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Review: Days of Grace
 
PAINTER

Album:
 PAINTER, 2007, Ape to Man

Stil:
 Melodic Death Metal

Wertung:
 5 von 7
5 von 7 Punkten
 M.U., 07.03.2007

Review:
 Ziemlich spartanisch beschrieben erreichte uns vor kurzem die neue CD von Days of Grace. Außer einem Zweizeiler war da zuerst nicht viel und daher musste man sich erst einmal auf die Suche nach weiteren Informationen machen. Also: Days of Grace besteht aus vier Musikern, die allesamt aus Halle kommen. Gegründet wurde die Band bereits 1992. PAINTER ist ihre dritte CD und damit ihr neuestes Werk. Stilisitsch orientiert man sich Richtung Death Metal, jedoch mit melodiösen Einschlägen.

Ohne viel Federlesen beginnen die vier Jungs mit dem ersten Song "S.o.a.d." Hart, härter, am härtestens. So läßt sich der Einsteiger wohl am besten zusammenfassen. Sollte "S.o.a.d." etwa "System of a Down" bedeuten?
Daran schließt sich der zweite Song "Broken" an. Er beginnt zunächst sehr melancholisch, fast schon in Richtung Ballade. Nach der ersten Minute wendet man sich dann wieder der rockigeren Seite zu. Gesanglich ist nichts nichts auszusetzen. Auch der treibende Rhythmus der Gitarre beeindruckt.
Der nächste Song ist "Painter", der Song, der dem Album seinen Namen gibt. Gleich von Anfang an rockt der Song voll ab. Ziemlich hart, aber dennoch gefühlvoll, da man immer wieder zwischen rockig-aggressiven und melodiöseren Passagen hin und her schwankt. Untermalt wird das Ganze durch eingängige Gitarrenriffs.
"Breathe the Purity" beginnt leicht düster, leicht depressiv angehaucht. Der Gesang, die Melodie und die gesamte Aufmachung erinnert einem mehr in Richtung Ill Niņo oder Dry Kill Logic. Im Großen und Ganzen recht schwerfällig.
"Infinity" beginnt wieder recht melancholisch, bevor man sich mit einem überaus gelungenen Gitarrensolo der rockigen Seite zuwendet. Jedoch sind im diesem Song auch jazzige Anklänge hörbar. Gesanglich bewegt man sich eher auf der düsteren Schiene.
Rotzig-frech beginnt "Green Machine". Eine gelungene Mischung aus Schlagzeug- und Gitarrensoli. Dieser Song dürfte wohl ihre Stilrichtung Melodic Death Metal am besten untermauern.
Mit dem nächsten Song "Don't pull the Lead" knüpfen sie direkt an den Vorgänger an. Düster und aggressiv startet der Song, was sich dann letztendlich durch den gesamten Song hindurchzieht. Zum Ende hin wird es sogar noch aggresiver, noch härter.
Mit "The Wait" beginnt man erst einmal mit jazzigen Gitarrenklängen á la Red Hot Chili Peppers. Jedoch nicht lange und der Song wendet sich wieder den harten und rockigen Stilelementen zu. Die harte Gangart bleibt auf jeden Fall erhalten.
In gleicher Manier ist der folgende Song "Howl with the Pack" gemacht. Viel mehr gibt hier auch nicht zu sagen. Zwei Stücke, die sich in ihrer Machart sehr ähnlich sind.
Celloklänge leiten den vorletzten Song "Come" ein. Dieser Song ist der ruhigste und melancholischte Song auf dieser CD. Ein paar Minuten zum Verschnaufen, denn bisher hat man schon eine ganze Menge an "hartem Stoff" bekommen; eine rockig-melancholische Ballade.
"Ape Dance" beschließt diese CD mit anfänglich eher in Richtung Hip-Hop oder Crossover angehauchten Klängen. Thematisch bleibt man sich jedoch der eingschlagenen Stilrichtung treu. Der treibende Sound aus Gitarre und Gesang zieht sich wie ein roter Faden vom Anfang bis zum Ende durch.

Fazit: Die CD zeugt von einer überaus soliden Handwerkskunst und weißt ein durchdachtes Konzept auf. Allerdings könnte es manchmal etwas abwechslungsreicher sein, da sich doch viele Songs in ihrem Stil ähneln. 11 Songs mit einer Laufzeit von über 50 Minuten sind anständig. Und wieder einmal ein überzeugendes Beispiel einer deutschen Band auf diesem musikalischen Sektor. Nach längerem Hinhören entdeckt man sogar, dass noch viel mehr Potential in dieser Band steckt, als man anfänglich gedacht hatte.

Tipp:
 Zum ersten Reinhören empfehlen sich der erste Song "s.o.a.d." und der letzte Song "Ape Dance".

Titel-Liste:
 
  1. S.o.a.d.
  2. Broken
  3. Painter
  4. Breathe the Purity
  5. Infinity
  6. Green Machine
  7. Don't pull the Lead
  8. The wait
  9. Howl with the Pack
  10. Come
  11. Ape Dance

Laufzeit:
 51:04 Min.

Band-Infos:
 
  • www.daysofgrace.de 


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