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Review: Jan Dorn |
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Album:
| | NEUZEITMÄRCHEN, 2008, Eigenvertrieb |
Stil:
Tendenz:
| | Jan Dorn haben nach dem letztjährigen Demo ...UNTER DEN NADELBÄUMEN nachgelegt und die sechs Songs umfassende CD NEUZEITMÄRCHEN aufgenommen. Auch gibt es ein neues, viertes Bandmitglied zu vermelden: Die 17jährige Keyboarderin Debo unterstützt nun Sänger/Drummer Lubitzki, Gitarrist Friedemann und Viersaiter Gärtner. | | M.K., 24.02.2008 |
Review:
| | "Goldfisch" fungiert als Opener und kann direkt durch einen kraftvollen Riff und Keyboardteppiche überzeugen. Was sofort auffällt ist die um ein vielfaches bessere Produktion im Vergleich zum Vorgänger. Eingängig und mit vielen Tempowechseln geht es hier los, bis Lubitzki's Stimme einsetzt. Wieder an Oomph!'s Dero erinnernd trägt Lubitzki hier intelligente Lyrics vor, die sehr gut zur Musik passen, welche etwas in den Hintergrund gerät. Im Refrain wird dann wieder geballert, auch die Double Bass kommt zum Einsatz. Klingt richtig gut, was hier aus den Boxen ballert. Perfekter Opener.
Mit einem White Zombie-Riff beginnt das nachfolgende und komplett auf englisch vorgetragene "Falling Aeroplane". Nicht ganz so hart wie der Opener, dafür elektronischer geht es hier zur Sache. Den Refrain kann man schon beim ersten Mal hören mitsingen, geht gut ins Ohr. "Falling Aeroplane" ist im Mid-Tempo gehalten, bietet jedoch auch eine langsam groovende Bridge. Gefällt mir ebenfalls gut und hat teils progressive Züge.
Ruhig mit Vogelgezwitscher und einer ruhigen Gitarrenmelodie beginnt "Soldat", unterstützt durch Keyboards. Der Refrain tritt den Song dann los, der ca. im selben Tempo bleibt wie zuvor gehörten Stücke, allerdings leicht balladesker herüber kommt. Besungen wird hier die Musik. Sehr interessant ist die industriallastige Bridge, da wird man schon an Gruppen wie Rammstein oder Oomph! erinnert, die sicherlich Vorbilder von Jan Dorn darstellen. Zwischen ruhigen, keyboardgetragenen Parts und harten Riffs geht es hier hin und her, bevor der Song abrupt endet.
Nur mit Keyboard/Klavier und gutem Gesang starten Jan Dorn in "7 Teller Pech", unterbrochen von Riffs, dann setzt das Drumming ein. Der Anfang gefällt mir hier ziemlich gut. Danach geht es rockig weiter, der Riff von Friedemann kann einiges und groovt richtig ordentlich. Lyrisch erinnert man hier an Till Lindemann, es wird eine Geschichte erzählt und im Refrain geht es dann plakativ zu, gepaart mit Schreien. Mit 04:20 Minuten das längste Stück auf NEUZEITMÄRCHEN und definitiv überzeugend.
Zu Beginn von "Pawlowscher Hund" hört man einen...Hund. Wer jetzt hier aber an eine Bulldogge oder ähnliche Kaliber denkt, der irrt: Das bellen klingt eher nach Yorkshire Terrier. Dafür geht es im Up-Tempo weiter, man wippt mit dem Fuß mit und lyrisch scheint es um Prostitution oder ähnliches zu gehen. Der Song geht gut ins Ohr und ist bisher der schnellste. Die Stimme von Lubitzki erinnert in den Strophen etwas an Die Ärzte-Drummer Bela B.. Die Bridge wird etwas härter gestaltet und mit harten Riffs ausgestattet. In den Strophen klingt der Bass vom Gärtner ziemlich gut und pumpend, hat seinen Anteil am Groove.
Zum letzten Song kommen wir nun und der nennt sich "...ins MAUL". Beginnt mit Keyboards wird dann von einem Rammstein/Knorkator-Riff fortgeführt. Verzerrte, wütend klingende Vocals dominieren die Lyrics, in der es wieder recht bildlich gesprochen zugeht. Unterstützt wird das Ganze durch Keyboardteppiche von Debo. Es geht lyrisch um Politiker und die Wut scheint hier nicht gekünstelt zu sein, Schreie tun ihr übriges. Mit diesem wütenden Stück endet dann NEUZEITMÄRCHEN.
Fazit: Ich habe beim letzten Review von Jan Dorn die Produktion als den großen Schwachpunkt angeprangert: Zu kraftlos, zu verloren. All dies hat sich geändert, auf NEUZEITMÄRCHEN knallt es ohne Ende, ohne überproduziert zu klingen. Die Riffs von Friedemann kommen endlich mit Wucht aus den Boxen, auch die Keyboards klingen so, wie Keyboards zu klingen haben. Ordentliche Produktion also von Karl Drachenfels.
Lyrisch gibt es auf NEUZEITMÄRCHEN die gewohnt ehrliche, mit Metaphern ausgeschmückte Kost. Doch auch hier gefällt mir das neue Werk besser als ...UNTER DEN NADELBÄUMEN. Jan Dorn haben sich definitiv weiter entwickelt, Neuzugang Debo an den Keyboards macht ebenfalls einen guten Job und trägt zum Gesamtpaket Jan Dorn gut bei. Auch optisch macht die Dame einen guten Eindruck.
Also weiterhin Kaufempfehlung für Fans des NDH-Genres. NEUZEITMÄRCHEN lohnt sich wirklich, Jan Dorn haben hiermit einen starken Eindruck bei mir hinterlassen können! |
Titel-Liste:
| | - Goldfisch
- Falling Aeroplane
- Soldat
- 7 Teller Pech
- Pawlowscher Hund
- ...ins MAUL
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.myspace.com/jandorn
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