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Review: Cortez
 
THUNDER IN A FORGOTTEN TOWN

Album:
 THUNDER IN A FORGOTTEN TOWN, 2008, Buzzville

Stil:
 Stoner Rock, Rock'n'Roll

Tendenz:
 Es walzt, es groovt, es scheppert und das alles wie mit zähflüssigem Honig über-
gossen. Genau so muss zuckersüßer Stoner klingen. Aber es erwartet uns noch mehr.
 J.G., 24.02.2008

Review:
 Cortez, ein großer Name, der verpflichtet. Auch wenn man mit Hernando Cortez, dem 1485 geborenen spanischen Konquistador viel Blutvergießen verbinden mag, als er von 1519-21 das Aztekenreich unterwarf, so war er trotzdem ein sehr erfolgreicher Eroberer. Honduras, Mexiko, Kalifornien und Algier folgten.
Und so machen sich nun auch Curtis und seine Mitstreiter auf, die Welt mit ihrem Stoner und Rock'n'Roll zu erobern. Es fanden sich dazu die besten Musiker in Boston aus den Resten ehemaliger Stoner Rock und Punk Bands zusammen, um zukünftig unter gemeinsamer Flagge über die Weltmeere zu segeln. Schauen wir uns doch mal genauer an, was sie dafür geladen haben.

Schon mit ihrem ersten Song "The high Life" stellen die Jungs aus Boston klar, wir sind auf dem Stoner Trip und das mit Haut und Haaren. Bei dem schwer walzenden Song sind es besonders die für Stoner aggressiv und extrem verzerrt abgestimmten Gitarren, die neben dem Frontmann Curtis für besonders markante Riffs sorgen.
Dominante Drums starten die nächste, etwas flottere Walze "What have you done". Diesmal bleibt die Gitarrenfront etwas mehr im Hintergrund und überlässt Curtis und der Background-Crew die Bühne. Etwas deutlicher als beim Opener kommt hier ein leicher Doom-Anstrich an die Oberfläche, die dem Stoner Rock eine leicht schwermütige Note verleiht.
Bei "The Ocean" bleibt alles beim alten. Die Gitarren knallen ihre knarrenden Riffs aus den Boxen und Curtis gibt ihnen mit gezogenen Gesangslinien gehörig Kontra. Lediglich die Grooveschraube wurde etwas aufgedreht.
Mit klassischen Killer-Riffs wird für "Lost Control" ein richtig flottes Rock'n'Roll Feuerwerk abgebrannt. Hier ist nichts mehr vom zähen Stoner zu spüren. Einzig die verzerrten Gitarren halten den roten faden aufrecht. Mit treibenden Rhythmen und einem tierisch coolen Groove werden hier sogar Headbanger auf ihre Kosten kommen.
Auch für "Stone the Bastard" setzt man voll auf Geschwindigkeit und treibendes Riffing. Es wird mächtig in den Arsch getreten, dass es nur zwei Alternativen gibt, Volldampf voraus oder riskieren heftige Gesäßschmerzen zu erleiden.
Mit über neun Minuten stellt "Floodwater rising" den krönenden Abschluss dar. Was zunächst als rustikaler Stoner startet steigert sich von Strophe zu Strophe, bis nach einigen Minuten ein waschechter Rock'n'Roller aus den Boxen rollt. Eingängige Riffs, mitreißende Refrains, jede Menge Breaks und die nötige Spiellaune, sind das Markenzeichen und laden ein, gleich wieder die Play-Taste zu drücken.

Fazit: Auch wenn sich vielleicht einige Themen ähneln mögen, so macht es einfach Spaß, bei dieser Mischung aus Stoner und Rock'n'Roll Party zu feiern. Der einzige Wermutstropfen ist, dass es sich nur um eine EP handelt und nach etwas mehr als einer halben Stunde die Sache ihr frühes Ende findet. Warten wir gespannt auf das Album, welches hoffentlich bald kommen mag.

Titel-Liste:
 
  1. The high Life
  2. What have you done
  3. The Ocean
  4. Lost Control
  5. Stone the Bastard
  6. Floodwater rising

Laufzeit:
 34:08 Min.


 
 
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