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Review: Luthien |
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Album:
| | DEMO 2007, 2007, Eigenvertrieb |
Stil:
Tendenz:
| | Solider Death Metal Einstand mit interessanten progressiven Ausflügen, aber auch noch etwas Spielraum für Verbesserungen. | | J.G., 11.01.2008 |
Review:
| | Unter dem Namen Angband waren sie bereits vorher musikalisch am werkeln, bis die aus Ostwestfalen stammenden Schüler und Studenten 2006 schließlich Luthien gründeten. Ihre Musik verbindet Elemente aus Death-, Progressive- und Trash Metal - Hoppla! Na da hoffe ich doch, dass hier das "h" vergessen wurde, wenn auch viele Banausen gerne das Dreschen (Thrash) als Müll (Trash) bezeichnen.
Ungeachtet dieses "faute légère", der schleunigst korrigiert werden sollte, liegen die Jungs bei der stilistischen Einschätzung ziemlich nahe an dem was einem fast eine Stunde aus den Boxen entgegen schlägt. Dann beleuchten wir mal einige der zehn Songs näher...
Mit "Dialogue" geht der Vierer schon mal in die Vollen. Mit mächtigem Groove, und Double-Bass wird losgegrunzt, dass auch Johan Hegg seine Freude daran hätte. Interessante Breaks, ein paar angedeutete Thrash-Elemente und kleine melodische Leckerbissen, sorgen für einen nahezu ungetrübten Auftakt, der neugierig auf "mehr" macht - und so soll ein Opener schließlich auch sein.
Zu Beginn von "Dedication" bekommt die Akustik-Gitarre (nicht zum letzten Mal) ihren großen Auftritt. Nach ca. einer Minute übernimmt dann die Elektro-Gitarren-Fraktion die Kontrolle und es folgt ein melodischer Death Metal Song, der im Gegensatz zu den meisten Songs ziemlich geradlinig verläuft und dadurch erheblich an Eingängigkeit gewinnt.
Für "If I should die..." hat man diesmal zur Abwechslung die Clean-Voices ausgepackt, was prinzipiell keine schlechte Idee ist. Es fehlt jedoch noch der nötige Nachdruck in Dominiks Gesang, um dem Thema auch den nötigen Nachdruck zu verleihen. So erinnert es, trotz dezenter Chor-Unterstützung, etwas an den Gang mit glatten Sohlen über den gefrorenen Teich - wackelig. Es fällt ebenfalls auf, dass sich Luthien bemüht hat, mit einer Vielzahl von Hooklines ein variables Songwriting zu präsentieren. Auch das ist im Prinzip löblich, jedoch verliehrt man als Zuhörer hier ziemlich leicht den Faden. Gerade nach dem zweiten Clean-Voice-Part, hat man es zu gut gemeint. Hier ein Thema weniger (muss man ja nicht wegwerfen) und die Sache wäre rund.
Der kürzeste Song "Dubious Hero" überrascht mit Heavy Metal Riffs und thrashigem Schlagzeug, bevor Grunts den Zuhörer wieder in die Death-World katapultieren. Hier liegt gerade in der Kürze die Würze und die Wiederholung der Start-Hooklines machen daraus einen richtigen Schuh.
Für den längsten Song "Silence/Noise" geht man gänzlich andere Wege. Nach kurzen Sprecher-Intro geben die Ostwestfalen schon zu Beginn Vollgas und schleudern ein melodisches Riff nach dem anderen in die Menge. Für den nötigen Nachdruck sorgen die Grunts und Drum-Attacken. Gut gemeint ist sicherlich der Break mit Clean-Voice-Sprecher, aber hier wäre einfach jemand mit tieferer und vollerer Stimme besser geeignet gewesen. Bedingt durch die Länge des Songs hätte ich am Schluss auch wieder das Eingangsthema erwartet und nicht die Wiederholung eines späteren. Wie war das mit dem Faden? Ok, der Ausstieg mit Sprecher-Stimme passt.
Aber muss es denn Regen sein und dieser etwas nervige stehende Gitarren-Ton? Bei mir hat er kurz vor dem Ende nur einen unnötigen Druck in der Blase verursacht, mit der Gefahr einer lästigen Unterbrechung. Das war aber sicherlich nicht beabsichtigt.
Ungeachtet der Punkte, die ich hier bemängelt habe, soll es nicht den guten Gesamteindruck schmälern. Und das, was mir auffällt oder nicht gefällt, mag für jemand anderen vielleicht das gewisse Etwas sein. Egal wie, ich denke, dass die Jungs selbst am besten wissen, wo man noch schrauben und feilen kann. Ich bin jedenfalls schon gespannt, was mir als Debüt angeboten wird und verkürze mir die Wartezeit mit einem weiteren Durchlauf.
Fazit: Luthien haben mit ihrer Demo durchaus ihr spielerisches Potenzial und ihre Bandbreite gezeigt. Jetzt heißt es Anpacken und mit dem nötigen Feinschliff alle Stärken herausarbeiten und das Songwriting entsprechend optimieren. Zu langatmig geratene Songs sollten einfach verschlankt und auf den Punkt gebracht werden, Progessivität hin oder her.
Dass man für das Debüt etwas mehr Wert auf eine druckvollere Abmischung wert legt versteht sich von selbst und will ich angesichts des "Demo-Status" auch nicht negativ bewerten. |
Titel-Liste:
| | - Dialogue
- Dedication
- 10 Seconds
- If I should die...
- Dubious Hero
- Nature (a Game)
- Neverland
- Mindgame
- Silence/Noise
- Outro
|
Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.luthien-music.de
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