Wer verzweifelt den guten alten Hardcore sucht, wird hier voll bedient und vermutlich ein Langeisen für genügend Nachschub herbei sehnen.
D.R., 04.02.2010
Review:
Eigentlich hat sich diese Formation erst vor etwa drei Jahren gefunden. Aber wie das immer so ist mit dem eigentlich, gibt es da einen Haken. Bereits vor über zehn Jahren haben Gitarrist Kai und Drummer Simon miteinander gejammt. Irgendwie hat man sich dann aus den Augen verloren und erst nach dieser langen Zeit sollte es klappen.
Die Chemie zwischen den beiden Hauptverantwortliche scheint noch immer zu stimmen. Denn die Jungs legen richtig los. Keine Pause. Für niemanden. Das scheint das Motto zu sein. Doch eines merkt man sofort, wenn man sich die EP anhört. Die Jungs haben extrem viel Spaß bei dem was sie machen. Und dieser Spaß überträgt sich auf einen selbst. Die Jungs laufen auch keinen Trends hinterher. Damage Treshold lassen sich auch von niemanden reinreden. Sie machen die Musik die sie machen wollen. Vielmehr ist das was sie auf ihrem Debüt abliefern Hardcore der alten Schule. Angerichtet wird das Ganze mit Druck und reichlich Tempo. Es knallt ordentlich, manchmal auch mit etwas Groove. Doch es wird niemals langweilig.
Schade kann man sagen, dass die Jungs nicht zeitiger eine CD herausgebracht haben. Doch das hat auch sein Gutes. Alle Bandmitglieder haben ihre Erfahrungen gesammelt und ihre Spielweise perfektioniert. Damage Treshold geht es nicht mehr darum irgendeinen großen Wurf zu landen. Vielmehr haben sich vier Herren gefunden die einfach Spaß am musizieren haben.
Fazit: Hardcore der 90er Jahre. Das machen nicht mehr viele. Eine von den wenigen Gruppen sind eben Damage Treshold. Sie stehen zu der Musik die sie machen und wirken deshalb nur um so sympathischer bzw. auch glaubwürdiger. Alle haben ihren Traum bereits gelebt. Nunmehr geht es nur noch um die Musik.
Anspieltipps:
"Save the best for last" hat eine wirklich gelungene Melodie. Wobei auch alle anderen Songs der EP fantastisch klingen.
Tipp:
Geeignet ist diese Platte für Hardcore-Liebhaber. Besonders empfehlenswert zudem für Fans des guten alten Hardcore aus den 90er Jahren.