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Review: Griffen
 
LINKED IN ETERNITY

Album:
 LINKED IN ETERNITY, 2008, Eigenvertrieb

Stil:
 Heavy Metal

Tendenz:
 Mit der zweiten Demo liefern die schwedischen Newcomer ein bodenständiges, aber großteils nur durchschnittliches Werk mit noch leichten kompositiorischen Schwachpunkten ab. S.M. 11.12.2008

Review:
 Von der schwedischen Band Griffen flattert uns die Demo "Linked in Eternety" ins Haus. Nach dem selbstbetitelten Viertracker von 2007, ist es das zweite Werk des Quintetts.
Mit Infos gehen die Nordmänner nicht gerade hausieren. Laut der Encyclopaedia Metallum wurde die Truppe 2006 gegründet. Das Promo-Sheet stellt nur kurz die Musiker vor und in welchen Engagements sie früher steckten. Gitarrist Tomi Peltonen und Drummer Kristian Huotari gehören außerdem zu der aktuellen Besetzung von Torch, die in den 80ern einige Erfolge vorweisen konnten. Ansonsten bestehen Griffen aus Jörgen Söderberg (Gesang), Stefan Törnblom (Gitarre) und Harri Tuovila (Bass).

Stilistisch ist der Sound von Griffen im klassischen Metal verwurzelt. Als Vergleich fällt mir das letzte Werk von Cannon ein, das ich erst kürzlich besprochen haben. Denn wie auch bei Cannon, gibt es hier die instrumentale Dynamik des Heavy Metal und gleichzeitig catchy Refrains, wie man sie mehr aus dem Old-School-Hard-Rock kennt. Ein Musterbeispiel ist Track 3 "Falling inside", der in dieser Hinsicht ein Markenzeichen setzt und auch den besten Song der Demo darstellt.
Es gibt zwar auch sonst keinen Ausfall, aber die restlichen Stücke plätschern so ein wenig akzentlos vor sich hin. Bei "Life is on the Way" wird die Möglichkeit verpasst, eine richtige Ohrwurmnummer zu komponieren, da das Stück in Sachen Melodie und auch Höhepunkt nicht ausgereizt wird.
Am Auffälligsten ist noch der Gesang von Jörgen Söderberg, der ein leicht rauhes Timbre in mittlerer Lage hat, aber bei Bedarf auch die höheren Lagen gut bedient. Aber gerade bei "Life is on the Way" werden die Töne nicht lange genug gehalten, um den Refrain zu vervollkommnen. Auch der Bass hat teilweise deutlichere Auftritte, als in etlichen anderen Bands, was auf jeden Fall den Groove unterstützt.

Fazit: Griffen haben sicherlich Potential, doch nach dem recht kurzen Höreindruck der Demo ist es schwierig, sich schon ein abschließendes Urteil über die Qualität zu bilden. Die Instrumentalleistung ist okay, der Gesang hat zwar bereits Charakter, ist aber sicherlich auch noch verbesserungbedürftig. Die Produktion könnte klarer und auch druckvoller sein.
Das Songwriting ist noch unausgegoren. Höhepunkte müssen sorgfältiger ausgearbeitet und Melodien und Hooklines besser ausgereizt werden. In der Hinsicht können Griffen gerade bei etlichen anderen Bands aus Skandinavien noch nicht mithalten. Auch ein wenig Abwechslung könnte nicht schaden, da sich manche Stücke doch ähneln. Ich denke, bei Griffen muss abgewartet werden, ob sie sich kompositorisch steigern können. Falls das gelingt, dürften auch Labels auf die Newcomer aufmerksam werden.

Titel-Liste:
 
  1. Linked in Eternity
  2. Secret Fire
  3. Falling inside
  4. The Hydra
  5. Life is on the Way

Laufzeit:
 25:46 Min.

Band-Infos:
 
  • www.griffen.se 


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