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Review: Inhuman
 
SILENCE IS OVER

Album:
 SILENCE IS OVER, 2008, Eigenvertrieb

Stil:
 Hard Rock

Tendenz:
 Die hessischen Inhuman bieten auf ihrer EP einen genreübergreifenden Mix aus Hard Rock gemixt mit Grunge und Metal-Elementen sowie einigen punkigen Spritzern. Hier ist einiges an Potential vorhanden und lässt auf mehr hoffen. R.J., 07.02.2009

Review:
 Die 2002 gegründeten Inhuman aus dem hessischen Dreieich haben sich 2008 auf den Weg ins Spacelab Studio nach Grefrath in Westfalen gemacht um ihr sauer verdientes Geld in eine professionelle EP zu stecken. Nicht umsonst! Die Produktion ist wirklich gelungen. Durchweg eingängige Hooks lassen den einen oder anderen Song zum Ohrwurm werden.
Nach dem zweiten Durchlauf der Scheibe war ich durchaus überzeugt vom Können der vier Hessen. Ihre Musik erinnert zeitweilig an eine Mischung aus Nickelback, Creed, Weezer und H-Blockx.
Der Hintergrund für das Konzept dieser EP ist ein Soundtrack für einen fiktiven Mafiafilm.

Der Opener "Prelude" erinnert mich an eine Zigeunerkapelle mit geigen-, cello- und gitarrenschwangerer Musik.
Jäh wird man aus der ungarischen Romantik gerissen. "The Mafia" Rockige Gitarren und basslastiger Sound brettern einem um die Ohren. Der Gesang erinnert an College Rock zumindest in den Refrains. Zwischendurch kommt er jedoch rockig und rau. Der Song baut einen perfekten Spannungsbogen auf. Das Tempo wechselt mehrfach. Ein rockiges Gitarren-Solo leitet ein leicht düsteres Ende des Songs ein. Mit durchaus eingängigen Hooks hat der Song Ohrwurm-Charakter und könnte ein Party-Hit werden.
"Silence is over" heißt der zweite Track. Nicht umsonst, denn nach einer Drum-Einleitung und langsameren Beginn startet der Song rockig durch, unterstrichen durch rauen Gesang. Auch hier wieder Hit-Potential.
Mit "What you get" geht's weiter. Der Songs startet mit eingängigem Riff und zeigt sich als punkigste Nummer dieser Scheibe. Das Stück rockt amtlich mit absolutem Wiedererkennungswert.
"Bad Bad Baby" start groovig und ebenfalls punkig. Die Vocals sind im Refrain fast popig, der Song jedoch ist wiederum wegen einiger Tempowechsel und schöner Riffs absolut nicht langweilig.
Der sechste Track heißt zwar "Goodbye" ist aber noch nicht das Ende der Scheibe. Die Stimme des Sängers lässt eine gewisse Nähe zu Chat Kröger von Nickelback nicht verleugnen. Der Song hat einen schönen dramatischen Aufbau. Von eher langsamen ruhigen Tönen steigt die Wucht kontinuierlich. Die Drums und einige kräftige Metalriffs bis hin zu heftigem Gesang komplettieren das beste Stück der EP.
Der Rausschmeißer "Roll the dice / This is the end" nimmt gleich Fahrt auf und rockt gewaltig. Eingängige Gitarren, schneller Rhythmus und ein klarer Gesang gehen in doomigen düsteren Sound über. Die Breaks sind sehr clever gesetzt um den Song dann mit Piano und ruhigem Gesang zu beenden. Die letzten Töne sind Herzschläge, die immer langsamer werden.

Fazit: Hier könnte etwas wirklich Größeres entstehen. Wenn die Band dieses Niveau halten bzw. noch steigern kann, ist ein Einstieg eines Labels nur eine Frage der Zeit. Ich bin jedenfalls sehr gespannt, wie es weitergeht und würde mir wünschen, das sie im nächsten Schritt noch etwas dreckiger klingen. Chapeau!

Titel-Liste:
 
  1. Prelude
  2. The mafia
  3. Silence is over
  4. What you get
  5. Bad bad Baby
  6. Goodbye
  7. Roll the dice / This is the end

Laufzeit:
 27:43 Min.

Band-Infos:
 
  • www.in-human.de 


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