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Review: Silent Meow
 
THEY CAN SEE IT IN THE DARK

Doppelschlag:
 Zwei Meinungen: M.W. [ - ] | J.G. [ + ]

Album:
 THEY CAN SEE IT IN THE DARK, 2007, Kotumba

Stil:
 Punk Rock, Rock'n'Roll

Tendenz:
 Gegründet wurde die seit einem Jahr mit diesem Line-Up bestehende Punk-Rock-Truppe von der deutschen Sängerin Silvie, die vor einigen Jahren in die U.S.A. auswanderte. Mit ihrer EP THEY CAN SEE IT IN THE DARK einfach nur abrocken und dem Punk in den Staaten ein neues Gesicht geben. M.W., 26.12.2007

Review:
 Ohne sanfte Vorbereitung auf das, was beim Hören auf den Fan trifft, findet man sich schon nach den ersten Sekunden inmitten von feinstem Punk wieder. "They can see in the Dark" spart nicht an Tempo. Der gefühlvolle Gesang von Frontfrau Silvie ist etwas ungewohnt, passt aber gut. Leider ist der Song relativ ausdruckslos, was die Vocals angeht. Man hat das Gefühl Silvie kommt nicht richtig aus sich heraus. Auch instrumentell gesehen mangelt es zuerst an Abwechslung. Der Funke springt nicht über auch wenn die Musik wirklich solide ist.
Bei "Taste of Bloodquot; gefallen mir sowohl die Riffs als auch das Schlagzeug besser. Das Ganze ist aggressiver aufgebaut. Die Background-Shouts passen perfekt, aber die Stimme von Silvie hat wenig Tiefe und leider wenig Ausdruck. Sie kann daher nicht so überzeugen wie ihre Mitmusiker.
Tja, "Dead Boyquot; geht fast genauso los wie sein Vorgänger. Der Gesang kann sich aber diesmal steigern. Problematisch ist nur, dass dies ausgerechnet beim kürzesten Track der EP geschieht. Einfach mal aus sich rausschreien kann die Frontfrau von Silent Meow aber leider immer noch nicht.
Mit "Angel Whorequot; sind wir beim letzten Vertreter auf der EP angelangt. Das ist gesanglich der beste Song, auch wenn wieder die Tiefe fehlt. In diesem Song steckt die größte Variabilität und Kreativität. Wären doch nur mehr solche Tracks auf THEY CAN SEE IT IN THE DARK vertreten.

Fazit: Leider vermitteln die ersten drei Songs ein eher schlechtes Bild der Band. Der letzte Track wertet diesen Eindruck zwar enorm auf, aber der Gesang ist nicht wirklich top. Es fehlen sowohl Tiefe als auch Ausdrucksstärke, die bei der Frontfrau einer Punk-Band eigentlich vorhanden sein müssen! Ihr Mitmusiker zeigen zwar ihr Können (was bei Punk jetzt ja auch nicht allzu kompliziert ist), können aber die Vocals - vor allem der ersten beiden Songs - auch nicht verbessern. Von ihrem Versprechen, den Punk in den U.S.A. wieder nach vorne zu bringen - sind die vier aber noch meilenweit entfernt.




Tendenz:
 Eine deutsche Sängerin mit ihrer US-amerikanischen Band versucht die Welt des Punk Rocks zu erobern und die ersten Eindrücke sind durchaus überzeugend. J.G., 07.01.2008

Review:
 Da stellt sich mir immer wieder die Frage, was macht wohl guten Punk aus? In jedem Fall muss er Spaß machen, soll seine Botschaft möglicht knackig an den Mann und die Frau bringen, auf überflüssigen Firlefanz, wie Poser-Kostüme verzichten mit seinem flotten 4/4-Takt eingängig sein und den Spaß nicht vergessen, aber das sagte ich ja schon.
Ist der traditionelle Punk-Rock bei uns oftmals nur noch lokal und sporadisch vertreten oder wurde in den letzten Jahren gar durch seine extremen Formen, wie Metalcore und Grindcore abgelöst, so ist er in den U.S.A. nach dem allmählichen Abflauen des Hip-Hop-Gedudels wieder angesagt wie eh und je und wird immer noch als Werkzeug genutzt, seine Kritik unters Volk zu bringen.
Da die deutschstämmige Sängerin Silvie Pussycat schon immer eine Vorliebe für Comics und guten Rock'n'Roll hatte, war es nur ein kleiner Schritt in ihrer neuen Wahlheimat, dem sonnigen Kalifornien, eine eigene Punk-Band zu gründen.
Silent Meow ist ihr Name und mit der 4-Track-Demo THEY CAN SEE IN THE DARK schwappt auch gleich der erste Output über den großen Teich auf den Redaktionstisch.

Schon nach den ersten Takten wird klar, hier zockt man einen flotten und fröhlichen Punk, der alles mitbringt, was man sich als Fan wünschen kann.
"They can see in the Darkquot; legt voll los, und kann nur durch die etwas gezogene Gesangslinie der Frontfrau gezügelt werden.
Etwas aggressiver geht man bei "Taste of Bloodquot; und verleiht den Riffs mit Chor-Unterstützung zusätzliche Intensität.
Regelrecht wild und ungestühm zockt man bei "Dead Boyquot; die Riffs, was das Zeug hält. Zum ersten Mal geht Silvie etwas mehr aus sich heraus.
Flott, freundlich und eingängig verabschiedet sich Silent Meow mit "Angel Whorequot; unzweifelhaft meinem persönlichen Favoriten auf der Scheibe.
Erfreulicherweise agiert Silvie nicht wie ein wildgewordener Brüllwürfel, sondern überzeugt mit angenehmer Stimme und liegt in Augenhöhe mit Silvia Superstar der Killer Barbies oder auch der frühen Deborah Harry bei Blondie.

Fazit: Angesichts der Spielzeit von achteinhalb Minuten für vier Songs bleibt kaum Fleisch für ein umfangreiches Review, aber das, was man geboten bekommt, geht richtig gut ab. In jedem Fall hätten die Misfits ihre Freude daran, denn auch deren Motto lautet: In der Kürze liegt die Würze.
Kritikpunkte, die mir auffielen sind ohne weiteres behebbar. Da wäre einmal der etwas dumpfe Klang: Ok, ist 'ne Demo und kann man auch besser abmischen.
Oder der etwas geringe Bass-Druck: Ist eben für den Ami-Markt konzipiert und die mögen keinen Bass wie wir hier.
Und dann wären da noch die etwas unregelmäßigen Takte, besonders am Ende von Song 3 und zu Beginn von Song 4: Metronom für die Rhythmusfraktion?!?

Titel-Liste:
 
  1. They can see in the Dark
  2. Taste of Blood
  3. Dead Boy
  4. Angel Whore

Laufzeit:
 8:31 Min.

Band-Infos:
 
  • www.silent-meow.com 
  •  
     
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