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Review: Longed For Fusion
 
WEŽLL NEVER DECAY

Album:
 WEŽLL NEVER DECAY, 2009, Eigenvertieb

Stil:
 Gothic Metal

Tendenz:
 Bereits mit dem Debüt-Album SALVATION konnten Longed For Fusion die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Mit der EP WEŽLL NEVER DECAY macht das Quintett nochmal einen Riesenschritt nach vorne und lässt uns mit Spannung das zweite Album erwarten. S.M., 16.05.2009

Review:
 Longed For Fusion gründeten sich im Oktober 2005 in Neubrandenburg, Mecklenburg-Vorpommern. Nach nur etwas mehr als einem Jahr brachten sie in Eigenregie ihr Debutalbum SALVATION heraus.
Im April 2009 erschien nun die ebenfalls selbstproduzierte EP WEŽLL NEVER DECAY, die vor allen Dingen Appetit auf den zweiten Longplayer machen soll. Die Besetzung der Nachwuchs-Gothler liest sich wie folgt: Jenny Herbold (Gesang, Keyboard), Martin Schulz (Gesang, Gitarre), Ewald Penz (Gitarre), Jan Teichmann (Bass, Backing Vocals) und Christian Eggers (Schlagzeug).

Der Einstieg in die EP ist mit "Dreamers Reality" schön symphonisch, danach übernimmt der Operngesang von Jenny Herbold, und die Gitarren rücken zur Unterstützung des Aufbau an. Die Melodie geht gut ins Ohr, mit der Sopranstimme werden manche sicherlich ihre Schwierigkeiten haben, da sie (zumindest bei diesem Song) in der Abwechslung recht limitiert scheint. Growls von Martin Schulz lockern den Engelsklang gelegentlich etwas auf. Der Song drückt die emotionale Seite ganz gut aus. Die Einflüsse hier liegen ganz klar bei Within Temptation.
Der Titeltrack "WeŽll never decay" präsentiert sich dynamischer. Im Gegensatz zum symphonischen Gothic des Vorgängers, liegt hier wohl eher ein Konstrukt des traditionellen Metal zugrunde. Martin Schulz gebührt hier der hauptsächliche Gesangspart. Seine Stimme ist tief, rauh und hat ordentlich Ausdruckskraft und Power. Jenny hat aber auch ihre Auftritte, und der Kontrast zwischen den unterschiedlichen Stimmen drückt dem Song einen unverwechselbaren Stempel auf. Auch die druckvolle Marschrichtung und der schön erarbeitete Höhepunkt gefallen mir.
Bei Song Nummer 3 "Gayas Eyes" verabschiedet sich Jenny teilweise vom Sopran und zeigt die Variablität ihrer Stimme, die in normaler Lage eine angenehme Klangfarbe hat. Hinter dem Gesang steht bei diesem Stück eine Mischung aus dynamischer Gitarren- und Rhythmuspower sowie symphonischer Untermalung. Aber der Spagat zwischen Gothic Metal und Heavy Metal gelingt den Neubrandenburgern sehr gut. Ich muss sagen, sie liefern auf dieser EP wirklich starke Trademarks ab.
Zum Abschluss wird es bei "Devils Ride" sowohl dynamisch wie auch etwas düsterer. Die Grenzen zum Dark Metal werden überschritten, jedoch wird nicht nur der emotionalen Seite gefröhnt, sondern instrumental auch ordentlich nach Vorne geprescht.

Fazit: Longed For Fusion haben uns freundlicherweise auch ihre erste LP SALVATION mitgesandt, so dass ich mich von der Entwicklung seit 2007 überzeugen konnte. War SALVATION bereits ein gelungener Einstieg ins Metal-Business, muss ich sagen, dass die Band sich auf WEŽLL NEVER DECAY sogar nochmal gesteigert hat. Die Stücke sind sehr gut ausgeabeitet, mit viel Überlegung arrangiert und werden ausgezeichnet performed. Dabei scheint mir das Songmaterial sogar noch abwechslungsreicher geworden zu sein.
Die EP WEŽLL NEVER DECAY dient als Vorreiter auf das kommende zweite Album, und ich kann es kaum erwarten, dieses zu hören. Und den fünf Leutchen von Longed For Fusion kann ich nur sagen: macht weiter so und bleibt eurer Linie treu!

Titel-Liste:
 
  1. Dreamers Reality
  2. WeŽll decay
  3. Gayas Eyes
  4. Devils Ride

Laufzeit:
 17:47 Min.

Band-Infos:
 
  • www.longed-for-fusion.de 


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