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Review: Arcanum |
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Album:
| | LIFE IS TOO SHORT TO BE SERIOUS, 2009, Eigenvertrieb |
Stil:
Tendenz:
| | Arcanum sind innerhalb eines Jahres von einer ziemlich professionell agierenden Nachwuchs-Formation am Schnittpunkt von eingängigem Heavy Rock und anspruchsvollen Heavy Metal zu einem schwachen Abklatsch in Bereichen der Düstergenres geworden. | | S.M., 28.02.2009 |
Review:
| | Noch nicht einmal ein Jahr ist es her, dass ich Arcanums 2008er-Demo THE END IS JUST THE BEGINNING rezensierte. Nun legen die Schweizer bereits nach und präsentieren ihre Demo 2009 mit Namen LIFE IS TOO SHORT TO BE SERIOUS.
Im Line-Up gab es einen Wechsel. Gitarrist Roman Cueni wurde durch Sile ersetzt. Beim Songwriting war Roman aber anscheinend noch sehr aktiv, da sein Name dort immer wieder auftaucht. Ansonsten ist nach wie vor die Ursprungsbesetzung Gabriella (Gesang), Mato (Bass) und Hägar (Drums) aktiv.
THE END IST JUST THE BEGINNING war irgendwo zwischen Hard Rock und Heavy Metal anzusiedeln und hatte auch eine gute Portion Eingängigkeit. Die Gothic-Anteile waren damals kaum präsent. Das sind sie auf LIFE IS TOO SHORT TO BE SERIOUS nun um so mehr. Der gesamte Sound geht nun stark in Richtung Gothic und Dark Metal.
Dies kommt den Kompositionen leider gar nicht zugute. Jede Art von Eingängigkeit, einprägsamen Hooklines oder gelungenen Melodien ist über Bord gegangen. Auch flotte Heavy-Rocker sind verschwunden.
Die Songs plättschern ohne Trademarks oder nachhaltige Eindrücke zu hinterlassen am Ohr des Hörers vorbei. Eine derartige stilistische Ausrichtung machen Andere leider viel besser. Es wird versucht, tiefgründige Stücke zu konstruieren, Emotionen auszudrücken und und das Ganze mit einer progressiven Vielschichtigkeit darzubieten. Wie gesagt, es wird versucht. Es gelingt aber nicht.
Der Gesang von Gabriella ist sehr dominant, so dass der gesamte instrumentelle Teil manchmal ein Hintergrunddasein führt. Sie hat zwar ein kraftvolles, ausdrucksstarkes Organ, jedoch fehlt ihr für tiefgründige und emotional ausgerichtete Kompositionen etwas die Variablität in der Stimme.
Die Riffs, die Songaufbauten und die (meist melancholisch veranlagten) Melodien klingen alle sehr ähnlich. Wenn man nicht auf die Anzeige des CD-Players schaut, weiß man schon bald nicht mehr, welcher Song gerade dran ist.
Ausnahmen des Einheitsbrei sind das etwas knackigere, leicht mystische aber leider viel zu kurze "Dark Moor", die halbwegs eingängige Düster-Nummer "The Reaper" und das überraschend druckvolle und straighte "Caledonia". Mehr Höhepunkte kann ich nicht finden und dieses Substantiv ist ohnehin mit Vorsicht zu genießen. Wirklich starke Songs klingen immer noch anders.
Ich habe wirklich Schwierigkeiten mir vorzustellen, dass ich dieselbe Band vor mir habe, deren Demo ich letztes Jahr noch für die recht professionelle Vorstellung gelobt habe. Was ist nur in der Zwischenzeit passiert? Ist LIFE IS TOO SHORT TO BE SERIOUS einfach nur ein Schnellschuss? Versucht man mangels Erfolg bei Plattenfirmen nun auf einen anderen Zug aufzuspringen? Ich weiß es nicht und kann es auch nicht nachvollziehen. Ich schüttle nur ziemlich verständnislos meinen Kopf.
Fazit: Arcanum haben zwischen zwei Demos den Rückschritt schlechthin getan. Von einer Band mit viel Potential zu einem schwachen Abklatsch erfolgreicher Bands der düstereren, tiefgründigeren Genres. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie damit Erfolg haben werden. LIFE IS TOO SHORT TO BE SERIOUS ist das Schwächste, was ich in der letzten Zeit besprochen habe. Wirklich schade, was aus dieser vielversprechenden Band geworden ist. Man kann nur hoffen, dass sie sich bald wieder ihrer alten Stärken entsinnen. |
Titel-Liste:
| | - Together alone
- Not the One
- No Way out
- Deep Shadows
- You're dead
- Dark Moor
- The Reaper
- Living Hate
- Gimme Love
- Struggle myself
- Caledonia
- Shadows and Tears
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.arcanum-rock.ch
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