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Review: Cosmo
 
ALIEN

Album:
 ALIEN, 2006, Frontiers

Stil:
 Hard Rock

Wertung:
 4 von 7
4 von 7 Punkten
 U.C., 02.12.2006

Review:
 Will man ein Album richtig beurteilen, so ist es meistens angebracht, dem Neuling ein paar Rund im CD-Player zu gönnen, bevor man zur Revuiew-Tat schreitet. Dabei kommt es immer wieder vor, dass sich Songs anfangs noch recht gefällig geben, bei mehreren Durchläufen aber erst ihr wahres Gesicht zeigen.
Wie sehr viele Alben, so hat auch ALIEN von Cosmo einen Sing-Along-Song gleich zum Anfang des Album: "Communication".
Mit einem Chorus, der sehr stark an The Darkness erinnert und Strophentexten, die zwischen dem quasi gekreischten Chorus halb untergehen, könnte man behaupten, dass der Song nichts Besonderes ist, aber einem auch nicht den Geschmack auf die restliche Songs des Albums verdirbt.
Weiter geht es mit "Donīt tell me your lies", einem relativ ruhigen und nachdenklichen Song, der besonders als Akustik-Version überzeugt. Während die Stimme des Frontmanns bei der "Normal-Version" noch sehr übertrieben rau klingt, ist sie bei der akustischen sehr angepasst und überzeugend. Im Großen und Ganzen scheint die Akustik-Version wesentlich gelungener und überzeugender im Gegensatz zu der ersten Version- der Grund ist schnell zu finden: die übermäßige Lautstärke der Instrumente verleitet zum Schreien, welches das Lied mit seiner Aussage in den Hintergrund rücken lässt.
Durch "No Surprise" geht es in die flottere Zeit des Albums über- lässt dies zumindest erhoffen. Monotoner Gesang und genau gleich monotone instrumentale Melodien, gepaart mit einem nichtssagenden Text- eine Überraschung ist dieses Lied wahrlich nicht. Wenn ich das Wort "Durchschnitt" im Zusammenhang mit diesem Lied erwähnen würde, würde ich durchschnittliche Lieder durchaus abwerten. Die Gitarrensoli, wie auch in den folgenden Songs, das wohl einzig Positive.
"Gravity" beginnt sehr nichtssagend, auch der Beginn des gesanglichen Parts ist weniger überzeugend- monotoner sich immer wiederholender Sprechgesang, einfallsloser Chorus, ein teils viel zu blechern klingendes Schlagzeug- da gibt es nicht viel mehr zu sagen.
Folgender Song ist zu deutsch als Erlösung betitelt: "Redemption". Da stellt sich beim bloßen betrachten des Titels die Frage: von was erlösen und wie?
Ein leiser und langsamer Beginn, der sich über geschlagene 40 Sekunden erstreckte, ehe es mit leichter Gitarren- und Drum-Untermalung beginnt. Diese wird stärker, und die lange Zeit ohne ein Gitarrensolo wird gebrochen - da war es wieder. Dann ein harter Schnitt, es wurde wieder langsam und ruhig. Schnitt. Es wird laut. Wenn man von den unpassenden Übergängen absieht, ein durchaus guter Song ohne gesangliche Unterstützung.
"Helicopter" - ein Einstieg mit Akustikgitarren, gedämpfter Gesang- zumindest passend zum vorhergehenden Song. Drums markieren den Umschwung im Lied, und den Beginn eines nicht überzeugenden Choruses. Der gedämpfte Gesang in den Strophen und dem relativ unterschiedlichen Chorus- eine Mischung, die einem nicht unbedingt gefallen muss.
Wie auch der Albumtitel, so heißt auch dieser Songtitel "Alien". Beginnend mit einem Gitarrensolo (was scheinbar Standard für den Liedbeginn bei Cosmo zu sein scheint), welches wohl der interessanteste Part des Liedes ist. Strophen sowie Chorus plätschern zwischen diversen Gitarrensoli daher, ohne jedoch groß Anerkennung oder Interesse zu wecken.
Bei "When I close my Eyes" wird sehr deutlich, dass Gitarre und Schlagzeug im Vordergrund stehen- wie schon zu Beginn zu hören, so geht es auch durch das ganze Lied weiter. Der nicht überzeugende Gesang bleibt überwiegend im Hintergrund verborgen. Die Einzigen Stärken dieses Liedes würde ich in den Gitarrenparts sehen. Auch erinnert die Stimme wiedermals sehr an die Band Reamonn, was nicht abwertend zu verstehen ist, jedoch sinkt der Wiedererkennungswert bei einer nicht einzigartigen Stimme erheblich.
"Woman" - wiederum Akustikgitarren, klarer Gesang, harte Wechsel zwischen ruhig und schnell. Und natürlich nicht zu vergessen, die sehr gut hörbaren Gitarrensounds, die einen durch die schnelleren Passagen des Stücks begleiten.
"Canīt run away" beginnt wiederum mit einem Gitarrensolo, welches von den Geräuschen eines starken Regenschauers begleitet wird- jedoch wurde dieser Effekt nicht nur am Beginn dieses Songs verwendet sondern auch noch im Verlauf des Liedes. Ein durchgehender Rhythmus wurde als Hintergrund gewählt, welcher die guten Strophen und den relativ schwachen Chorus begleitet.

Fazit: Wer ein Album mit Erkennungswert erhofft hatte, der wurde leider enttäuscht. Mehr als eine durchaus anhörbare Ansammlung durchschnittlicher Lieder wurde einem leider nicht geboten. Erinnerungen an diverse Künstler im Musik- und Stimmbereich wurden zwar erweckt, jedoch frage ich mich, ob dies der Sinn einer Band und eines neuen Albums ist.

Titel-Liste:
 
  1. Communication
  2. Donīt tell me your lies
  3. No Surprise
  4. Gravity
  5. Redemption
  6. Helicopter
  7. Alien
  8. When I close my eys
  9. Woman
  10. I canīt run away
  11. Creep
  12. Donīt tell me your lies (acoustic)

Laufzeit:
 45:40 Min.


 
 
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