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Review: D-A-D |
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Album:
| | SCARE YOURSELF, 2006, Sanctuary |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | J.G., 16.05.2006 |
Review:
| | Wie sich manche Geschichten ähneln. Es war einmal eine Schweizer Band, die beschloss richtigen, mitreisenden Hard Rock zu zelebrieren, bis sie erkannte, dass sich auch mit Balladen Geld verdienen lässt. Dies ging solange gut, bis sogar die Mutter eines der Musiker ihr Veto einlegte und ihrem Sprössling nahe legte, doch endlich wieder Hard Rock zu spielen. So geschehen bei der Alpenlandgruppe Gotthard.
Hier habe ich das neue Werk der Dänischen Combo D-A-D im CD-Player laufen, die vergleichbare Wege beschritten hatten. Alles begann mit wildem Rock und Punk, der richtig Laune machte. Dann schwenkte man zu Beginn des Milleniums in ruhigere Rock-Gefilde ein. Naja, das Material war nie wirklich schlecht, aber mitreißend würde ich anders definieren.
Endlich ist mit SCARE YOURSELF ein deutlicher, heller Spot am Ende des Tunnels erkennbar. Die Jungs haben sich an ihre Tugenden erinnert und bieten diesmal nicht nur Live, deutlich härtere Kost.
Tempomäßig etwas verhalten, aber dafür mit dem nötigen Groove startet der Opener "Lawrence of Suburbix" den Reigen. Mein erster Gedanke: "Aerosmith meets Brit Rock", von den Dänen überzeugend in Szene gesetzt.
Deutlich flotter, jedoch diesmal mit einem guten Pfund Punk im Döner, wird bei "A good Day (to give it up)" schon mal so richtig abgerockt.
Der Titel-Track "Scare Yourself" beginnt als fetziger Brit Rock-Feger und überrascht mit einem recht rüden Refrain, der in genialen Kontrast zu ansonsten eher soften Hooklines steht.
Auch beim vierten Song "No Hero" wird fleißig weiter an der musikalischen Bandbreite geschraubt. Der flotte Rock'n'Roll erschwert das Stillsitzen ganz gewaltig - zappeln ist angesagt.
Und weiter geht das heitere Gerne-Wechsel-Spielchen, denn bei "Camping in Scandinavia" wird wieder dem Punk gefröhnt.
So und ähnlich ist auch der Rest des Scheibchens gestrickt. Lediglich der Bonus-Track "You filled my Head" nimmt als waschechte Rockballade etwas Druck aus dem Dampfkessel.
Die Band hat Wert auf Abwechslung gelegt, ohne sich im stilistischen Dschungel zu verirren - und das ist ihr gelungen. Egal ob die Gitarren verzerrt oder clean ihre Riffs durch die Boxen peitschen, sie sind in Kombination mit der Basslinie die treibenden Kräfte der Songs. Auch gesanglich oder textlich gibt es nix zu meckern. Jeder Topf bekommt den passenden Deckel draufgeschweißt.
"Let's start rockin'." - fehlt nur noch die passende Begleitung für den Beifahrersitz - aber das müsst ihr schon selbst gebacken bekommen.
Fazit: "Back to the roots" wäre sicherlich etwas übertrieben, aber man ist dem Spirit der ersten Stunden wieder deutlich näher gekommen. Weiter so und das nächste Mal haben wir wieder den (gereiften) Rock der Band-Jugendzeit. |
Tipp:
| | Prima Kost für alle Fans von leichter Hard Rock-Kost. Auf der ganzen Linie flutscht ein Song nach dem anderen durch die Gehörgänge und verbreitet Wohlbehagen und gute Laune. Gerade richtig zum Mitsingen und -trommeln ohne gleich ausrasten zu müssen. |
Titel-Liste:
| | - Lawrence of Suburbix
- A good Day (to give it up)
- Scare Yourself
- No Hero
- Hey Now
- Camping in Scandinavia
- Unexplained
- Little Addict
- Dirty Fairytale
- Allright
- Last Chance to change
- - Bonus Track - - - You filled my Head
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Laufzeit:
Band-Infos:
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