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Review: Scythe Of Orion |
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Album:
| | X-LIVES, 2009, Eigenvertrieb |
Stil:
Tendenz:
| | Und schon wieder liegt mir eine Demo-EP einer noch jungen Gothic-Metal-Band vor, die ziemlich eindrucksvoll das vorhandene Potential der Truppe zeigt. Wir dürfen gespannt sein, was uns die Finnen zukünftig noch präsentieren. | | S.M., 28.06.2009 |
Review:
| | Aus dem wohl unerschöpflichen skandinavischen Repertoire an begabten Bands, finden nun die Finnen Scythe Of Orion mit ihrer EP X-LIVES den Weg ins Blickfeld der Metal-Gemeinde. Die Gruppe wurde 2006 gegründet. Ein Teil der Songs existiert schon länger, denn Gitarrist und Bandleader Petri Lamminsaari feilt schon seit 1995 an den Kompositionen.
Seine Mitstreiter sind Anu Kaunisto (Gesang), Antti Horttana (Bass), Jani Lahnavik (Schlagzeug), Kristian Wrang (Keyboard) und Maarit Koivisto (Violine).
Das Songmaterial auf X-LIVES soll nach Angaben der Band vielfältig sein, und von geradlinig über symphonisch bis zu Komplex alle Anteile enthalten. Dabei soll eine Balance zwischen melodischer und druckvoller Seite gehalten werden.
Der Anfang ist schon mal vielversprechend. Mit einer Mischung aus symphonischen Elementen und druckvollem Groove versteht "The open Space of Imagination" schon nach wenigen Takten mitzureißen. Auch der klare und ausdrucksstarke Gesang von Anu Kaunisto fällt gleich positiv ins Gewicht. Der Höhepunkt hätte vielleicht noch etwas intensiver hervorgehoben werden können. Doch insgesamt ist es ein gelungener Track, der Eingängigkeit und Komplexität verbindet.
"Shadowland" präsentiert sich vielschichtiger, mit melancholischer Atmosphäre und etwas geheimnisvollem Touch. Die Finnen beweisen bereits hier, dass sie anspruchsvolles Songwriting beherrschen. Und erneut steht Anu mit ihrer kraftvollen Stimme im Vordergrund.
Wieder etwas druckvoller und mit Anleihen von Neoklassik und Folk ist "Journey" nicht nur ein abwechslungsreiches und tiefgründiges Stück, sondern ein weiterer Zeuge von Scythe Of Orions ausgezeichneter Kompositionskunst. Der Track holt seine Energie aus unterschiedlichen Intensitäten und progressiven Elementen.
"Behind the Cloud" beginnt akustisch und balladesk. Bald steigen aber die E-Instrumente ein und der Song gewinnt an Intensität, ohne die emotionale Seite zu vernachlässigen. Auch hier erwarten den Hörer die Wechsel aus unterschiedlich ausgeprägten Abschnitten mit sich verändernden Energien. Die Violine rundet die gefühlvolle Seite des Songs ab.
Ausgerechnet der Titeltrack "X-lives" zum Abschluss kann mich nicht ganz überzeugen, da sich Phasen aus vorhergehenden Songs wiederholen und außerdem zu sehr auf Dissonanzen aufgebaut wird. Er macht auf mich den Eindruck, als würde hier eine dramatische Szene musikalisch interpretiert.
Fazit: Trotz der Kritik beim letzten Track, ist X-LIVES schon eine gute erste Visitenkarte, die Scythe Of Orion hinterlassen. Das Songwriting ist bereits jetzt sehr anspruchsvoll und abwechslungsreich. Insgesamt könnte meines Erachtens die druckvolle Seite manchmal noch präsenter sein.
Technisch gibt es nichts zu bemängeln. Die Finnen beherrschen ihr Arbeitsgerät und die Violine wird dezent und songdienlich eingesetzt. Sängerin Anu Kaunisto sticht durch ihre markante Stimme, die zudem recht variabel ist, ein bisschen hervor. Aber mit ihrem Organ kann sie es sich auch erlauben.
Ich denke, man darf gespannt den ersten Longplayer des Sextetts erwarten. Ich hoffe, sie lassen uns damit nicht zu lange zappeln. |
Titel-Liste:
| | - The open Space of Imagination
- Shadowland
- Journey
- Behing the Cloud
- X-lives
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.scytheoforion.com
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