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Review: Châlice |
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Album:
| | SHOTGUN ALLEY, 2005, Massacre |
Stil:
Wertung:
| |  6,5 von 7 Punkten | | J.R. / J.G., 20.10.2005 |
Review:
| | Gerade in letzter Zeit wurde ich oft enttäuscht, wenn es darum ging aus Pressemeldungen und Selbstbeweihräucherungen nur ein Tröpfchen Wahrheit herauszuquetschen. Umso erfreulicher ist es dann, wenn man zu einer Promo-CD ein paar Daten mitgeliefert bekommt, die ehrlich sind und punktgenau beschreiben, was man in den nächsten Minuten hören wird.
Die fünf Jungs aus Hamburg sind sicherlich keine Greenhorns mehr und verstehen ihr musikalisches Handwerk. Auch wenn es in der Vergangenheit das Glück garnicht gut mit der Combo meinte, bedenkt man nur das Fiasko mit einer geplatzten Tour nach der Veröffentlichung des Albums CHAMELEONATION. Der anschließende Frust, von den finanziellen Einbußen mal abgesehen, war mehr als verständlich. Die Fans können mit dem neuen Album sogar davon profitieren. So viel angestaute Wut im Bauch muss wieder raus - und wenn das der Musik zu Gute kommt, dann haben alle etwas zu davon.
Nach kurzer (Ein-)Stimmung der Gerätschaften während des "Prologue" geht es mit "Opera Burns" gleich richtig zur Sache. Ein Mit-Tempo-Stampfer erster Klasse schraubt die Erwartungen in die Höhe und trainiert schon mal die Nackenmuskulatur.
Bei "Shotgun Alley" bedarf es eigentlich keiner vielen Worte. Der Titeltrack ist granatenstark. Einfache, einprägsame Riffs und ein Refrain, der so schnell nicht mehr aus dem Kopf will. So klar konnten nur wenige, wie z.B. damals Def Leppard mit den Songs des Albums PYROMANIA punkten.
Etwas flotter und mit einer gehörigen Portion Power, besonders in den Drum-Parts, geht es bei "Hollywood Daze" zur Sache. Wieder ist das Rezept des Erfolgs ganz einfach: Weg mit dem ganzen überflüssigen Ballast und Konzentrieren auf das Wesentliche.
Es geht noch etwas schneller. "Twisted Lover" bietet darüber hinaus einige Prog-Elemente, die dem Ganzen etwas mehr Farbe geben. Aber halt, der Refrain ist trotzdem klar und eingängig.
Schwere Geschütze werden aufgefahren, wenn es darum geht, die Schatten der Seele, "Shadow of my Soul", zu ergründen - langsam und doch treibend werden die Schatten schrittweise aufgehellt.
"Price of Love" setzt ganz auf Melodik und beschert uns die erste richtige Power-Ballade. Der Refrain kommt mir irgendwie bekannt vor - ich komme jetzt aber gerade nicht drauf...
Erwartungsgemäß will man die geneigte Zuhörerschaft noch nicht in die Schlafkojen entlassen und tritt mit "Kick it" gehörig ins Hinterteil der Möchtegern-Schlafmützen. Die brachiale Gitarrenarbeit gefällt mir hier besonders gut.
Aber auch beim nächsten Track "Time" verliert man keine Zeit mit Bremsen und bleibt vorsorglich mit dem Bleifuß auf dem Gaspedal.
Was dann so harmlos beginnt, wie eine weichgespülte Standard-Ballade ("Sweet Taste of Life") entpuppt sich bald als Power-Dampfhammer. Auch hier schafft es der Refrain sofort sich einen dauerhaften Platz im Gehörgang zu ergattern.
Wie die Band selbst schreibt, möchte man sich aber nicht nur mit Musik und platten Texten begnügen. Wer bei "King of the Neighbourhood" sein Fett abbekommt, darf jeder Zuhörer selbst rausfinden.
Ein paar modernere Synthie-Elemente gibt es schließlich noch bei "Beyound the Light" zu hören, bevor mit der klischeefreien Ballade "Make a Cross" das Album ein würdiges Ende findet. Die Gitarren erinnern mich etwas an Queens Innuendo, was uns beide als "Queen-Fans" natürlich besonders erfreut.
Fazit: Angesichts der immer stärkeren Mainstream-Ausrichtung vieler großen Bands habe ich hier eine rühmliche Ausnahme im CD-Player laufen - erfrischend, schlank, eingängig und mit der nötigen Portion Power. Prädikat: besonders hörenswert.
PS: Und wir hätten es auch noch eine viertel Stunde länger ausgehalten. ;-) Aber dafür gibt's ja noch das Bonus-Material. |
Tipp:
| | Variantenreicher Hardrock mit Energie und einer glaubhaften Einstellung frei nach dem Motto: "Jetzt erst recht!" |
Titel-Liste:
| | - Prologue
- Opera Burns
- Shotgun Alley
- Hollywood Daze
- Twisted Lover
- Shadow of my Soul
- Price of Love
- Kick it
- Time
- Sweet Taste of Life
- King of the Neighbourhood
- Beyound the Light
- Make a Cross
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Laufzeit:
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Bandinfos |
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