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Review: Secluded |
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Album:
| | THE UNKNOWN VILLAGE, 2008, Eigenvertrieb |
Stil:
Tendenz:
| | Wer bisher bei der Kombination von Metal und Hardcore nur auf Bands mit "großen Namen" zugegriffen hat, der sollte sich unbedingt diese Energieleistung der Jungs aus Düren reinziehen. | | J.G., 29.11.2008 |
Review:
| | Moderner Metal mit einer gesunden Portion Hardcore soll es sein, was die 2005 anfänglich als Quartett gegründete Band Secluded zum Besten geben möchte. Den Live-Aktivitäten rund um Köln folgen schnell die ersten Taten NO ONE GETS OUT ALIVE (2005) und später THE ART OF DISPLACING MEMORIES (2006). Aus dem Vierer wird letztes Jahr 2007 ein Fünfer, als mit Kevin Lobuscher ein neuer Gitarrist zur Band stößt und Philipp Müller tatkräftig unterstützt. Es folgt sogleich die 7-Track-EP OF DYING GROTESQUE BEAUTY, die besonders mit ihrer Vielfalt an ein breiteres Publikum gerichtet war.
Jetzt schreiben wird das Jahr 2008 und wieder liefern die Jungs aus Düren mit THE UNKNOWN VILLAGE einen neuen Output. Auch wenn es wieder nicht zu einem Longplayer gereicht hat, so wird man von den gelieferten fünf Monstertracks sicherlich nicht enttäuscht sein, soviel kann ich schon vorweg verraten. "Schnell, brutal durchgedreht und energiegeladen" soll es sein, nun das kann ich ebenfalls bestätigen.
Nach dem kurzen recht unspektakulären Intro "Draw a deep Breath" mit Frauenschrei und splitterndem Glas, wird die fröhliche Metal/Hardcore-Runde mit einem richtigen Monstertitel "Our Story ends in a Tragedy, with no Continuation" eröffnet. Schon hier zeigen sich spielerische Charakteristiken, auf die die Band immer wieder zurückgreifen wird. Growls, Shouts, Sprechgesang, Tempowechsel mit jeder Menge Basisdruck und aggressiv gestimmte Gitarren, die jedoch meist etwas knarrend in unteren Regionen agieren. Ein Rezept, das durchaus zu gefallen weiß.
Bei "Paradise of Plagues" gehört die erste dreiviertel Minute eindeutig den Gitarren und der Rhytmusfraktion mit Bassist Jens Schäfer und Drummer Thomas Müller, die das Schlachtfeld regelrecht in Schutt und Asche legen, bevor sich der Frontmann Timo Leisten mit brachialem Urschrei zu Wort meldet. Vocals bleiben jedoch trotzdem eher im Hintergrund und haben es in jedem Fall schwer, sich gegen die gebotene Gitarrenfront durchzusetzen, egal ob clean, shout oder growl, gegen die Sechssaiter ist diesmal kein Kraut gewachsen.
Hart an der Düstergrenze entlang schrammt das Quintett bei "A Serpent Suffocates our Victim". Bevor es dann jedoch zu depressiv wird, schalten Secluded einfach 2-3 Gänge hoch und bombardieren die Zuhörer mit Drum- und Riff-Salven von der feinsten Sorte. Tiefe anfängliche Growls werden dabei einfach durch ein paar aggressive Shouts ersetzt. Nicht zuletzt wegen der Spieldauer von über sechs Minuten und der abwechslungsreichen emotionalen Berg- und Talfahrt mit jeder Menge Breaks und Bridges, gehört dieser Song zu meinen Favoriten.
Mit flottem Drum-Galopp, der recht schnell zu einer Doublebass-Orgie mutiert, werden bei "Bomb Shell Disease" keine Gefangenen gemacht. Hier regieren auch Growl- und Hardcore-Stimme einträchtig nebeneinander, werden dabei noch tatkräftig vom Chor unterstützt und auch den Gitarren, die ihre stellenweise disharmonischen Riffs fließbandmäß abfeuern.
Den Schlusspunkt setzt "Dressed to Kill", der nur so von Tempo- und Emotionswechseln strotzt. Mal deutlich metallisch und harmonisch, mal aggressiv growlend und shoutend, hier kommt bestimmt keine Langeweile auf.
Fazit: Bei aller Produktivität der Jungs aus Düren, bleibt die Songqualität nicht auf der Strecke. Klar stößt man immer wieder auf bekannte Riffs, die man schon bei bei anderen Bands gehört hat. Dies fällt jedoch kaum ins Gewicht, da die Symbiose aus traditionellen Heavy Metal Elementen und Hardcore-Anleihen recht gut gelungen ist. Ich sage nur "weiter so!" und bin schon auf das nächste Langeisen gespannt. |
Titel-Liste:
| | - Draw a deep Breath
- Our Story ends in a Tragedy, with no Continuation
- Paradise of Plagues
- A Serpent Suffocates our Victim
- Bomb Shell Disease
- Dressed to Kill
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.secluded.de
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