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Review: My Silent Wake/The Drowning
 
BLACK LIGHTS & SILENT ROADS

Album:
 BLACK LIGHTS & SILENT ROADS, 2010, Bombworks

Stil:
 Doom Metal, Death Metal

Tendenz:
 My Silent Wake und The Drowning können leider mit ihrer Art Musik nicht überzeugen. Es fehlt einfach die stilistische Orientierung und die Art der Umsetzung. M.U., 15.06.2010

Review:
 Die Band My Silent Wake ist eine englische Band aus Western-Super-Mare, die seit Jahren in den Death/Doom Metal Kreisen bestens bekannt ist. Schließlich hat man schon drei komplette Alben herausgebracht und dies unter diesem Label. The Drowning kommen aus Wales (Cardiff) und haben einige Alben auf "eigene Kosten", sprich im Eigenvertrieb , auf den Markt gebracht. Für viele Jahre teilen sich diese beiden Bands die Bühnen der Welt, was sie zu einer besonders Freundschaft vereint. Man kennst sich, man versteht sich. Im Laufe der zeit entsteht der Gedanke, ein sich Album zu teilen, was sie dann auch durchgeführt haben. Die musikalische Richtung wendet sich an Fans von Bands wie My Dying Bride, Candlemess, Trouble, Ice Earth oder Dead Can Dance. Also an alle, die sich für Death und Doom Metal interessieren. Na dann wird es Zeit, sich dieses Split-Album einmal anzuhören. Stimmen die Aussagen?

Trommelwirbel á la Militär sind die ersten Lebenszeichen von "I am (Eternity)". Doch dann wird es richtig heftig. Dark, düster, schwerfällig und getragen. Irgendwie hofft man, dass es endlich richtig losgeht. Aber der düstere Gesang hat irgendetwas magisches an sich. Na ja mit "Eternity" bewegen wir uns ja auch auf christlichen Pfaden. Leider fehlt hier der richtige Höhepunkt.
Der kommt mit "Bleak endless Winter". Der Gesang erinnert einen am Rammstein aus den frühen Jahren. Düster, schwerfällig und sehr tief gestimmt. Aber der Song hat noch mehr auf Lager. Den es wird richtig "doomig". Depressive Stimmung, tiefe Stimmen und Gitarren. Alles in allem eine schaurige Atmosphäre, die einen hier erwartet.
Uhrenticken und Spinettklänge sind Vorboten für "Devoid of Light". Leider muss man das Geklimper über sechs Minuten ertragen. Eine echte Zumutung. Zum Glück gibt es die "Skip"-Funktion am CD-Player.
Akustisch geht man in den nächsten Song namens "Rebirth". Wie eine Wiedergeburt ist Song wirklich. Denn fast 24 Minuten warten auf den geneigten Hörer. Bei solchen Werken ist es üblich, das Geschehen in langatmigen Sequenzen bis zum eigentlichen Punkt hochzutreiben. Auch so hier. Man wartet ewig bis etwas passiert. Und man ist geneigt den Computer oder den CD-Player dazu zu bewegen, ein bisschen schneller weiterzugehen. Entschuldigung, wenn ich das hier so schreibe, aber es sind nur fast eine halbe Stunde Langeweile. Musikalisch den Song einzuordnen gelingt nicht.
Kommen wir zu The Drowning und hoffen, es wird nicht ganz so schlimm. Na ja, man beginnt gleich mit mal einem fast elf Minuten langen Song. Das Imamgeplärre am Anfang von "The Doomsday Feire" macht keinen guten Eindruck. Der wird auch nicht besser als der Song in Fahrt kommt. Langsam, schwerfällig, düster und depressiv. Diese lahme tiefe Stimme trägt nicht gerade zum Wohlwollen bei. Und das elf Minuten. Da helfen auch keine kurzen Metal-Einlagen.
"Arc Light" ist noch schlimmer. Mystisches Gesinge, was irgendwie keinen Weg zum Ende findet. Auch wenn es zur Mitte hin endlich metallischer wird, kann man den üblen Beigeschmack nicht wirklich los werden. Denn man fällt ständig ins alten Schema zurück. Ohrenschmaus oder Ohrengraus? Ohrengraus!
"Silent Epiphany" ist endlich der erste Song, der es sich lohnt anzuhören. Er klingt wirklich gut, erfüllt die vorgegebenen Kriterien und macht sogar nach dem ganzen "Vorspiel" ein wenig Freude. Das soll allerdings nicht heißen, dass man endlich den ganzen Mist über Bord geworfen hat und sich einer völlig neuen Richtung zugewandt hat. Es ist eben nur ein bisschen besser als alles andere davor.
Manchmal wünscht man sich, das ein Album zu Ende geht. "A Photograph" erfüllt einem diesen Wunsch. Fußgetrampel, sphärische Klänge aus dem Synthesizer und noch mehr. Nein, muss nicht sein. Da hilft auch die durchgeknallte Gitarre von der man hofft, dass diese den Song überlebt. Den Rest erspare ich mir zu kommentieren.

Fazit: Also für ein Split-Album mit einer Spiellänge von eineinhalb Stunden anzubieten, ist schon extrem beeindruckend. Normalerweise wird man mit "ein paar Minuten" abgespeist, aber diesmal... Hochachtung! Das ist leider auch da einzige Positive. Und leider gilt das für beide Bands. Was das eigentlich soll, was man hier abliefert, verschwindet in der Dunkelheit des Nichtwissens. Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Entweder von der Bildfläche zu verschwinden oder die stilistische Ausrichtung noch einmal gründlich zu üderdenken.

Titel-Liste:
 
    My Silent Wake
  1. I am (Eternity)
  2. Bleak endless Winter
  3. Devoid of Light
  4. Rebirth


  5. The Drowning
  6. The Doomsday Feire
  7. Arc Light
  8. Silent Epiphany
  9. A Photograph

Laufzeit:
 73:15 Min.

Band-Infos:
 
  • www.myspace.com/mysilentwake 
  • www.myspace.com/thedrowninguk 


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