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Review: Triptykon |
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Album:
| | SHATTER, 2010, Century Media |
Stil:
Tendenz:
| | Fortsetzung des Knallerdebüts angereichert mit zwei Cover-Songs von Celtic Frost. | | R.J., 03.11.2010 |
Review:
| | Erst im Frühjahr diesen Jahres stellten Triptykon ihr Erstlingswerk EPARISTERA DAIMONES vor. Bereits ein halbes Jahr später legen sie mit der vorliegenden EP SHATTER nach. Ganz schön fleißig die Schweizer könnte man meinen.
Aus den Aufnahmesessions zum Album ergaben sich weitere drei Songs. In der japanischen Version von EPARISTERA DAIMONES war "Shatter" bereits als Bonustrack enthalten. Für den hiesigen Markt fügte man zwei im April diesen Jahres auf dem Roadburn Festival live gespielt Cover-Songs von Celtic Frost bei und veröffentlichte alles zusammen als Nachspeise zum Album auf dieser EP.
Die gesamte Vorrede möchte ich an dieser Stelle nicht nochmal wiederholen, darum bitte ich unbedingt zum Review von EPARISTERA DAIMONES zu schauen, auch, weil beide Veröffentlichungen in engem Zusammenhang zueinander stehen.
Das Tom. G. Warrior Fischer eine ziemlich schwierige und tiefschwarze Phase in seinem Leben durchlief, lässt sich bereits an dem Album bestens ablesen bzw. heraushören. Der Titel-Song "Shatter" jedoch ist der wohl sicherste Beweis dafür. Nicht nur der Titel lässt auf eine ziemlich geschundene Seele schließen. Solche Aussagen wie zu fühlen ist Leiden, zu fühlen ist Ablehnung, zu fühlen ist Verzweiflung, zu fühlen ist Sterben sagen glaube ich alles. Viel sagend ist auch, dass solch emotionale Äußerungen wie ich will leben, ich will lieben nur in umgekehrter Richtung kundgetan wird. Why did you cast me into a bottomless pit of pain? lässt die letzte Ungewissheit weichen.
Musikalisch setzt sich logischerweise der Stil des Albums fort. Die Gitarren vibrieren dunkel und tief. Der Gesang ist dem Text gemäß trostlos und fehlend. Untermalt wird die düstere Stimmung vom atmosphärisch anklagenden engelsgleichen Gesang wiederum von Simone Vollenweider.
Mit "I am the Twilight" folgt ein weiterer schauerlich fieser und dunkler Song. Die knapp acht Minuten quellen über vor Frust, Leid und Qual.
"Crucifixus" ist ein rein instrumentales düster-atmosphärisches Stück, dass man eigentlich sogar eher als Klang-Ton-Geräusch-Collage bezeichnen kann. Der Track wirkt hier auf der EP etwas verloren, wäre auf einem Longplayer sicherlich besser aufgehoben gewesen.
Mit "Circle of the Tyrants" folgt der erste Cover-Song von Celtic Frost. Aufgenommen wurde das Ganze auf dem Roadburn Festival in Tilburg/Niederlande im April 2010. Das Original dieses Songs stammt vom Album TO MEGA THERION aus dem Jahre 1985. Ohne viele Umschweife lässt sich einfach sagen, diesen Track hätte es nicht unbedingt gebraucht. Natürlich steckt in jedem Stück Tom G. Drin, im Original genauso wie in der Urfassung, klaro. Natürlich klingt das Ganze jetzt auch irgendwie nach Triptykon. Aber dennoch hätte ich das Stück nicht unbedingt auf CD gebraucht.
"Dethroned Emperor" stammt vom 1984er MORBID TALES von Celtic Frost. Auch dieses Stück ist live auf dem Roadburn Festival aufgenommen worden. Gegenüber dem vorherigen Track entwickelt sich dieser für mich ein wenig anders. Sicherlich stammt auch dieses Stück sowieso aus der Feder vom Warrior, passt in der Form musikalisch bestens zu Triptykon. Dem Original gegenüber braten die Gitarren hier wesentlich dunkler. Auch wird an der Temposchraube etwas gedreht und zwar nach unten, was der Musik von Triptykon vollends entspricht. Und es funktioniert!
Fazit: Ich denke, dass es dem bereits ziemlich langen Album zu verdanken ist, dass wir diese EP vorliegen haben. Vielleicht hätte man auch ein Doppel-Album machen können, denn wenn wir ehrlich sind, sind nur die drei ersten Songs auf dieser EP Triptykon. Die Cover-Versionen hätte man sich sicherlich auch sparen können und haben den einzigen Zweck, diese EP fülliger zu machen. Trotzdem sagen mir die beiden ersten Songs absolut zu und setzen das starke Debüt fort. Alle, die vom Erstlingswerk überzeugt waren, sollten sich auch diese EP zulegen um somit die komplette Session ihr Eigen nennen zu können. Vor allem Fans von Thomas G. Fischer sei diese EP ans Herz gelegt, schon allein wegen "Shatter" und dem darin enthaltenen Seelenstriptease des Altmeisters. |
Titel-Liste:
| | - Shatter
- I am the Twilight
- Crucifixus
- Circle of the Tyrants (Live, Celtic Frost-Cover)
- Dethroned Emperor (Live, Celtic Frost-Cover)
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.triptykon.net
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