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Review: JST
 
INSTRUMETAL II

Album:
 INSTRUMETAL II, 2008, Eigenvertrieb

Stil:
 Progressive Metal, Instrumental Metal

Tendenz:
 JST bieten auf ihrem zweiten Demo abwechslungsreichen, technisch versierten Prog Metal, bedienen sich aber auch vieler genrefremder Elemente und schaffen es so, ein nicht langweilig werdendes Instrumental von nahezu einer Stunde zu gestalten. Wenn man zukünftig noch eine Möglichkeit findet, die Songs angemessen zu produzieren, steht einem gelungenen Debütalbum absolut nichts im Weg.  S.J., 03.01.2009

Review:
 Da JST den meisten Lesern wohl noch eher unbekannt sind, steige ich mal mit einer kurzen Vorstellung des Trios an.
Der Name leitet sich aus den Vornamen der drei Musiker ab: Jan, Teodor und Stephan gründeten JST 2003. Die Ravensburger gründeten JST als reines Instrumentalprojekt, als welches es auch bis heute besteht. Auf einen Sänger wird ganz einfach verzichtet, ebenso wie auf Songtitel. 2004 brachten sie ihr erstes Demo INSTRUMETAL heraus, mir liegt nun ihr zweiter Tonträger vor, welcher passenderweise auf den Titel INSTRUMETAL II hört.
Ich gehe davon aus, dass ein unterscheiden der einzelnen Titel anhand ihrer Namen nicht unbedingt das Anliegen der Musiker ist und werde daher auch nicht auf einzelne Songs detailliert eingehen wie ich es sonst meistens tue, sondern nur ein paar Eindrücke zum Album als Ganzes schildern.

Überraschender Weise verlieren sich die Instrumental-Songs sich nicht in irgendwelchen "ersampelten", von sich hin wabbernden Klangwelten wie einiger anderer Progbands, sondern haben durchaus Hand und Fuß und sind in ihrer Komplexität auch vom in Sachen Prog-Metal weniger erfahrenen Hörer zu begreifen.
Auch fallen die Song erstaunlich hart aus. Mir fallen beim Hören als Vergleich immer mal wieder die von mir geschätzten Nocte Obducta ein, welche ja schon früher einen Hang zu langen Songs hatten und diesen Weg auch mit SEQUENZEN EINER WANDERUNG konsequent zu Ende gingen. Natürlich lassen sich auch etliche Parallelen zu anderen Prog Bands ziehen, glücklicherweise kann man JST aber genügend Eigenständigkeit attestieren so dass ich hier nicht weiter auf Parallelen zu mancher "Berühmtheit" eingehen möchte.
Insgesamt klingen JST auf ihrem zweiten Demo sehr abwechslungsreich, so gibt es einige knallharte Riffs sowie sogar eine durch ihre durchgezogenen Sechzehntel sehr Black Metal-lastige Passage, zum Ausgleich werden aber auch gänzlich ruhige, von Keyboard-Samples getragene Passagen geboten.
Hervorstechend ist zudem das ausgefeilte Schlagzeugspiel, welches alles andere als 0815 Rhythmen zu bloßen Untermalung der Instrumental-Parts bietet. Jeder der Instrumentalisten versteht hier aber letztendlich sein Handwerk, und so vermisst man auch langfristig keinen Sänger.
Ein Manko der Scheibe ist allerdings ihre Produktion. Diese ist zwar keineswegs schlecht und für die meisten anderen Genres durchaus auch als "gut" zu bezeichnen, für die Art von Musik wie sie JST bieten, letztendlich aber einfach nicht ausreichend. Die Songs leben von ihrer musikalischen sowie ganz besonders atmosphärischen Vielseitigkeit, und um diese auch wirklich in vollem Umfang zur Geltung zu bringen, braucht solch eine Scheibe einfach mehr Dynamik.

Fazit: Als Demo ist das Resultat okay, für das erste wirkliche Album brauchen die Jungs allerdings unbedingt einen ihrem Können entsprechenden Sound.

Titel-Liste:
 
  1. One
  2. Two
  3. Three
  4. Four
  5. Five
  6. Six
  7. Seven
  8. Eight
  9. Nine
  10. Ten

Laufzeit:
 54:52 Min.

Band-Infos:
 
  • www.instrumetal.de 


  •  
     
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