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Review: D.A.C. - CFH |
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Album:
| | REBEL MEETS REBEL, 2007, Locomotive |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | M.K., 04.02.2007 |
Review:
| | Bei REBEL MEETS REBEL handelt es sich um die letzte Veröffentlichung von Dimebag Darrell, wenn auch post mortem. Der ehemalige Pantera- und Damageplan-Gitarrist starb bekanntlich am 8.12.2004 bei einem Damageplan-Konzert in Columbus, Ohio, wo er von einem Verrückten erschossen wird. Über 2 Jahre später kommt in Deutschland REBEL MEETS REBEL auf den Markt, ein Treffen von Metal und Country:
Den Anfang macht "Nothin' to lose", welches mit einigen strangen Geräuschen und Frauen-Gestöhne beginnt. Eine funky Bassline von Rex Brown (Pantera) führt den Hörer in den Song ein. Der Riff erinnert an Ministry und das heißt: Vollgas. Schöne Up Tempo-Nummer, kombiniert mit dem nasalen Gesang von Country-Star David Allan Coe. So ein Song macht mal richtig Spaß, vor allem beim Auto fahren.
Mit "Rebel meets Rebel" folgt das Titelstück der Scheibe. Der Song ist dann doch eher Country bzw. Southern Rock. Ein Duett von Coe und Dimebag Darrell mit mitgröhlbarem Refrain. Schöner, eingängiger Country-Metal, langsamer, aber nicht schlechter als der Opener.
"Cowboys do more Dope" beginnt sachte mit etwas Klavier, bis hier ein typischer Pantera-Riff einschreitet und sich mit dem Klavier duelliert. Hat man so auch noch nicht gehört. Coe hat etwas Echo auf der Stimme, hört sich gut an. Die Stimme passt einfach sehr gut zu den Songs. Das Songwriting stellt sich als abwechslungsreich, jedoch griffig heraus. Der Refrain ist schön ironisch und bleibt hängen. Dimebag präsentiert hier ein superbes Gitarrensolo, was anderes war man von diesem Mann ja auch nicht gewohnt.
Mit "Panfilo" folgt ein kurzer Akustik-Jam von Dimebag Darrell. Schönes Interlude, stimmt einen schon fast traurig, und mit "Heart Worn Highway" schließt sich ein etwas träger Song an, der musikalisch schon fast überladen wirkt. Balladeske Elemente, gerade im Gesang, treffen hier mit Mid Tempo-Rock aufeinander, immer wieder aufgefrischt von Dime's Gitarren-Eskapaden. Nach zwei Minuten folgt ein Break, und es geht mit einem eingängigen Riff weiter. Man beachte das großartige Solo im Hintergrund. Dieses zieht sich über eine Minute, und dann geht's mit dem Refrain weiter, gefolgt von einem weiteren, überraschendem Songteil.
"One Nite Stands" schließt die erste Hälfte der CD ab. Beginnt wie ein Satyricon-Song, bis der Southern Rock wieder aus den Boxen rausbricht. Mit zweieinhalb Minuten recht kurz gehalten, dafür bleibt jedoch auch so gut wie nichts hängen. Mittelprächtiges Stück Musik.
"Arizona Rivers" überzeugt da schon in den ersten Sekunden mehr, erinnert es doch an alte Black Sabbath-Songs und ein bisschen an "Cemetery Gates" von Pantera. Schöne Ballade mit einer, meiner Meinung nach, zu kurzen Spieldauer von auch zweieinhalb Minuten. Die Stimme von David Allan Coe ist hier mit einigen Effekten unterlegt und erinnert mich gerade deshalb an Black Sabbath. Ganz großes Tennis.
"Get outta my Life" beginnt wieder mit einem typischen, brachialen Dimebag-Riff. Auch dem Bass von Rex wird hier wieder ordentlich Platz eingeräumt. Coe rappt schon fast in den Strophen, während der Gesang im Refrain schon fast an so manche Black Metal-Schreihälse mit ner Menge Eiter im Hals erinnert. Ziemlich modern gehaltener Song, gefällt mir.
"Cherokee Cry" ist ein weiterer Song vom selben Schlag, sprich mehr Metal als Country. David's Gesang wirkt hier teilweise prägnant-penetrant, passt jedoch zum Song. Das Drumming von Vinnie Paul, gerade in den Strophen, gefällt doch sehr, ebenso das Gitarrensolo. Nur, ob das Indianer-Gedönse in der zweiten Hälfte sein muss, ist fraglich. Natürlich eine andere Art von Break, aber irgendwie erinnerts an die Indianer-Action-Show im Fort Fun-Erlebnispark.
Mit "Time" folgt der zehnte Song auf REBEL MEETS REBEL, welcher ebenfalls im Metal-Sektor einzuordnen ist. Mid-Tempo ist hier das Zauberwort, "Time" entpuppt sich als gescheiter Headbanger. Da wippt der Fuß, da knackt der Nacken. Dimebag präsentiert hier das meiner Meinung nach beste kurze Solo auf dem Album, gefolgt von einem kurzen Intermezzo der Sechssaitigen mit Coe's Stimmbändern.
"Time is something you can't steal" ist also die Message des Songs. Da haben sie recht. "No Compromise" beginnt schön mit Double Bass, um danach das Tempo wieder ordentlich zu drosseln. Dime's Gitarre wird hier mit Effekten belegt, hört sich jedoch gut an.
In jedem Fall bietet "No Compromise" alle paar Sekunden ein anderes Tempo bzw. einen anderen Stil, Abwechslung ist angesagt. Gerade während Dimebag's Solo ändert sich das Tempo oftmals. Richtig gut gemacht!
"N.Y.C. Streets" bildet den Abschluss von REBEL MEETS REBEL. Nach etwas Gelaber zu Beginn schließt sich eine lupenreine Ballade an, die durchgehend von Dime's trauriger Gitarre unterstützt wird. Wunderbares Ende, naja fast. Stichwort: Letzten 20 Sekunden. Hehe.
Fazit: Rebel Meets Rebel, sprich David Allen Coe & Cowboys From Hell (deswegen auch D.A.C. bzw. CFH auf dem Cover) präsentieren hier eine sehr gute Melange aus Rock, Metal und Country bzw. Southern Rock. Und alle drei Stile werden in Bestform präsentiert. In jedem Song gibt es außerdem die quasi letzten 12 Gitarrensoli von Dimebag Darrell zu hören. Im Endeffekt ein würdiger Schlusspunkt und ein einzigartiges Projekt. Macht auf jeden Fall Spaß. Und Durst. Und ich meine jetzt nicht Wasser oder Cola. |
Tipp:
| | "Time", "Nothin' to Lose" und "No Compromise" sind hervorzuheben. Auch das kurze "Panfilo" gefällt. Von den Southern Rock-Songs können sich Bands wie Artimus Pyledriver mal 'ne Scheibe abschneiden. |
Titel-Liste:
| | - Nothin' to Lose
- Rebel meets Rebel
- Cowboys do more Dope
- Panfilo
- Heart Worn Highway
- One Nite Stands
- Arizona Rivers
- Get outta my Life
- Cherokee Cry
- Time
- No Compromise
- N.Y.C. Streets
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Laufzeit:
Band-Infos:
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