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Review: Hauk |
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Album:
| | TO HEAR THE TRUMPETS CALL, 2008, Baldur Rising Music |
Stil:
Tendenz:
| | Die Amerikaner Hauk präsentieren (nach einer EP und zwei Alben in der Vergangenheit) mit dieser vier Song EP einen interessanten Stilmix mit hoher Eigenständigkeit. Die Scheibe leidet unter einer sehr schwachen Produktion und der monotonen Stimme des Sängers. Hier wird viel Potenzial verschenkt was besonders schade ist denn musikalisch und vor allem bei der Atmosphäre wissen die Songs nämlich durchaus zu überzeugen. | | U.B., 18.01.2009 |
Review:
| | Das Stück "To hear the Trumpets Call" startet mit Tribal- Drumming und düsteren Gitarren, die leider wegen der schwachen Produktion so blass rüber kommen, dass man die Kraft die dahinter steckt nur erahnen kann. Die Vocals von Bandkopf Hauk, nach dem die Band benannt ist, sind etwas monoton. Ein Sangesgott ist er wahrlich nicht. Die Stimme verharrt in mittleren Tonlagen und setzt wenig Akzente. Zwar passt der Gesang ganz gut zur bedrohlichen Stimmung, wirkt aber auf Dauer zu eintönig. Zum Ende dringen die Gitarren etwas besser durch. Auch ein instrumentaler Abschnitt in der Mitte sorgt zumindest für etwas Abwechslung. Die Lyrics drehen sich um die Finale Schlacht Ragnarök zu der die Trompeten rufen. Odin wird vom Fenris Wolf getötet und von seinem Sohn Vidar gerächt. Fans von Manowar bekommen bei so viel Verehrung für die nordische Mythologie glänzende Augen.
"Love Song Nr.4" soll laut Aussage Hauks eine Power Ballade sein. Leider ist auch hier der Klang so dumpf und verschleiert, dass die Power ziemlich auf der Strecke bleibt. Mit Keyboard- Piano in Moll zu Beginn wird der Song nach und nach aufgebaut. Die übrigen Instrumente gesellen sich Schritt für Schritt dazu. Keyboards und Gitarren verbreiten eine dichte Atmosphäre nur eben fehlt der Druck. Das liegt eindeutig nicht an den Musikern, wie gesagt, die Produktion… Beim Text bleibt man dem nordischen Mythos treu. Der Krieger Ragnar Lothbrok will, um seine Liebe für seine Angebetete zu beweisen, Rom erobern.
Sphärische fast schon psychedelische Keyboards gibt es auf "Lamentation". Dazu stampfende Gitarren mit immer wieder aufblitzender Lead Gitarre. Hier sind die Sechssaiter endlich mehr im Vordergrund, leiden aber nach wie vor am fehlenden Druck. Der Track ist im Mittempo Bereich angesiedelt. Nach einem langen Break, man glaubt das Ende wäre erreicht, wird noch eine Strophe angehängt. Ursprünglich war die Nummer ein akustisches Stück von Hauks erstem Album. Odin beklagt den Tod seines geliebten Sohnes Baldur.
"Raven Wings" ist ein Remix eines Songs vom letzten Albums NO MERCY FOR THE SLAIN. Das Stück ist sehr eingängig. Die Vocals erhalten Unterstützung durch eine weibliche Stimme. Die Instrumente klingen härter mehr nach Metal als bei den Nummern zuvor.
Fazit: Eigenständig und mit einem guten Gespür für Stimmungen stoßen Hauk stilistisch in eine Lücke entfernt vom massenkompatiblen Geschmack. Hauk bezeichnen ihren Stil als Heathen Metal, was immer das auch sein soll, mit der bekannten Bay Area Thrash Band Heathen hat man aber absolut nichts gemein. Die Stilrichtung ist vielmehr schwer zu beschreiben. Von den Lyrics eindeutig True Metal, musikalisch Epic mit Anleihen beim Folk Metal. Gerade bei Epic ist aber eine druckvolle klare Produktion sehr wichtig und hier mangelt es doch ganz stark. Zu dumpf und schwachbrüstig klingt es aus den Boxen. Hier handelt es sich ja nicht um Newcomer, man hat schon zwei Alben im Rücken, muss da der Sound so dünn sein? Dazu kommt, dass die Vocals sehr weit im Vordergrund stehen und die Instrumente (bewusst?) weit nach hinten gemischt wurden. Eigentlich verwunderlich da die Stimme des Sängers wirklich keine Offenbarung ist und die Musiker ihre Instrumente im Gegenzug sehr gut beherrschen. Mit anderem Sänger und vernünftiger Produktion hätte die EP richtig gut werden können. Hauk selbst sollte sich damit zufrieden geben Gitarre und Bass zu spielen und die Songs zu schreiben aber den Platz am Mikro besser räumen. Mehr Abwechslung bei den Songs wäre ein weiterer Wunsch von mir. Was bei einer EP mit vier Tracks gerade noch durchgeht fällt bei einem kompletten Album sicher deutlich negativ auf, zu monoton geht man meist zu Werke. |
Titel-Liste:
| | - To hear the Trumpets Call
- Love Song Nr.4 (Burn Rome)
- Lamentation
- Raven Wings (Ravens Remix)
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.haukmusic.com
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