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Review: Gallowbraid |
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Album:
| | ASHEN EIDOLON, 2010, Northern Silence |
Stil:
Tendenz:
| | Stellenweise gar nicht schlecht, was die Band da abliefert. Das Niveau von Bands wie Agalloch oder Ulver kann zwar nur selten erreicht werden, doch wenn Gallowbraid die positiven Ansätze weiter ausbauen, könnte das geplante Debüt-Album durchaus hochqualitativ werden. | | V.R., 15.08.2010 |
Review:
| | Ulver und In The Woods waren die ersten, die auf die Idee kamen, Black Metal, Ambient und neoklassische Folklore zu einem ungewöhnlichen, aber auch extrem interessanten Stilcocktail zu vermischen. Bands wie Empyrium oder Agalloch perfektionierten diesen Ansatz und veröffentlichten in dieser Richtung erstklassige Werke voll Anmut, Melancholie und Naturverbundenheit. Empyrium gibt es leider schon seit Jahren nicht mehr und auch Agalloch haben lange nichts mehr von sich hören lassen. Die entstandene Lücke wollen nun neue Bands ausfüllen. Eine davon heißt Gallowbraid und wurde 2006 in Utah gegründet. Im September 2010 erscheint ihre erste EP ASHEN EIDOLON, die auf frühen Demoaufnahmen basiert und im Frühjahr 2009 eingespielt wurde.
Los geht es mit dem über vierzehn Minuten langen Titelstück "Ashen Eidolon". Innerhalb dieser Zeitspanne hat die Band ordentlich Abwechslung untergebracht. Von härteren Passagen, die den Black Metal-Bereich ankratzen bis hin zu ruhigen Folkloreeinschüben ist alles dabei. Auch gesanglich wird für Abwechslung gesorgt. Neben Black Metal-artigem Gekrächze gibt es im ruhigen Schlussteil des Songs nämlich auch sehr angenehmen Frauengesang zu hören. Doch trotz all dieser Abwechslung hätte man den Song sicher auch unterhalb der Zehn-Minuten-Grenze halten können, da sich ab einem gewissen Punkt vieles wiederholt.
Wesentlich kürzer, nämlich nur gut vier Minuten lang, ist der zweite Titel namens "Autumn I". Der Song ist extrem ruhig und folkloristisch ausgefallen, dementsprechend sind Vergleiche mit den späten Werken von Empyrium und Agalloch durchaus angebracht. Der melancholische, an Markus Stock von Empyrium erinnernde, Klargesang wird ausschließlich von Akustikgitarrenklängen und Flöten begleitet. Auf diese Weise ist eine wunderbare Neofolkperle entstanden, die stellenweise sogar das Niveau der großen Vorbilder erreicht.
Auch "Oak and Aspen" beginnt sehr getragen mit Akustikklampfen und Pianoklängen, wird im weiteren Verlauf aber doch noch etwas härter. Nach zwei Minuten setzt der schon aus dem ersten Lied bekannte Krächzgesang ein, der hier sehr gut mit den traurigen Gitarrenmelodien harmoniert. Stellenweise klingt der Song ein bisschen wie Empyrium zu SONGS OF MOORS AND MISTY FIELDS-Zeiten, kann darüber hinaus aber auch eigene Akzente setzen. Mit über elf Minuten ist der Titel leider etwas zu lang geraten.
Mit einem weiteren reinen Folklorestück namens "Autumn II" endet die EP. Schade, dass dieser Titel nach nur 1:18 schon wieder vorbei ist, denn der Song macht Lust auf mehr.
Fazit: ASHEN EIDOLON ist für Gallowbraid ein gelungener Einstieg in die Folk Metal-Szene und lässt Größeres erhoffen. Insbesondere die beiden reinen Folktitel, die sehr an Empyrium erinnern, sind überaus gelungen und sehr stimmungsvoll arrangiert. Gerade in den ruhigen Momenten gelingt es der Band auf wunderbare Weise, Atmosphäre zu erzeugen. Die beiden langen Titel fallen dagegen etwas ab, da sie auf Dauer einfach an Spannung verlieren. Hätte man sich dabei kürzer gefasst, wäre auch bei diesen Liedern mehr drin gewesen, denn einige Ansätze sind von durchaus hoher Qualität. Auf jedem Fall haben Gallowbraid das Potential, mit ihrem Debüt-Album einen Volltreffer zu landen, wenn es ihnen gelingt, die Akzente richtig zu setzen. |
Titel-Liste:
| | - Ashen Eidolon
- Autumn I
- Oak and Aspen
- Autumn II
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.myspace.com/gallowbraid
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