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Review: C:Rush |
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Album:
| | SEHNSUCHT, 2006, Eigenvertrieb |
Stil:
| | CrushCore (eigene Angabe) |
Wertung:
| |  3 von 7 Punkten | | M.U., 03.12.2006 |
Review:
| | Deutschland, Bayern, Augsburg. Einst die Heimatstadt der Fugger, jetzt die Heimat der jungen Band C:RUSH. Nach einer erfolgreich abgeschlossenen Tour durch Österreich, dem "Hillside"-Festival in Mönichwald und dem "Szene Open Air"-Festival in Lustenau erschien ihre erste Single "Sorgenfrei". Seit Ende November 2006 ist nun auch ihre Debüt-CD in den Plattenläden verfügbar. Nach eigenen Angaben lehnt sich ihre Musikrichtung an Bands wie The Bloodhound Gang, In Extremo, Juli oder Dog Eat Dog an. Klingt nach einem ziemlich breiten Spektrum.
Die CD beginnt mit einem kurzen "Intro", welches allerdings nicht unbedingt notwendig gewesen wäre. Aber das scheint wohl im Moment modern zu sein.
Mit "Crush" beginnt diese Scheibe auf den ersten Blick recht rockig. Jedoch klingt der Sound, als wenn die Jungs den Song in Papa's Garage oder Mutti's Waschküche aufgenommen hätten. Das Schlagzeug klingt eher wie eine Waschmitteltrommel oder ein leeres Ölfass. Stilistisch orientiert man sich an die Zeiten des Anarcho-Punks Ende der 70er Jahre - und die sind eben längst vorbei.
"Die Welt (Radio Edit)" startet eher balladenhaft mit wenig einprägsamen Gitarrenklängen. Der gebotene monotone Gesang wird sich wie ein roter Faden durch die ganze CD ziehten. "Ich habe die Welt nicht verstanden, ich habe die Welt einfach nicht kapiert...", singt der Frontmann. Ich habe den Song nicht kapiert!
Der Beginn des nächsten Songs "Bereit" erinnert einen ganz leicht an Rammstein. Jedoch kehrt man relativ schnell zu dem bisher gehörten gewohnten Schema zurück.
Die ersten Töne von "Feelings" und "Feel Me" klingen stark in Richtung einer Mischung aus Crossover und Nu-Metal. Man versucht sich auch ein wenig in Richtung Linkin Park zu orientieren.
Bombastisch kommt "Time" daher. Nach einer kurzen "Speed"-Einlage besinnt man sich wieder der Punk-Wurzeln. Der Garagensound ist auch hier leider einfach nicht zu überhören.
"I Want You Back" mag der Versuch sein, sich auf der akkustischen (also unplugged) Schiene zu bewegen. Da kommt der flache, wenig melodiöse Gesang von Rush besonders heraus. Zum Ende hin schweift der Song zum Balladenhaften ab.
Mit rhythmischen Sambaklängen beginnt "Daily Soaps". Kurze Zeit danach (die ersten elf Sekunden hätte man sich wirklich sparen können) hat man den Eindruck, man bewege sich auf den Spuren von Nirwana. Es ist einer der wenigen Songs, die man als gelungen bezeichnen könnte. Wie gesagt, ohne der Einleitung.
Vor der "Live-Zugabe" ist "Gedanken machen High" der letzte Song. Der Anfang mit einem besoffen anmutenden, lallenden Paar ist wirklich nicht der Hit. Das ganze Lied ist wieder einmal eine Hommage an die alten Deutschpunkzeiten aus den 80er Jahren. Ein Song über Alkoholismus, der leider keinen sozialkritischen Hintergrund hat, ist absolut fehl am Platz. Sozialkritik kling einfach anders.
Die letzten fünf Songs "No Hass", "Miststück", "Zauberer Strib", "Licht am Ende" und "Wir sind Freunde" lassen sich recht schnell zusammenfassen. Als Live-Material angepriesen, ist von "Live" weit und breit nichts zu merken (ein Live-Auftritt vor leerem Publikum?). Die Songs sind eher geprägt von einer monotonen Stimme, infantilen Texten (Zitate: "Es geht mir am Arsch vorbei...", "Du bist eine blöde Kuh...", "Dein Macker ist ein Depp...", "Es ist mir scheißegal..." usw.) und einfallslosen Gitarrenriffs. Man versucht sich hier vergebens an dem punk-rockigen Stil der Toten Hosen anzupassen. Das Ganze gipfelt im Song "Zauberer Strib".
Fazit: Drei Versuche waren notwendig, sich diese CD auf einmal anzuhören. Es wird einem manchmal eben nicht leicht gemacht. Von einer professionellen Darstellung ihrer Band sind die vier Jungs jedoch noch meilenweit entfernt. Es fehlt an allem. Angefangen von dem tonlosen, monotonen und keineswegs melodiösen Gesang, über die unausgreifte Abmischung der Lieder, des diletantischen Sounds bis hin zu manchmal wirklich kindlichen und wenig phantasiereichen Texten (besonders die Tracks 11 bis 15). Das einzig Mutige an der ganzen Sache ist, dass die Bandmitglieder deswegen ihre Jobs aufgegeben haben und sich ganz der Musik widmen wollen. Der Titel SEHNSUCHT lässt viele Interpretationsmöglichkeiten offen. Eine Möglichkeit davon ist, die, dass man sich nach dem Genuss der Scheibe wieder nach einer "richtigen CD" sehnt. |
Tipp:
| | Leute, bitte bildet euch eure eigene Meinung. Und Jungs, üben, üben, üben und nochmals üben... |
Titel-Liste:
| | - Intro
- Crush
- Die Welt (Radio Edit)
- Bereit
- Feelings
- Feel Me
- Time
- I Want You Back
- Daily Soaps
- Gedanken machen High
--- Live Material --- - No Hass
- Miststück
- Zauberer Strib
- Licht am Ende
- Wir sind Freunde
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.c-rush.de
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