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Review: Arcanum
 
THE END IS JUST THE BEGINNING

Album:
 THE END IS JUST THE BEGINNING, 2008, Eigenvertrieb

Stil:
 Heavy Metal

Tendenz:
 Arcanums Demo THE END IST JUST THE BEGINNING kommt als 13 Track starker Longplayer, was ich für eine Demo schonmal ungewöhnlich finde. Aber auch sonst machen die Schweizer auf mich einen ziemlich professionellen Eindruck. Da kommt recht vielseitiges Potential auf uns zu. S.M., 15.04.2008

Review:
 Im Sommer 2004 stiegen Gabriella Vari (Vocals), Mato Ivelj (Bass) und Drummer Hägar bei der Band Overload aus und gründeten Arcanum. Nach den üblichen Startschwierigkeiten einer neuen Band fand man schließlich mit Roman Cueni einen geeigneten Gitarristen und nahm die erste Demo BLOODY WINGS OF COMEBACK auf.
Die zweite Demo THE END IST JUST THE BEGINNING, die die Band Anfang 2008 einspielte, liegt mir jetzt zur Rezension vor.

Nach eigenen Angaben spielen Arcanum einen ungewöhnlichen Mix aus Metal, Gothic und Symphonic. Dass sie viele Einflüsse in ihre Musik integrieren stimmt zweifellos, von Gothic und insbesondere Symphonic kann ich jedoch nichts entdecken.
Die Stilbreite erstreckt sich von Hard Rock über traditionellen Heavy Metal, Doom Metal bis hin zu einigen thrashigen Anleihen.

Nach dem spacigen Intro "The Ending" präsentiert sich mit "Speed of Light" ein flotter Heavy-Rocker, der zwar nicht mit der betitelten Lichtgeschwindigkeit voranschreitet, aber dennoch ganz automatisch den Fuß schneller wippen lässt.
"Slayer" beginnt - zum Titel eher unpassend - mit doomigen Einflüssen und einer interessanten vordergründigen Bassline. Doch schon bald geht es bei diesem Song ins Up-Tempo über. Im weiteren Verlauf wechseln sich die verhaltenen und schnellen Abschnitte immer wieder ab.
"Fight" ist ein Hardrocker mit gutem gesanglichen Höhepunkt. Bei "Force you" fällt mir auf, dass das Riffing ein wenig einseitig klingt. Ansonsten ist es ein gelungener Track mit doomigem Bassspiel und Wechseln mit thrashigen Passagen.
Balladesk startet "Toxic Passion", entwickelt sich dann aber zu einem eingängigen Hard-Rock-Stück.
Mit "Forever" folgt eine emotionale Rockballade. Erwähnenswert finde ich, dass Sängerin Gabriella bislang einen einwandfreien Job macht und in alle Stücke - ob tough, rockig oder emotional - das richtige Feeling reinlegt.
"Heart of Stone" bringt traditionellen Metal mit einigen orientalisch angehauchten Passagen. Kraftvoller Rhythmus und thrashiges Riffing sind dagegen die Markenzeichen von "Secret of my Happiness".
Bei "Suicide" gibt es erneut die Wechsel zwischen gefühlvollen Abschnitten und rockigen Phasen. "Witchhunt" beginnt recht brachial, nimmt dann kurz Tempo raus und entwickelt sich schließlich zu einem flotten Heavy Rocker.
Auch "We belong" beinhaltet das Wechselspielchen zwischen flotteren und verhalteneren, fast balladesken Abschnitten. Meines Erachtens findet dieses Stilmittel aus dem Progressive-Bereich etwas zu oft Verwendung.
Das Beste kommt dann zum Schluss: Passend zum Namen glänzt "Metal Soul" nicht nur durch starkes Gitarrenspiel, sondern auch durch gefühlvolles Performing.

Fazit: Wie schon in der Tendenz erwähnt, kann ich nur nochmal das Potential der Musiker hervorheben, die nicht nur recht professionell sondern auch vielseitig agieren. Die Qualität der eigenproduzierten Demo geht in ebenfalls Ordnung.
Den einzigen Kritikpunkt sehe ich in dem zu oft verwendeten Wechselspiel zwischen ruhigen und flotteren Phasen innerhalb eines Stückes. Ansonsten hoffe ich, dass Arcanum mit THE END IST JUST THE BEGINNING einen ersten Schritt in Richtung Plattenvertrag tun, damit man in Zukunft mehr von ihnen hören wird.

Titel-Liste:
 
  1. The Ending
  2. Speed of Light
  3. Slayer
  4. Fight
  5. Force you
  6. Toxic Passion
  7. Forever
  8. Heart of Stone
  9. Secret of my Happiness
  10. Suicide
  11. Witchhunt
  12. We belong
  13. Metal Soul

Laufzeit:
 48:35 Min.

Band-Infos:
 
  • www.arcanum-rock.ch 


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