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Review: The Charlatans |
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Album:
| | SIMPATICO, 2006, Sanctuary |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | J.G., 15.04.2006 |
Review:
| | Bei den Mannen aus Großbritannien ist so manches etwas anders. Einerseits hat es das aktuelle Album SIMPATICA sicherlich nicht ganz leicht. So muss es immerhin den hohen Anforderungen seiner Vorgänger gerecht werden, die dreimal den ersten Platz in den britischen Charts ergattern konnten. Andererseits kann man sich aber auch auf die eigenen Qualitätsansprüche der Herren Blunt, Brookes, Burgess, Collins und Rogers verlassen, sich entspannt zurücklegen - und genießen.
"Blackened blue Eyes" ist ein Opener nach Maß. Die Gitarren auf Funky getrimmt, können ebenso wie die flinken Klavier-Läufe voll überzeugen. Vergleicht man es mit der üblichen Brit Rock-Kost der vielen Mitbewerber, wird hier ziemlich forsch zur Sache gegangen.
"NYC (There's no need to stop)" erinnert mich etwas an die guten alten Zeiten der Down Under-Truppe INXS. Hier wurde das quirlige Leben des NY-Alltags musikalisch sehr treffend umgesetzt. Erfreulicherweise war also der Opener nicht das einzige Liedchen mit forciertem Rhythmus.
Nicht ganz so eingängig nach dem ersten Höreindruck, besitzt "For your Entertainment" allerdings einen sehr dominanten Beat, der zwangsläufig die verschiedenen Extremitäten im Takt mitwippen lässt. Erstaunlicherweise entfaltet sich die Dynamik der einzelnen Stücke erst so richtig, wenn man sich überwindet, die Lautstärke mehr als für diese Musik üblich wäre, aufzudrehen.
"Dead Man's Eye" dankt es einem auch prompt. Ansonsten wären einige der feinen Effekte des Drum-Intros einfach untergegangen. Wenn dann Gitarre und Bass einsetzen kommt erst richtig Freude auf. Gekonnt werden die alten Themen, der Rolling Stones in die Neuzeit transferiert.
Dominante Piano- und Bass-Passagen ebnen den Boden für das etwas ruhigere und besinnliche "Muddy Ground". Der Song lebt von den vielen kleinen Füllern, die sich erst nach mehrmaligen Durchläufen offenbaren.
Wir begeben uns mit "City of the Dead" einige tausend Kilometer gen Westen und schlagen am sonnigen Strand einer Karibik-Insel auf. Neben uns sitzt im Schatten einer Kokos-Palme der wiederauferstandene und gut gelaunte Bob Marley und erklärt uns, dass sich Reggae und Brit Rock gut vertragen.
Eigentlich würde man bei dem Titel "When the Lights go out in London" vielleicht ein ruhiges Stück erwarten. Weit gefehlt, denn wenn sich die Schatten über London senken, dann fangen die Partys erst an.
Nicht so klassisch wie beim vorherigen "City of the Dead" werden auch für "The Architect" Reggae-Anleihen eingesetzt, hier jedoch in modernem Gewand.
Eine Ballade der besonderen Art erwartet den Zuhörer mit "Glory glory", bevor das Instrumental "Sunset & Vine" das Album sanft und würdevoll ausklingen lässt.
Fazit: Hier wird zeitgemäßer Brit Rock zelebriert, der ganz ohne übertriebene Klischees auskommt. Die Einflüsse andere Stilarten werden geschickt integriert und liefern durchweg überzeugende Ergebnisse. Eine variable Instrumentalisierung verleiht den Titeln zusätzlich mehr Farbe und lässt keine Langeweile aufkommen. Ob dies alles jedoch reichen wird, das mittlerweile verwöhnte Publikum erneut von den angestrebten Ambitionen für eine Top-Chart-Platzierung zu überzeugen, muss man abwarten. Bei diesem Album sind es vor allem die geschickten "Kleinigkeiten", die bei mir den Reiz auslösen, der Repeat-Taste eine Chance zu geben. |
Tipp:
| | Freunde der Birt Rocks finden hier genau die richtige Mischung aus treibenden Rhythmen und transparenter Leichtigkeit. Die gute Laune ist ansteckend und mag so manchen Sommerabend sanft ausklingen lassen. |
Titel-Liste:
| | - Blackened blue Eyes
- NYC (There's no need to stop)
- For your Entertainment
- Dead Man's Eye
- Muddy Ground
- City of the Dead
- Road to Paradise
- When the Lights go out in London
- The Architect
- Glory glory
- Sunset & Vine
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Laufzeit:
Band-Infos:
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