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Review: Danko Jones
 
SLEEP IS THE ENEMY

Album:
 SLEEP IS THE ENEMY, 2006, Bad Taste

Stil:
 Rock

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 M.W., 06.02.2007

Review:
 2006 rückt sich die Blues-Punk-Rock-Band Danko Jones aus Kanada mit einem neuen Album wieder in den Vordergrund. Bei diesem erwartet euch Folgendes:

Die Introduction bildet "Sticky Situation" mit dem klassischen Gesang vom gleichnamigen Sänger. Die Stimme mit hohem Wiedererkennungswert lässt sofort Partystimmung aufkommen. Besonders die Gitarren im Refrain verleihen dem Song einen genialen Rhythmus. Das Gitarrensolo zeichnen sich wie jedes Mal bei Danko Jones dadurch aus, dass währenddessen die Rhythmusgitarre aussetzt. Abruptes Ende, aber nicht schlecht.
Song zwei geht's etwas ruhiger an. Die verzerrte Gitarre bildet den Grundstock zu "Baby hates me". Hier ist Danko's Gesang dafür nicht ganz so extrem ausgeprägt, sondern wird ab und an durch Backgroundvocals unterstützt. Zwar bringt die Gitarre im Refrain zusammen mit den Vocals Schwung ins Stück, aber trotzdem wirkt es auf mich eher durchschnittlich. Der Break mit Flüstergesang ist hingegen gut arrangiert.
"Don't fall in Love" wartet mit einem genialen Intro auf. Das Drumming beginnt und nahtlos fügen sich perfekte Gitarrenriffs samt Basslinien ein. Der Gesang sorgt ein weiteres Mal für die Unverwechelsbarkeit der Band. Auch der für Danko Jones' Verhältnisse hohe Gesang steht Song drei gut. Auf jeden Fall empfehlenswert, auch wenn sich der Refrain zum Ende hin für meine Verhältnisse zu oft wiederholt.
Es folgt ein typischer Punksong, der sofort für Partystimmung sorgt. Der Beginn ist entsprechend schenll und mit Power gefüllt. "She's Drugs" zeichnet sich zudem durch einen guten Text aus! Dieser Beitrag zum Album haut einen Punk-Rock-Fan auf jeden Fall aus den Socken!
Auch "The Finger" knüpft nahtlos an den kraftvollen Punk an. Die abgehakten Gesangspassagen mit dem unterbrochenem Riffing wirken zusammen sehr gut, wie auch die hektisch wirkenden Ausrufe Danko's. Außer eines kurzen Breaks bietet "The Finger" aber nicht wirklich Abwechslung und zählt daher zu den schlechteren Songs.
Eher rockig geht's bei "First Date" zu. Mir gefällt vor allem der Text und der Übergang von Strophe zu Refrain. Bisher ist dies der für mich auf diesem Album beste arrangierte Punk-Rock-Refrain. Auch der Break nach etwa zwei Minuten mit Sprechgesang kommt witzig daher. Nochmal Daumen hoch!
Lied 7 nennt sich "Invisible" und das hätte es auch fast bleiben können, wäre da nicht der extrem gute und humorvolle Text sowie der typische Danko-Schrei-Gesang. Ansonsten gibt's hier nur gewöhnlichen Punk auf die Ohren mit einigen guten Gitarrensoli.
"Natural Tan" dagegen überzeugt schon durch ein gutes Intro mit Drumming und reichlich verzerrtem Bass. Jedoch überzeugen mich hierbei Gesang und Text nicht wirklich. Drummer und Bassist wissen sich gut hervorzuheben, bei der Gitarre gibt's hingegen nichts Neues, aber ansonsten bleib "Natural Tan" im Durchschnitt.
"When will I see you again" erinnert am Anfang an Metallicas "The Unforgiven" nur in einer schnelleren Version und bietet mal wieder eine etwas gemäßigtere Alternative zu den anderen Songs. Schon nach wenigen Sekunden hat das Stück Ohrwurm- und Hitcharakter. Danko's leicht rauchiger aber expressiver Gesang arrangiert sich perfekt mit den Instrumenten. Wieder ein guter Beitrag!
"Time heals nothing" ist mit 3:42 der längste Song, zieht sich aber durch ein enorm langes Intro. Danko Jones probieren hier mal etwas anderen Punk mit nerviger Gitarre aus. Erst nach etwa einer Minute kommt die Band mal aus den Puschen. Gearbeitet wird hier auch mit elektronischen Effekten und stark verzerrtem Bass, der jedoch nur stört. Die Band versucht hier ein "dunkleres" Stück zu performen, kann mich aber absolut nicht überzeugen. Daher erntet "Time heals nothing" den Titel "Schlechtester Song vom Album".
Last but not least beendet der namensgebende Song fürs Album den Longplayer und lässt auch nicht lange auf sich warten. In Hektik und lautem Schlagzeug, Gesang und Bass sowie typisch verzerrten Gitarren wartet "Sleep is the Enemy" auf. Sehr kraftvoll produziert und gute Gesangspassagen, besonders das geflüsterte "Sleep is the Enemy", überzeugt. Ein empfehlenswerter Song beendet das Meisterwerk von Danko Jones!

Fazit: Das Album überzeugt durch gute Produktion, witzige Songtexte und oft perfekt arrangierten Gitarren. Zwar gibt's wenige Songs die nicht überzeugen, aber der Großteil ist doch wirklich hörenswert. Auch der dem Album namensgebene letzte Song macht seiner Berufung alle Ehre. Wer also auf echten und handgemachten Punk Rock steht, sollte sich diese Scheibe unbedingt zulegen.

Tipp:
 "She's Drugs", "The Finger" und "When will I see you" sowie "First Date" sind wirklich empfehlenswert und verdienen ein: Daumen hoch! Auch für Punk Rock-Unerfahrene wäre dieses Album ein guter Einstieg, weil es Danko Jones gelingt, sehr viele Facetten dieser Musikrichtung aufzuzeigen.

Titel-Liste:
 
  1. Sticky Situation
  2. Baby hates me
  3. Don't fall in Love
  4. She's Drugs
  5. The Finger
  6. First Date
  7. Invisible
  8. Natural Ten
  9. When will I see you
  10. Time heals nothing
  11. Sleep is the Enemy

Laufzeit:
 33:38 Min.

Band-Infos:
 
  • www.dankojones.com 


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