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Review: Absent Minded |
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Album:
| | ZER(O)NE, 2010, Eigenvertrieb |
Stil:
| | Southern Sludge, Doom Metal, Death Metal |
Tendenz:
| | ZER(O)NE macht große Lust auf eine Full Length-Veröffentlichung. Absent Minded gehen sehr variabel zu Werke und können sowohl mit schleppenden Doom Metal als auch mit schnelleren Death Metal-artigen Songs überzeugen. Dabei nimmt die Band keine Gefangenen und geht mit einer ordentlichen Portion Härte und Aggressivität zu Werke. | | V.R., 16.08.2010 |
Review:
| | Bandgründung im Mai 2009, gegen Ende des Jahres schon die erste Demo im Kasten, Debutalbum bereits in Planung. Absent Minded legen von Beginn an ein ordentliches Tempo vor, und das nicht nur auf ihre Arbeitsgeschwindigkeit bezogen. Auch ihre erste Demo-Veröffentlichung ZER(O)NE sorgt für ordentlich Druck, und das sowohl in Hochgeschwindigkeitsbereichen als auch im schleppenden Doom-Tempo. Die Band hat sich dem Southern Sludge verschrieben, webt in ihre Musik aber auch Einflüsse aus reinem Doom Metal und Death Metal ein.
Der erste Song "God of Lie" besticht schon mal durch ein hohes Maß an Aggressivität und Wut. Von der Basis her typischer Sludge, tendiert der Song phasenweise auch stark in die Death Metal-Richtung. Dementsprechend dürfen natürlich auch typischer Grunzgesang und Hochgeschwindigkeitsattacken nicht fehlen. Im weiteren Verlauf gewinnt der Sludge-Anteil mit tonnenschweren Gitarrenriffs und gesenktem Tempo wieder mehr Raum. Dank dieser Abwechslung kann diese Nummer schon mal absolut überzeugen.
Von einem ganz anderen Kaliber ist der zweite Titel namens "Pulsar". Hier lebt die Band ihre Doom Metal-Seite aus und fährt das Tempo in den Zeitlupenbereich herunter. Auch im weiteren Verlauf geht die Geschwindigkeit nie über den langsamen Bereich hinaus, dementsprechend haben wir es hier mit einem klassischen Doom-Song mit dezenter Sludge-Schlagseite zu tun, der seine Aggressivität auf ganz andere Weise versprüht als der Opener.
Die Band scheint auch einen ausgeprägten Sinn für Humor zu haben und hat den dritten und letzten Song dementsprechend "Terra-Peuth" genannt. Man mag von solchen Wortspielen halten was man will, die Nummer hat es musikalisch jedenfalls in sich. Das Tempo wird wieder deutlich erhöht und liegt im gesteigerten Midtempo-Bereich. Musikalisch wird der Death Metal-Bereich zumindest angekratzt. Aber auch die Doom Metal-Einflüsse lässt man nicht ganz außer Acht, so dass wir es auch hier mit einem höchst abwechslungsreichen knüppelharten Mitbangtitel zu tun haben.
Fazit: Schade, dass ZER(O)NE nur drei Songs enthält, denn die sind alle von derart hoher Qualität, dass man große Lust auf ein komplettes Album bekommt. Absent Minded gehen unglaublich verspielt und variabel zu Werk, ohne dabei ihre Stärken, nämlich Aggressivität und ein hohes Maß an Rohheit, außer Acht zu lassen. Die Jungs aus Bamberg scheinen sich in mehreren Musikrichtungen absolut wohl zu fühlen, dementsprechend vermischen sie Sludge, Doom Metal und Death Metal zu einem zu gleichen Teilen innovativen wie brutalen Soundcocktail, als ob es das Selbstverständlichste auf der Welt wäre. Den Namen Absent Minded sollte man sich unbedingt merken, denn wenn die Band auf diesem Niveau weiter macht, wird sie noch Großes vor sich haben. |
Titel-Liste:
| | - God of Lie
- Pulsar
- Terra-Peuth
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.aminded.com
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