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Review: But We Try It
 
BUT WE TRY IT

Album:
 BUT WE TRY IT, 2009, Eigenvertrieb

Stil:
 Metalcore, Melodic Death Metal

Tendenz:
 Eine völlig unbekannte deutsche Band stellen mit ihrer Demo-EP sechs Songs vor, die es echt in sich haben. Klingen sie doch schon sehr professionell gemacht und würden jeden Vergleich mit etablierten Bands der Szene problemlos standhalten. M.U., 23.07.2009

Review:
 But We try It ist eine fünfköpfige Band aus Wuppertal, die Anfang 2008 gegründet wurde. Musikalisch bewegt man sich zwischen Metalcore und melodischem Death Metal, wobei thrashige Elemente nicht fehlen dürfen. So richtig los geht es mit ihnen im Dezember des gleichen Jahres, als die fünf zusammen mit Dead Flesh Fashion auftreten. Damit machen sie in NRW auf sich aufmerksam und erspielen sich einen respektablen Namen in der Szene. Danach folgen dann mehrere Auftritte mit A Traitor Like Judas, Zero Mentality, Arise, Lavatch und anderen Bands. Im April 2009 veröffentlichen sie nun ihre erste Demo-EP und für den kommenden Herbst stehen die Aufnahmen für ihr Debütalbum auf dem Programm. Diese sollen im renommierten Woodhouse Studios in Hagen stattfinden und zwar unter der Leitung von Siggi Bemm, der schon Bands wie Caliban, Lacuna Coil und Samael tatkräftig unterstützt hat. Für die Vorproduktion konnte man Waldemar Sorychta verpflichten; dieser verhalf Bands wie Tiamat, Voodoocult und Moonspell wie zu international anerkannten Alben. Also damit beste Voraussetzungen für die Band, um sich auf dem hartumkämpften Markt durchzusetzen.

Ohne viel Federlesen geht es mit "This Constellation We Know: Collapse" los. Schon der Anfang klingt überaus professionell. Stilistisch lehnt man sich an Death Metal an; allerdings nicht ganz so "Death", eher melodischer. Aber das entspricht ja auch ihrer eigenen Einschätzung. Der Song klingt richtig gut und macht einen in sich harmonischen und ausgewogenen Eindruck.
Mit "Forsaken Dreams" geht es gleich weiter. Die Gitarrenriffs zu Anfang erinnert einen stark an die guten alten AC/DC. Ansonsten erweckt der Song den Eindruck, als handle es sich um einen Live-Auftritt. Allerdings kippt der Song letztendlich Richtung Hardcore und Death Metal und nimmt damit stilistisch den roten Faden des Openers auf. Auch dieser Song beeindruckt durch seine Professionalität. Zeitweise wird es zwar etwas ruhiger und melancholischer, aber das tut ihm keinen Abbruch zumal die Gitarre zeitweise richtig fetzt.
Mit ziemlich harten Einsatz des Schlagzeugs eröffnet man den nächsten Song "The Thin Line Between Hope and Failure". Der Gesang wirkt hier anfänglich relativ hart und brutal. Dennoch erkennt man auch feinere Züge, wo sich der Gesang melodiöseren Sphären hingibt.
Der nächste Song "Spitting Blood" weckt anfangs Anklänge an Hardcore-Punk. Allerdings bleibt dieser Eindruck nicht lange bestehen und der Stil wendet sich wieder der eigentlichen Stilrichtung zu. Hart, gnadenlos, brutal. Soll eben Hardcore und Death Metal sein. Zur Mitte hin wird er sogar richtig schwerfällig und klingt sehr getragen. Um den Hörer nicht zu vergraulen, kehrt man zurück zum eigentlichen Thema.
"Among The Ruins" beginnt schwerfällig und düster. Ein bisschen Depression macht sich breit. Allerdings wissen die Jungs, wie man den Zuhörer wieder auf den Boden der Tatsache zurückholt. Ein gut gemachter Death Metal Song ist eben durch nichts zu ersetzen. Und genau das machen sie, gemischt mit einigen sehr guten Gitarrenriffs.
"On The Dead Side" ist schon der wieder der letzte Song. Dieser spiegelt sogar eine leicht angetäuscht fröhliche Note wider, wobei man von dem eingeschlagenen Stil nicht allzu weit abweicht. Irgendwie ist es schade, dass hier schon Schluss ist. Noch ein paar Songs mehr wären nicht schlecht.

Fazit: Schade ist nur, das es nach sechs Songs Schluss ist (es ist ja auch nur eine EP), aber dafür darf man auch das erste Debüt-Album hoffen, welches ab dem Herbst in Produktion geht. Wollen wir auf ein baldiges Veröffentlichung hoffen. Wie schreiben sie in ihrem Infoblatt: "Von den fünf Jungs wird man also noch eine ganze Menge hören! Denn sie werden es nicht nur versuchen, sondern auch schaffen!!!". Dem kann nur beipflichten!

Titel-Liste:
 
  1. This Constellation We Know: Collapse
  2. Forsaken Dreams
  3. The Thin Line Between Hope and Failure
  4. Spitting Blood
  5. Among The Ruins
  6. On The Dead Side

Laufzeit:
 21:56 Min.

Band-Infos:
 
  • www.butwetryit.com 


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