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Review: Celesty |
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Album:
| | MORTAL MIND CREATION, 2006, Dockyard 1 |
Stil:
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | J.G., 15.10.2006 |
Review:
| | Auch wenn sich bei der Besetzung der Finnischen Band Celesty in den vergangenen vier Jahren ein paar Veränderungen ergeben haben, so halten sie seit ihrem Debüt REIGN OF ELEMENTS an ihrer Konzept-Idee unbeirrbar fest. Dieser Umstand ist nicht zuletzt dem Songwriter-Duo Kanges - Luokkamäki zu verdanken, dass sich als stabiles und erfolgreiches Gespann herausgestellt hat.
Hoch im Kurs stehen die Finnen sowohl in der Heimat als auch in Japan. Das ist erfreulich, aber nicht genug, will man zur Elite gehören. Hier gilt es Europa und die U.S.A. zu erobern.
Aber wie steht es mit dem Tausch des Lead-Gitarristen und des Sängers? Kann man so ohne weiteres die beiden Positionen neu besetzen und trotzdem noch die gleiche Qualität abliefern? Leidet darunter nicht die Identität einer Band? Das sind berechtigte Fragen, die man stellen sollte.
J. P. Alanen hat sich bei Altaria neu verpflichtet und wurde durch Teemu Koskela ersetzt, der nun deutlich aggressiver in die Seiten greift. Neuer Frontmann ist Antti Railio, der anstatt Kommo Perämäki nun mit etwas tiefere Stimme agiert.
Nach dem ersten Höreindruck sind durchaus Änderungen festzustellen. Auch wenn sich Tempo und die druckvolle Präsentation auf dem Niveau der Vorgänger bewegt, so wurden viele schmeichelnden Riffs und eingängige Refrains durch deutlich kantigere Strukturen abgelöst. Insgesamt ist MORTAL MIND CREATION deutlich düsterer ausgefallen, was nicht unbedingt ein Nachteil sein muss.
Schon der Opener "Lord of Mortals" zeigt deutlich die etwas neue Richtung. Tiefer gestimmte Gitarren kommen aggressiver zum Einsatz, die Keyboards treten weit in den Hintergrund und dürfen nur bei Soli etwas vortreten. Druckvolle Power-Riffs treiben jedoch weiterhin die etwas tiefere Gesangsstimme zu Höchstleistungen ohne Melodik außen vor zu lassen.
"Demon Inside" spielt gekonnt mit keyboardlastigen langsameren sanften Abschnitten und gitarrenlastigem Power-Riffing. Hier erinnert das gesamte Arrangement sehr deutlich an die Vorgänger-Alben wenn auch mit einer Spur mehr metallischer Schärfe.
Piano-Klänge leiten "Empty Room", eines der melodischen Sahnestückchen ein, bevor der große Power-Hammer zuschlägt. Hier zeigen sich die alten Qualitäten am offensichtlichsten. Tempo und ein Händchen für eingängige, von Keyboards unterstützte Ohrwurm-Refrains ohne auf Härte gänzlich zu verzichten, sind angesagt. Unterstrichen wird dies u.a. durch ein Gitarrensolo und Keyboards, die niemals dominant in den Vordergrund treten, sondern den Gitarren und der Stimme genügend Entfaltungsraum überlassen.
Nach sanftem Akustik-Gitarren-Intro entwickelt sich die Ballade "Among the Dreams" mit der Zeit immer mehr zu einer musikalisch dichten Power-Schnitte behält dabei aber das Tempo bei und endet schließlich, wie es begann.
Drum-Attacken zu Beginn von "Arrival" sind der krasse Gegensatz zu den vorherigen sanften Akustik-Gitarren-Klängen. Unbeirrt walzen die Riffs durch die Zuhörermenge und hinterlassen metertiefe Furchen. Trotzdem bleibt dabei die gefällige Melodik nicht auf der Stecke, mag das Gitarren- und Keyboard-Solo auch noch so schnell und kompromisslos sein.
Fazit: Auch wenn die Wärme und die musikalischen Rundungen des Debüts allmählich durch etwas kältere, düstere Strukturen mit deutlich mehr Kanten ersetzt wurden, so ist durchaus eine kontinuierliche Entwicklung ohne abrupten Sprung oder Bruch zu erkennen. Ob es allerdings genügt, die Eigenständigkeit zu vermitteln, die nötig ist, um sich im Meer der Bands dieses Genres zu behaupten oder gar markant abzusetzen, wage ich zu bezweifeln. |
Tipp:
| | Wer mittlerweile Gefallen gefunden hat an der Geschichte, die Celesty bisher in Musik verpackte, der kann bedenkenlos zugreifen. Wer die gefälligen und eingängigen Power-Riffs des Debüt sucht, der sollte vor dem Kauf Probehören. Wer melodischen Power Metal sucht, der wird hier in jedem Fall fündig. |
Titel-Liste:
| | - Lord of Mortals
- Unreality
- Demon Inside
- War Creation
- Empty Room
- Among the Dreams
- Back in Time
- Arrival
- Last Sacrifice
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.celesty.net
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