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Review: Concept Insomnia
 
SECOND GLANCE

Album:
 SECOND GLANCE, 2007, Eigenvertrieb

Stil:
 Progressive Melodic Metal

Tendenz:
 Das Quintett Concept Insomnia aus Frankfurt und Umgebung präsentiert laut Promozettel eine Mischung aus Melodic und Progressive Metal mit Growls, skandinavischen Einflüssen und klassischen Elementen. Liest sich außergewöhnlich. Klingt es auch so? M.K., 15.10.2007

Review:
 Der erste Song heißt "Chapter One" und ist mit 05:43 Minuten auch gleich der längste auf SECOND GLANCE. Es beginnt schon fast Industrialmäßig mit Sampling und einer Keyboardmelodie. Doch nach zwanzig Sekunden kommt der Song dann ins rollen, Riffs und Drums kommen zur hier etwas nervig platzierten Keyboardmelodie. Sehr melodische Teile folgen nun, bis Lukas Hofmeister mit dem Gesang einsetzt. Hört sich gescheit an und passt gut zur Musik der Band. Der Song ist irgendwo im Mid-Tempo angeordnet und überzeugt durch Abwechslung im Songwriting. Growls von Gitarrist David Gahl dürfen hier nicht fehlen und bieten einen guten Kontrast zum eher old-school angehauchten Klargesang. Nach rund dreieinhalb Minuten darf das Keyboard die vom Anfang bekannte Melodie noch mal anspielen. Kurz darauf geht es jedoch mit einem schnelleren Part weiter. Drummer Sascha Ruh drückt hier ordentlich aufs Gaspedal, wird jedoch von einem ordentlich gespielten Gitarrensolo ausgebremst. Hiernach folgt noch einmal der Chorus und rund zwanzig Sekunden später geht das Lied dem Ende zu.
Mit "24 h" geht es weiter. Eine Bassline von Phillipp Stroh eröffnet den Song. Diese wird von den Gitarristen gleich weiter adpotiert und mit passenden Drums und Keyboards ausgemalt. Kurz darauf wird das Tempo angezogen und durch eine gute Keyboardmelodie ergänzt. In den Strophen geht es jedoch wieder etwas langsamer zu. Die Vocals sind fast flüsternd und gehen im Riffgewitter halb unter. Hätte man eventuell besser lösen können. Im Chorus passt dann jedoch wieder alles. Hiernach folgt die zweite Strophe sowie ein weiterer Refrain. Das Songwriting ist also äußerst sinnvoll und wird durch ein anschließendes Gitarrensolo weitergeführt. Nach diesem wird durch Drummer Sascha das Tempo angezogen, auch die Gitarristen geben etwas mehr Gas. Die leisen Keyboardtöne zwischendurch passen sehr gut hierzu. Nach vier Minuten wird das Ganze durch einen ruhigen Klavierpart abgelöst. Dieser bringt den Song auch zu seinem Ende, man hört nur noch einige Schritte.
Der mit 04:03 Minuten kürzeste Song folgt nun mit "Rotten Crown". Im Mid-Tempo geht es hier zur Sache. Abgehackte Riffs teilen sich die Strophe mit den guten Vocals von Lukas Hofmeister. Im Refrain überzeugt dessen Gesangslinie und passt gut zur Instrumentalisierung. Mit der zweiten Strophe und Chorus geht es nun noch einmal weiter. Nach rund zweieinhalb Minuten folgt ein kurzer, progressiver Part, dem sich eine doppelläufige Gitarrenmelodie anschließt. Dem folgt ein fetziges Gitarrensolo. Im nachfolgenden Chorus wird noch einmal kurz Solo gefrickelt, dann ist der Song schon vorbei und kann überzeugen.
Mit genau fünf Minuten folgt nun das letzte Stück namens "Last Breath on Earth". Mit den Synthesizing und den gerufenen Vocals denkt man im ersten Moment an Enter Shikari, doch ein progressiver Riff sowie eine Double Bass lenken den Song dann doch Richtung Concept Insomnia. Nach einer funky Bassline folgt die Strophe, in der sich gegrowlte und klare Vocals von David Gahl und Lukas Hofmeister abwechseln. Grade die Growls klingen in diesem Song schön fies, während Hofmeisters Gesang auch der ein oder andren Power- oder True Metal-Band gut stehen würde."Last Breath on Earth" ist von den vier Stücken meiner Meinung nach der progressivste Song. Nach gut dreieinhalb Minuten geht das Stück mit akustischen Gitarren und ruhigem Drumming in eine völlig andere Richtung. Dies hält jedoch nur eine gute halbe Minute, danach wird per Double Bass geknüppelt und das Tempo ordentlich angezogen. Sehr abwechslungsreich also. Mit diesem rasanten Teil endet der Song und auch die EP dann.

Fazit: Die fünf Jungs von Concept Insomnia bieten in den vier Stücken auf SECOND GLANCE viel Abwechslung. Gesanglich ist ein old-school-Einfluss nicht von der Hand zu weisen. Passt jedoch sehr gut zum spielerisch makellosen melodisch-progressiven Metalgebräu der Truppe. Die Produktion braucht sich ebenfalls nicht verstecken. Daumen hoch für SECOND GLANCE! Und für nur drei Euro kann man hier sicherlich keinen Fehler machen.

Titel-Liste:
 
  1. Chapter One
  2. 24 h
  3. Rotten Crown
  4. Last Breath on Earth

Laufzeit:
 19:23 Min.

Band-Infos:
 
  • www.concept-insomnia.de 
  •  
     
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