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Review: Legacy Of Vydar
 
FACE TO FACE

Album:
 FACE TO FACE, 2009, Eigenvertrieb

Stil:
 Melodic Death Metal, Viking Metal

Tendenz:
 Legacy Of Vydar vereinigen die Einflüsse aus den beiden oben genannten Spielarten. Das Ergebnis kann man wohl als Melodic Viking Death Metal bezeichnen - die Band nennt es Epic Death Metal - , doch die Vermischung aus Dynamik und Epik ist sehr gelungen, und das Potential der Band kann man schon auf dieser 4-Track-EP erkennen. Wäre es ein Full-Length-Album auf diesem Niveau, wären wohl 5,5 oder sogar 6 Punkte drin gewesen. S.M., 24.06.2009

Review:
 Nach diversen Line-Up und Stilveränderungen wurde 2007 der Grundstein für Legacy Of Vydar gelegt. Die Kölner nennen ihren Stil Epic Death Metal. Er vereint Elemente aus dem Melodic Death Metal und dem Viking Metal.
Der Bandname, der soviel bedeutet wie "Erbe Vidars" bezieht sich auf Vidar, den germanischen Rachegott und einen Sohn Odins. Die Formation besteht aus Dominik Fahnenschmidt (Gesang), Florian Jäger (Gitarre), Justus Vosen (Gitarre), Daniel Pütz (Gitarre), Moritz Marquardt (Bass) und Paula Kobelt (Schlagzeug).

"Vidar" beginnt mit kräftigem Groove und einem eingängigen Riff, das schnell ins Ohr geht. Entsprechend gestaltet ist das Konstrukt mit druckvollem Rhythmus und melodischen Leads. Gesanglich gibt es Wechsel zwischen Grunts und Klargesang. Insgesamt gelingt es Legacy Of Vydar hier eine epische Atmosphäre zu entwickeln. Ein folkiges Instrumentalintermezzo unterstützt den Eindruck.

Die Marschrichtung auf "Hold on" ist ähnlich. Anfangs stehen die Elemente des Melo Death noch mehr im Vordergrund, im weiteren Verlauf wird aber verstärkt die hymnische Viking-Komponente ausgepackt. Die Energie zieht der Song aber aus der Vermischung der beiden Stilarten. Cleangesang ist diesmal Fehlanzeige.

Bei "Not the End" werden leicht progressive Einflüsse mit eingeflochten, die sich in Tempo- und Rhythmuswechseln niederschlagen. So erhält der Song ein vielschichtigeres Konstrukt, was für etwas Abwechslung sorgt. Interessanterweise ist hier der Höhepunkt bisher am besten ausgearbeitet.

Das melodische Riffing ist wieder das Markenzeichen bei "Melody of Hope", ebenso wie die epische Ausrichtung der Komposition. Im Groben kann man sich eine Vermischung von Amon Amarth, Tyr und Children Of Bodom vorstellen. Und ich muss sagen, dass das Ergebnis nicht nur recht stimmig klingt, sondern Legacy Of Vydar sich damit sogar von der Masse abheben und eine eigene kleine Spielarten-Nische schaffen.

Fazit: Natürlich kann man nach nur vier Tracks noch keine große Prognose abgeben. Doch das Songmaterial auf FACE TO FACE hat Klasse und ist gut durchdacht. Legacy Of Vydar zeigen Potential und sollten meiner Meinung nach genau auf dieser Linie weitermachen. Es ist schließlich sehr schwer, sich irgendwie von der Masse an Bands abzuheben, aber den sechs Kölnern könnte es durchaus gelingen.
Freunde des Melo Death, des Pagan und des Viking Metals sollten durchaus mal die Myspace-Seite der Band ansteuern und Legacy Of Vydar antesten. Über die Message-Funktion kann man dort auch die EP für 5.- Euro ordern.

Titel-Liste:
 
  1. Vidar
  2. Hold on
  3. Not the End
  4. Melody of Hope

Laufzeit:
 18:58 Min.

Band-Infos:
 
  • www.myspace.com/legacyofvydar 


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