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Review: Tornapart
 
GHOST X-35

Album:
 GHOST X-35, 2009, Eigenvertrieb

Stil:
 Industrial Metal, Nu Metal, Techno

Tendenz:
 Auf ihrer Homepage schreibt die Band Zwei schreien, fünf machen Krach… und …mit ihrer Art Musik zu machen jeden Moshpit in eine Tanzfläche verwandeln... Hört hört! Mal sehen, ob sie diesen Ankündigungen Taten folgen lassen. R.J., 20.10.2009

Review:
 Der Synthesizer-Opener namens"Ghost" geht in den ersten richtigen Song "Metafiction" über. Der Track beginnt mit kraftvollen Gitarren, in die sich mit Beginn der noch kraftvolleren Growls wieder der Synthi-Sound mischt. Die harten Vocals wechseln im Song mit cleanem Gesang a la Linkin Park.
"Medusa"startet wieder mit künstlichen Klängen im Stile von Szene-Größen wie Väth, van Dyk oder Cabaret Voltaire. Schroff unterbrochen werden diese Töne durch fieses Growls. Ehe dann der Gesang mit einer Rap-Einlage überlagert wird.
"x-35" besteht ausschließlich aus lupenreinen Techno-Klängen. Der Hörer wähnt sich bei einer Schaum-Party in einem Club auf Ibiza.
In " Forever Damaged" regieren wieder härte Töne. So zumindest beginnt der Song. Harte Vocals gepaart mit den Shinoda Vocals. Der Synthesizer begleitet grobe Gitarren. Klingt irgendwie nach Love Parade meets Hardcore.
" Echoes" kommt im gleichen Stil, wie der Vorgänger daher. Allerdings gesellt sich in der Mitte eine Gesangsdoublette einer männlichen und einer weiblichen Stimme dazu. Gesangstechnisch keine Offenbarung…klingt nach NDW, von denen hatte auch keiner Gesang studiert, dennoch hatten sie Erfolg. Dies klingt aber ein bisschen so, als hätte man eine Dame aus dem Publikum ans Mikro gezerrt.
" Memento Mori" ist ein kurzer Synthi-Auffüller zum eigentlichen Abschluss. Halt!...nicht ganz, denn es kommt noch ein " Hidden Track", über den ich lieber den Mantel des Schweigens lege.

Fazit: Experimente mit Musik sind nicht verkehrt. Stile zu vereinen kann auch recht interessant sein, vor allem, wenn es sich um Musikrichtungen handelt, die augenscheinlich nichts miteinander zu tun haben.
Tornapart versuchen Industrial und Nu Metal Elemente mit Techno-Sound zu kombinieren. An einigen Stellen sind auch gute Ansätze erkennbar (siehe z.B. "Metafiction").
Im Ganzen überzeugt mich die Mischung allerdings nicht. Für meinen Geschmack viiel zu viel Synthi-Techno-Sound.
Die Band sollte sich in Zukunft für eine klare Linie entscheiden, an Mut jedenfalls fehlt es sicher nicht. Auf solche Stücke wie "X-35" und "Memento Mori" sollten sie generell verzichten.
Unerwähnt sollte nicht bleiben, dass sich ihre auf ihrer Myspace-Seite eingestellten Live-Mitschnitte um ein wesentliches brutaler und härter anhören, als auf ihrer Demo. Sollte ich mich nicht verhört haben, verzichtet man bei“Medusa“ auf die Rap-Einlage. Gut so!
Zum letzten Hip-Hop Hidden Track noch eine Anmerkung. Die Band hat diesen nach eigenen Aussagen als Dankeschön für ihren Rapper Kumpel Johnny Amokk und nicht als eigenen Track auf die CD gebannt hat. Es sei ihnen verziehen.
Wenn es ihnen beim nächsten Versuch gelingt, die offenbar live vorliegende Härte mehr auf CD zu bringen und die (in meinen Augen) überflüssigen Technotracks außen vor zu lassen, dann haben sie einen großen Schritt nach vorn gemacht. Wir werden es beobachten.

Titel-Liste:
 
  1. Ghost
  2. Metafiction
  3. Medusa
  4. X-35
  5. Forever Damaged
  6. Echoes
  7. Memento Mori
  8. hidden track

Laufzeit:
 21:33 Min.

Band-Infos:
 
  • www.tornapart.de 


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