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Review: Iced Earth |
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Album:
| | I WALK AMONG YOU, 2008, Steamhammer |
Stil:
Tendenz:
| | Matt Barlow is back! Diese Botschaft will Iced Earth Boss Jon Schaffer mit dieser EP vermitteln. Dazu hat man zwei Songs vom letzten Album FRAMING ARMAGEDDON von Matt Barlow neu einsingen lassen und sie neu gemischt und remastered. Dazu gibt es mit "I walk alone" noch einen neuen Song. Die vorliegende EP weiß mit guten Songs zu gefallen, allerdings ist wie gesagt nur einer davon neu. Die beiden anderen Tracks gehören zu den besseren von dem insgesamt doch nur durchschnittlichen letzten Album FRAMING ARMAGEDDON. Wer besagtes Album bereits besitzt muss hier nicht unbedingt zugreifen. | | U.B., 25.05.2008 |
Review:
| | Mit "I walk alone" gibt es einen bisher unveröffentlichten Song. Die harten Riffs und energischen Drums spielen zwar nur im Midtempo Bereich, aber die gewaltige Soundkulisse lässt keine Wünsche offen. Die gewohnt kraftvollen Vocals von Barlow haben an einigen Stellen schon eine fast dämonische Note und fügen sich vortrefflich in das harte Konzept der Nummer. Bei aller gebotenen Härte ist der Refrain mit Chorunterstützung melodisch und eingängig. Das Ende bildet ein Feuerwerk aus Gitarren und Drums die mit viel Elan aufspielen.
"Setian Massacre" ist bereits vom letzten Album bekannt. Re-recorded und remastered kann ich, bis auf die Vocals, keine großen Änderungen feststellen. Der Rhythmus ist ähnlich wie bei "I walk alone" aber deutlich schneller. Spezielles Highlight ist das gute Zusammenspiel der Gitarren, während die Leadgitarre zu einzelnen Solos startet rifft Jon Schaffer bis die Saiten glühen. Die Drumarbeit ist für Power Metal ungewöhnlich komplex, fast schon progartig. Im direkten Vergleich zur Urfassung mit Owens am Mikro fällt Barlow mit seiner ausdrucksstarken Stimme positiv auf. Wo Owens bei den hohen Tönen in eine Art Schreien verfällt, schöpft sein Nachfolger souverän aus dem Vollen seiner Stimmbänder.
"The Clouding" ist zweigeteilt. Die ersten drei Minuten sind eine waschechte Ballade. Der Anfang mit sanften, lang gezogenen, weinenden Gitarrentönen erinnert deutlich an die Erfogshits von Chris Isaak "Wicked Game" und "Blue Hotel". Vielleicht gefiel Herrn Schaffer ja das erotische Video zu "Wicked Game" so gut wie mir und er ließ sich von Isaaks Musik zu dem Intro inspirieren. Die ruhigen, eine Spur traurigen Vocals sind von hoher Intensität und zeigen was für ein einfühlsamer Sänger Barlow sein kann. Teils sind die Vocals mehrstimmig, alle von Matt im Studio eingesungen. Die ersten drei Minuten sind ungewöhnlich für Power Metal aber längst nicht so vor übertriebenem Pathos triefend wie etwa "When the Eagle cries" wie man es von THE GLORIOUS BURDEN kennt. Und dann kriegt man doch noch die Kurve hin zur Power. Die nachfolgenden sechs Minuten sind von der Marke Earthquake Metal. Ups, habe ich da gerade eine neue Stilbezeichnung erfunden? Spaß beiseite, die Drums donnern und die Gitarren riffen mindestens mit einer 7 auf der Richterskala. Die Vocals werden tief, aggressiv und vereinzelt sind Growls zu hören. Erst im Chorus wird die Sache wieder melodisch. Dazwischen hört man Glockenschläge wie von einer Turmuhr. Ein mit Bombast angereicherter, epischer Song.
Fazit: In der von sehr vielen Besetzungswechseln geprägten Geschichte von Iced Earth war nur Jon Schaffer eine Konstante. Nun ist mit Ausnahmesänger Matt Barlow ein Mann aus ruhmreichen alten Zeiten zur Band zurückgekehrt. Die Alben mit Barlow, etwa DARK SAGA oder SOMETHING WICKED THIS WAY COMES gehören ohne Zweifel zum Besten was Iced Earth (und der Power Metal allgemein) zu bieten hat. Zwar fand ich Tim Owens längst nicht so schlecht wie er oft gemacht wurde, war doch eine sich stetig verbessernde Leistung bei ihm festzustellen, aber Barlow singt eben doch in einer anderen Liga. Zweifellos gewinnen die Songs durch Matt an Dynamik und Aussagekraft aber eine Neuauflage der zwei Stücke war nicht unbedingt nötig. Die als Appetitanreger auf das Ende des Jahres erscheinende neue Album gedachte EP hinterlässt bei mir Zweifel ob es Jon Schaffer gelingt, genügend überzeugende neue Songs zu schreiben. An diesem Punkt hat es in den letzten Jahren nämlich geklemmt. Da mit Matt aber alter Schwung und so etwas wie Aufbruchstimmung in die Band zurückgekommen zu sein scheint, lässt mich das auf ein gutes Album hoffen. |
Titel-Liste:
| | - I walk alone
- Setian Massacre
- The Clouding
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Laufzeit:
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Bandinfos |
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