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Review: Danger |
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Album:
| | FIRST TOUCH, 2008, Eigenvertrieb |
Stil:
Tendenz:
| | Nach einem fulminanten Auftakt lassen die schwedischen Pitbulls bis zum letzten Song nicht mehr ab vom schmackhaften Sleaze Rock-Knochen. Zum Glück kann die Musik mühelos mit dem Appetizer-Coverbild mithalten. | | J.G., 02.08.2008 |
Review:
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Nein, ich habe mich nicht verschrieben. Gemeint sind hier nicht die US-Amerikaner Danger Danger um Steve West, Paul Laine und Bruno Ravel, sondern das schwedische Quartett mit einem "Danger" weniger im Namen, aber nicht weniger "gefährlicher" Rockmusik.
Schon seit 2003 im Geschäft, kann die Band bereits zwei Alben für sich verbuchen. Da sich jedoch ihr Bandgründer und Frontmann Rob Paris 2006 zur Band The Kid abgesetzt hatte, wurde mit dem gefundenen Ersatz Jesse Kid auch die stilistische Ausrichtung komplett umgekrempelt. Nach dem anfänglichen musikalischen Heavy Metal, wird spätestens beim Gruppenfoto klar, welcher Stil jetzt angesagt ist. In bester Glam/Sleaze Rock-Manier posen alle Vier in Schwarz und Weiß, mit viel Haarspray am Kopf, Schminke im Gesicht und Totenköpfen auf der Kleidung.
Jetzt bleibt nur zu testen, ob dem Posen auch spielerische Taten folgen, denn neben drei älteren Songs von bereits erschienenen Demos haben es auch drei brandneue Titel auf die EP geschafft.
Schon beim Opener und Titelsong "First Touch" möchte ich eigentlich sagen: "Hier geht voll der Punk ab", aber angesichts des gebotenen temporeichen Sleaze Rocks, wäre es stilistisch natürlich falsch. Vollgas bei den Gitarren, treibender Prügeltakt der Rhythmusfraktion und ein leidenschaftlicher Frontmann machen gehörig Eindruck und sorgen von der ersten Sekunde an für Party-Stimmung mit allem, was dazu gehört, seine ein un fette Chöre, Gitarren-Soli oder interessante Breaks.
Gleiches Tempo und diesmal ein dominanter Slap-Bass starten "Miss Money". Mit etwas mehr zuckersüßem Schmalz als bei Vorgänger, schrammt man hier gerade noch am Kitsch vorbei. Entscheidend ist jedoch das "gerade noch".
Etwas weniger Tempo aber dafür eine gehörige Portion Ohrwurm-Dressing verleiht dem Song "Hey you" die wohldosierte Sleaze Rock-Würze. Es darf also bei gleichhohem "Gute-Laune-Faktor" weiter abgefeiert werden.
Was passt besser zum Titel "California Red", als der musikalisch gelungene Spagat von Beach Boys goes Sleaze Rock. Schade nur, dass Surfbretter so gar nicht zum Glam-Outfit passen wollen. Das tut der Party-Stimmung aber keinen Abbruch.
Und weiter geht's mit dem Song "Shove it", der ebenfalls auf Vollgas setzt und mit einigen wirklich gelungenen Gitarren-Soli glänzt.
Der krönende Abschluss "On the Run" ist als Bonus-Track angegeben, etwas hardrocklastiger als seine Vorgänger, fügt sich aber ansonsten nahtlos ein, in die Reihe der überzeugenden Tracklist. Genau so soll Sleaze Rock sein. Genau so macht Partyfeiern Spaß. Jetzt heißt es nur noch Geduld haben bis zum Longplayer.
Fazit: In jedem Fall erfüllen die Schweden Danger alle geforderten Klischees, halten das Banner des flotten Sleaze Rocks beeindruckend hoch und bieten damit auch eine Perspektive für die Zukunft. Wer weiß schon, wie lange und ob es überhaupt noch einmal zu einem Mötley Crüe-Album kommen wird, bevor die Herren nur noch am Krückstock gehen können. Da ist es beruhigend zu wissen, dass man durchaus auf Alternative zurück greifen kann.
Hoffentlich gibt es bald ein richtiges Album mit weiteren klasse Songs, denn die gebotenen 19 Minuten sind leider viel zu schnell vorbei. |
Titel-Liste:
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- First Touch
- Miss Money
- Hey you
- California Red
- Shove it
- - - Bonus-Track - - -
- On the Run
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.danger.se
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