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Review: WarBurG |
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Album:
| | FIRST STRIKE, 2010, Eigenvertrieb |
Stil:
Tendenz:
| | Eine interessante Visitenkarte einer jungen Band, die endlich der Proberaumzeit entfliehen will und auch das Potential dazu hat. | | S.M., 21.02.2010 |
Review:
| | Ausnahmsweise muss ich hier mal eine Promoschrieb-Einleitung übernehmen, weil ich sie so cool finde:
"Sehr geehrte Damen und Herren, wir sind ein Zusammenschluss junger Musiker, die unter Anwendung verschiedener Instrumente und vokaler Elemente Kompositionen kreiren, die das Gemüt unserer Hörer heben und in einen Zustand völliger Glückseligkeit versetzen sollen.... HÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ??? WIE? WAT?.... also nochmal im Klartext: Hell'o Metalheadz! Wir sind 'ne geile Metalband und treten mit unseren Songs den Leuten mal so richtig in den Arsch!!!.
Okay, dann wollen wir den fünf Jungs aus NRW mal Gelegenheit zum Arschtreten geben!
Den Anfang macht "Demons of the Sea", ein Song, der nicht nur anhand des Titels Gedanken an Running Wild in die Waagschale wirft. Auch stilistisch ist es sehr ähnlich - einschließlich des fireing-Guns-Kanonenschlags (der doch sehr arg an "Under Jolly Roger" erinnert). Abgesehen von der deutlichen Inspiration ist es ein straighter, druckvoller und eingängiger Metaltrack mit einem gut erarbeiteten Höhepunkt.
Deutlich mehr Old-School-Touch bringt "Brainbandit" mit sich und sucht seine Reminiszensen mehr im Großbritannien der frühen 80er. Eine starke und sehr variable Gesangsleistung kann man hier von Jörn Leiwesmeier hören, der locker zwischen mittlerer Lage und spitzen, hohen Schreien wechselt. Ein bisschen länger könnte der Song gerne sein, denn wenn man sich gerade so richtig reingehört hat, ist er wieder vorbei.
Etwas mehr Epic - irgendwo an einer Schnittgrenze zwischen Manowar und Iced Earth - kommt mit "Return of the Ice" ins Spiel. Der Höhepunkt ist im Gegensatz zum mehrschichtigen Konstrukt etwas simpel angelegt und klingt wie schon sehr oft gehört.
Bei "Dragonhunter" wird es lyrisch sehr true, während stilistisch wieder der traditionelle Metal der 80er Pate steht. Der Song rockt gut und macht live sicherlich so richtig Laune. Das Gitarrenspiel setzt sich gekonnt in Szene und Jörn zeigt wieder, welche Höhen er erklimmen kann. Alles in allem ein guter Song.
"We need a King" ist eine kurzweilige und melodische Nummer nach true-em Vorbild. Der Aufbau ist kraftvoll und zielgerichtet und mündet in einen leicht pathetischen Refrain, der schnell ins Ohr geht.
"Hungry for WarBurg" kracht dann ordentlich und erinnert mich ein wenig an frühere Blind Guardian. Das Riffing fällt mir dabei positiv auf, während der Höhepunkt leider ein wenig verheizt wird, da er nicht so recht über der Komposition thront.
Zum Abschluss gibt es noch einen re-recordeden Track der ersten Demo METAL OVER ARMAGEDDON: "Broken Sword". Es ist eine straighte Nummer, die ihre Inspiration zweifelsohne von good, old Manowar bezieht. Die Mischung aus Power und true-em Pathos kommt aber ganz gut. Mir gefällt auch der kurze Instrumentalteil, wenn Sänger Jörn als Begleitung der Gitarre zur Klarinette greift.
Fazit: Klar, WarBurG bewegen sich hier noch klar im Demo-Status - insbesondere produktionstechnisch - und machen da auch keinen Hehl daraus. Doch man merkt, dass die Jungs mehr wollen. Sie wollen ihre Fanbase durch weitere Live-Auftritte vergrößern und sich auch für einen Plattendeal empfehlen.
FIRST STRIKE ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg dorthin. Es muss zukünftig noch Feinarbeit beim Songwriting geleistet werden und es sollten auch noch ein paar mehr eigene Merkmale erspielt werden, doch insgesamt ist der Auftritt von WarBurG mit dieser Demo schon verheißungsvoll. |
Titel-Liste:
| | - Demons of the Sea
- Brainbandit
- Return of the Ice
- Dragonhunter
- We need a King
- Hungry for WarBurG
- - - BonusTrack - - - - Broken Sword (re-recorded)
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.warburg-dieband.de
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