtige Hooklines geboten, die deutlich über ein bloßes Improvisieren hinausgehen.
Meist bedingt durch chronischen Geldmangel, trübt bei vielen Bands die schlechte Aufnahmequalität, den Hörgenuss. Da bildet Causa Sui ein erfreuliche Ausnahme. Es wurde Wert darauf gelegt, im Rahmen des verfügbaren Budgets die beste Qualität abzuliefern - und das ist wirklich gelungen. Meiner Meinung nach kann hier wirklich Großes entstehen, wenn man dieser Band etwas Aufmerksamkeit widmet. Potenzial ist zumindest vorhanden, egal ob Songwriting, Studio oder live. Mit Booklet hätte ich ohne mit der Wimper zu zucken auch 6 Punkte vergeben. |
Tipp:
| | Für alle Freunde des Blueslastigen Psychedelic Rock ist diese Scheibe ein richtiger Geheimtipp. Nicht zuletzt die blitzsaubere Produktion sorgt für fast eine Stunde ungetrübtes Hörvergnügen. Dass die Jungs dabei auch voll bei der Sache sind und nur so vor Spielfreude strotzen, hört man bei jedem Ton. |
Titel-Liste:
| | - Ventura Freeway
- Where the Streams collide
- Leilani
- El Paraiso
- Tornado Eye
- Tijuana Blues
- Working of the great blue Swells
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Laufzeit:
Konzertberichte:
Band-Infos:
| | www.causasui.com
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