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Review: Metalety
 
LOST SOUL

Album:
 LOST SOUL, 2008, Eigenvertrieb

Stil:
 Heavy Metal, Thrash Metal

Tendenz:
 Mit Metalety kommt aufstrebender deutscher Metal-Nachwuchs aus dem Ruhrpott, der auf seiner Demo schon musikalisches und kompositorisches Potential beweist, aber seine eigene Linie noch manifestieren muss. S.M., 08.12.2008

Review:
 Metalety aus Castrop-Rauxel wurden 2005 von Benny Schmidt (Gesang, Gitarre) und Sven Stankowski (Schlagzeug) gegründet. Mit Anna Olejniczak (Gitarre) und Patrick Bach (Bass) wurde das Line-Up Mitte 2008 wieder komplettiert, nachdem zuvor der bisherige Bassist Benjamin Homberger ausgestiegen war.
Mit der 5-Track-Demo LOST SOULS präsentieren die Ruhrpottler nun ihr erstes musikalisches Lebenszeichen.

Von Anfang an war es Metaletys Intension, Songs zu schreiben, die sowohl catchy wie auch asskicking sind. Beim Titeltrack "Lost Soul" gelingt das schonmal, denn neben toughem Groove, druckvollen Riffs und rauhem Gesang, hat der Song auch eine einprägsame Hookline und einen eingängigen Refrain.
Auch "Canīt resist" ist ähnlich arrangiert, mit einer schmutzig-rotzigen Grund-Attitude, aber schön herausgestelltem Höhepunkt zum Mitgröhlen. Ganz entfernt erinnert mich die Komposition an härtere Lordi-Tracks. Etwas konfus kommt mir hier nur manchmal das Schlagzeugspiel vor.
"Suffering in Hate" ist allgemein wesentlich thrashiger aufgebaut und längst nicht so eingängig wie die Vorgänger. Da Solo ist dagegen schön melodisch.
Nach einem interessanten Lead-Intro, wird auch bei "Beyond Reality" ordentlich losgehämmert. Die Grenze zum Thrash Metal wird beim aggressiven Aufbau erneut überschritten. Beim Refrain wird dann Druck rausgenommen, so dass er recht hymnisch über dem Stück thront.
Zum Abschluss ist "March to Hell" nicht so heftig, wie ich es angesichts des Titels vermutet hätte. Es wird viel mehr mit einem mächtigen Mid-Tempo-Groove gerockt. Ich fühle mich an härtere Judas-Stücke oder an Songs von Halfords Solo-Projekt Fight erinnert. Die Vereinigung von Power und Melodie passt sich ebenfalls diesem Eindruck an.

Fazit: Für diesen ersten Output muss ich Metalety durchaus ein Lob aussprechen. Die fünf Stücke sind songwriterisch schön ausgearbeitet und verbinden recht gekonnt druckvolle Härte mit Eingängigkeit. Eine genaue Linie muss aber noch gefunden werden, denn, nachdem die Demo für mich anfangs nach deftigem Heavy-Sleaze-Rock klang, überwiegen mit zunehmender Dauer die Thrash-Anteile. Zugegebenerweise ist dadurch allerdings auch Abwechslung gegeben.
Die instrumentelle Leistung ist soweit in Ordnung, lediglich die Snare ist mir desöfteren zu klapprig. Der Gesang von Benny Schmidt ist kraftvoll und rauh und passt so perfekt zum Sound.
LOST SOUL hinterlässt einen bodenständigen Eindruck und vermittelt bereits das in der Band steckende Potential. Ich könnte wetten, dass wir von Metalety in Zukunft noch hören werden.

Titel-Liste:
 
  1. Lost Soul
  2. Canīt resist
  3. Suffering in Hate
  4. Beyond Reality
  5. March to Hell

Laufzeit:
 22:30 Min.

Band-Infos:
 
  • www.metalety.de 


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