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Review: Baalmoral
 
TALE OF A FORBIDDEN PATH

Album:
 TALE OF A FORBIDDEN PATH, 2009, Eigenvertrieb

Stil:
 Dark Metal, Death Metal

Tendenz:
 Sehr gut gespielter Dark und Death Metal aus Deutschland mit netten melancholischen Einlagen, die ab und zu an diverse andere Bands erinnern. M.U., 15.09.2010

Review:
 Bei Baalmoral dachte ich zuerst an Balmoral Castle im schottischen Tiefland, der langjährigen Sommerresidenz der britischen Queen. Dann erkannte ich das zweite "a" und dachte mir, hat das wohl etwas mit dem Baal, einer westsemitischen Gottheit zu tun. Wohl weder noch... Baalmoral ist auf jeden Fall eine deutsche Band aus Lüneburg, die sich 2004 gründen. Die Band besteht auf fünf Mitgliedern und spielen vorwiegend Dark und Death Metal mit Anleihen aus der Richtung Power und Gothic Metal. Mit TALE OF A FORBIDDEN PATH erscheint 2009 ihr erstes Demoalbum.

Es geht es mit "Make them see". Sehr getragene und depressiv wirkende Celloklänge zu Beginn. Und das geht eine ganze Weile weiter. Nach ein paar Klänge, die an Rebellion erinnern und dann haben wir endlich das Ziel erreicht. Saftiger Dark und Death Metal. Irgendwie fühlt man sich sofort zuhause und gilt besonders für Fans von Eisregen. Die Ähnlichkeiten sind erstaunlich. Der Song hat echt Power und ist fast der perfekte Opener.
Weiter geht es mit "The ashen Plains". Der auch wieder relativ sanft mit akustischen Gitarrenklängen beginnt. Wohl eine Masche der Bande, denn auch hier dauert es nicht lange, bis man endlich härtere Saiten aufzieht. Der Song ist jedoch um einiges langsamer und getragener als der erste Song. Soll aber keineswegs abwertend wirken.
Leicht experimentell angehaucht fängt "Thornsleeper" an. Der Song ist wieder schneller gespielt und der Gesang brüllend tief. Alles im Allem drängt sich da gewisse depressive Haltung auf. Aber bei Dark und Death Metal nichts ungewöhnliches. Also alles im Lot.
Song Nummer vier "Tale of a forbidden Path" ist zugleich der Titelsong, de dem Album seinen Namen verleiht. Und mit über sechs Minuten ein Monsterwerk. Coole Bassklänge zu Beginn, dann groovende Gitarren und ein stampfender Rhythmus, der einen sofort mitreißt und einem auch nicht mehr loslässt. Insgesamt wirkt de Song eher ruhiger und getragener denn als heftig und schnell. Er ist auch nicht ganz so hart wie die vorherigen und mit ein paar tollen Gitarrensoli gespickt.
Und schon kommen wir zum vorletzten Song "Thou shalt not", der total furios loslegt. Eine vollkommen durchgeknallte Gitarre, die meint, alles in den Boden spielen zu müssen, was sich in ihrer näheren Umgebung aufhält beeindruckt wirklich. Und da muss man schon einmal die Spielkunst des Gitarristen würdigen.
Und zu guter Letzt verwöhnen uns Baalmoral noch mit dem Song "Malice in the Eye of the Blind". Der Titel klingt fast ein bisschen nach Blind Guardian sowie auch der Album-Titel, oder? Gut, mag der Titel deren alle Ehre machen, so tut es der Sound nicht. Der macht eher Eisregen alle Ehre. Tiefe Stimme, düstere Stimmung sind die typischen Stilelemente des Songs. Und das ganze garniert mit sehr gefühlvollen Passagen, ganz eben wie es auch Eisregen tut. Dennoch weder eine Cover- noch eine Nachahmer Version. Einfach guter Song.

Fazit: Die Recherche über diese Band im Internet (man braucht ja wenigstens ein paar Daten) brachte so manches Kurioses hervor. Angefangen von der Tatsache, dass die von sieben, die anderen wieder von sechs Songs schreiben bis dahin, dass die Reihenfolge der Songs auf diesem Album verschiedener ist, als die Anzahl der Atome im Universum. Ich habe mich daher an das gehalten, was wir zugeschickt bekommen haben, auch wenn die Schrift auf er Rückseite sehr schlecht zu lesen war (sehr schnörkelig und sehr dünn). Und immer wieder erstaunt uns zurecht das deutsche Metal-Gewerbe. Eine sehr gute deutsche Band mit echten guten Anlagen, die es mit Sicherheit in der Zukunft sehr bringen könnten. Hoffen wir nur, dass sie Bestand haben werden.

Titel-Liste:
 
  1. Make them see
  2. The ashen Plains
  3. Thornsleeper
  4. Tale of a forbidden Path
  5. Thou shalt not
  6. Malice in the Eye of the Blind

Laufzeit:
 29:02 Min.

Band-Infos:
 
  • www.myspace.com/baalmoral 


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