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Review: Diablo |
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Album:
Stil:
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | J.G. 23.03.2006 |
Review:
| | Es ist soweit. Das lange erwartete vierte Album der Finnen geht an den Start. Die Single-Auskopplung des Titel-Songs "Mimic47" hielt sich bereits 3 Wochen auf Platz 1 der finnischen Charts. Ob die Qualität auch für deutsche Verhältnisse ausreichend ist, werde ich für mich selbst in wenigen Augenblicken herausfinden.
Nach wenigen Tönen ist klar, hier werden die Nackenbrecher Größe XXL ausgepackt. Hätte man sich fast denken können, denn die erste Hürde ist sicherlich schon das Öffnen der Hülle. Nix für schwache Nerven oder Arachnaphobiker. Genauso lauernd und blitzschnell zupackend, wie die Spinne des Covers auf Beutefang, schlagen auch die ersten Riffs des Openers "Shadow World" zu.
Wären die Gitarren nicht überwiegend aggressiv gestimmt, könnte man bei "In Sorrow we trust" von einer reinrassigen Ballade sprechen. Gesamt betrachtet halten sich die sanfteren Passagen in Grenzen, liefern aber einen interessanten Kontrast - gerade bei Sing- und Schrei-Stimme.
Nun zum eigentlichen (und viel gelobten) Titelsong "Mimic47". Es dauert eine ganze Weile, bis ich den berüchtigten zündenden Funken aus meinem Feuerstein schlagen kann. Einzig und allein der melodische Refrain kann sofort überzeugen. Wenn ich mir die Sache dann zum dritten Mal anhöre, fällt mir plötzlich ein, wo ich das Ganze schon mal gehört habe. Schnell mal die alten Scheiben von Rage (1995/1996) aus dem Stapel links hinten rausgezerrt und durchgescannt. Streiche ich die ganzen melodischen Teile raus, bleibt doch viel ähnliche Riffkost übrig. Oder täusche ich mich?!?
"Condition red" gibt sein Bestes, die Riffs möglichst mit der Dampframme in die Gehörgänge zu klopfen. Hier hilft nur in Deckung gehen oder leiser drehen - hmm - also dann doch lieber in Deckung gehen...
Zwei Miunuten Verschnaufpause gibt's anschließend beim Instrumental "Kalla". Nochmal durchschnaufen und...
...weiter im forcierten Galopp bei "Blackheart". Prägnante Riffs und recht interessante Gitarren-Soli lauern hier hinter jeder Ecke.
Wer erinnert sich nicht an den Titel-Song "A View to kill" von Duran Duran für einen der unzählichen James Bomd-Filme? Obwohl gecovert - oder gerade deshalb - ist die Sache recht gut gelungen und fügt sich nahezu nahtlos ins Repertoire der eigenen Kompositionen ein. Warum der Song allerdings auf dem Album gelandet ist, bleibt mir unerklärlich. Schließlich mochte ihn Sänger Nygård selbst nicht besonders...
Fazit: Größtenteils solide, eigenständige, aber nicht überragend geniale Kost. Für meinen Geschmack ist die Sache nicht so ganz rund wie beim Vorgänger gelungen. Irgendwie vermisse ich manchmal die gurchgängigen Ideen, wenn ich z.B. an "Kathryn" denke. Etwas mehr Abwechslung hätte vielleicht nichts geschadet. Gerade Bass und die Rhythmus-Gitarre schrubben recht oft auf den gleichen Tonlagen herum.
Dass sich die Scheibe deutlich sperriger als der Vorgänger gibt, kann mit ein paar Durchläufen mehr größtenteils ausgebügelt werden. Der relativ eigenständige Sound hilft jedoch, sich deutlich vom reinen Mittelmaß abzugrenzen. |
Tipp:
| | Gehörige Portion Thrash Metal mit einigen modernen Elementen und extrem gitarrenlastigem Gesamt-Konzept. Wer offen ist für Gruppen wie Kreator, Static-X oder Disturbed, der findet hier neues Futter, dass sich irgendwie dazwischen bewegt. |
Titel-Liste:
| | - Shadow World
- Damien
- Together as Lost
- In Sorrow we trust
- Mimic47
- Condition red
- Kalla
- Blackheart
- Kathryn
- Rebellion of one
- D.O.A.
- A View to kill
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Laufzeit:
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