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Review: Deathtiny |
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Album:
| | DESCENDING, 2009, Eigenvertrieb |
Stil:
Tendenz:
| | Deathtiny liefern mit DESCENDING einen 5-Tracker ab, der bereits das Potential der Band zeigt. Man darf gespannt sein, ob die Badener dieses Level auch über die Distanz eines weiteren Longplayers übertragen können. | | S.M., 07.06.2009 |
Review:
| | Deathtiny wurden Ende 2001 gegründet. Seit der Entstehung gab es immer wieder Wechsel im Line-Up und auch aktuell sucht die Band noch einen zweiten Gitarristen und einen Bassisten.
An veröffentlichungen gibt es bislang die 5-Track-Demo FROZEN WORLD von 2003, sowie den selbstproduzierten Longplayer ...IN THE DUSK aus dem Jahre 2005. Doch trotz aller Widrigkeiten bezüglich der Besetzung, legt die derzeit auf ein Quartett geschrumpfte Formation aktuell die neue EP DESCENDING zum Review vor.
Der Opener und Titeltrack "Descending" kommt mir anfangs noch etwas wirr vor, er entwickelt im weiteren Verlauf aber eine klarere Linie. Die Keyboarduntermalung ist gewöhnungsbedürftig, die Hookline wird aber von Gitarre geführt, die auch gut Dynamik entwickelt. Die Rhythmusbasis unterstützt die druckvolle Marschroute, während Sängerin Seraina Kyria schon beim ersten Stück die Variablität ihres Organes zeigen kann. Der Höhepunkt des Tracks ist gut erarbeitet.
"My Paradisguise" (nettes Wortspiel!) ist verhaltener und ist mehr auf den Aufbau von Atmosphäre ausgerichtet. Das gelingt der Band mit einem Hauch folkiger Anleihen auch ganz gut. Die Melodie macht sich schnell in den Gehörgängen breit, aber die gesanglichen Höhenflüge von Seraina empfinde ich hier bisweilen als etwas anstrengend.
Mit Growls und druckvollem Gitarrenspiel wird bei "No End (Pain - Part II)" ordentlich Power entwickelt. Im weiteren Verlauf ergänzen wieder folkloristische Klänge die Komposition, was durchaus Akzente setzt. Dieser Song gefällt mir durch die vermittelte Dynamik, die energetische Stimmung und die melodische Abwechslung sehr gut.
Danach kommt bei "Road to nowhere" sozusagen die Ruhephase der Scheibe. Der Beginn ist besinnlich mit akustischen Klängen, die ein wenig von typischem Singer/Songwriter-Liedgut beeinflusst sind. Seraina liefert bei diesem Stück die beste Gesangsleistung ab, obwohl sie fast ausschließlich in ihrer normalen Stimmlage bleibt. Aber sie drückt dem Song einen unheimlich emotionalen Stempel auf. Der Track nimmt später dann auch etwas mehr Fahrt auf, die gefühlvolle Seite bleibt aber erhalten und die ausgezeichnete Melodie regiert die Nummer.
Das abschließende "D.R.U." fasst nochmal die etwas konfus wirkende Anfangsstimmung des Openers auf. Man hat erst wieder den Eindruck, die einzelnen Instrumente sind hier nicht optimal aufeinander abgestimmt. Doch auch hier egalisiert sich das mit zunehmender Spieldauer wieder, und der Song entwickelt sich zu einem kraftvollen Gothic-Rocker mit wechselnden Intensitäten.
Fazit: DESCENDING spielt sich zwar noch nicht durchweg auf High Level ab, aber Deathtiny beweisen gerade mit "No End (Pain - Part II)" oder "Road To Nowhere" welches Potential in ihrem Songwriting schlummert. Wenn die Band es schafft, dieses Potential noch weiter auszubauen und auf weitere Kompositionen zu übertragen, bin ich sicher, dass man von ihnen noch einiges hören wird.
Die Leistung der Musiker ist in Ordnung, lediglich manchen Keyboard-Part finde ich gewöhnungsbedürftig. Sängerin Seraina Kyria überrascht mit unheimlich variablem Gesang, nur an dauerhaften Ausflügen in die Höhen muss sie noch arbeiten.
Insgesamt ist DESCENDING, das für 7.- Euro über die Bandhomepage geordert werden kann, ein solides Werk, das Genreanhänger durchaus mal antesten sollten. |
Titel-Liste:
| | - Descending
- My Paradisguise
- No End (Pain - Part II)
- Road To Nowhere
- D.R.U.
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.deathtiny.com
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