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Review: Disturbed
 
TEN THOUSAND FISTS

Album:
 TEN THOUSAND FISTS, 2005, Reprise Records

Stil:
 Nu Metal, Power Metal, Thrash Metal

Wertung:
 5,5 von 7
5,5 von 7 Punkten
 J.G., 10.11.2005

Review:
 Das ist wieder eine der Bands, die sich stilistisch nur schwer einordnen lassen. Dies tut aber dem Hörvergnügen kaum einen Abbruch. Die Jungs aus Chicago bewegen sich zwischen Nu Metal, Power, Thrash und einem Schuss Modern Rock. Das Herzstück der Truppe ist sicherlich der Frontmann David Drainman und sein instrumentaler Gegenspieler an der Gitarre Dan Donegan. Hat der eine ein untrügerisches Gespür für geniale (und nicht aufdringliche) Gesangslinien, so beweist der andere sein feines Händchen für extrem knackige, manchmal auch stakkatoartige Riffs.
Es fällt schwer einzelne Songs besonders zu loben, da eingentlich fast kein überflüssiger Lückenfüller an Bord ist. Selbst die Coverversion "Land of Confusion" von Genesis passt wie angegossen.
Gemein ist bei allen Titeln ein mitreisender Groove, jede Menge eingängige Riffs und Refrains.

Der Opener "Ten thousand Fists" beginnt mit einen Hauch Exotik, bevor er zu einem wahren Nackenbrecher mutiert.
Auch wenn "Just stop" nicht wesentlich flotter daherkommt, gaugelt die extreme Stakkatoarbeit der Instrumentaltruppe mher Tempo vor, als tatsächlich vorhanden. Einen interessanten Kontrast liefert hierbei noch der butterweiche und schmeichelnde Refrain.
Hart und deutlich schneller geht es bei "Guarded", wobei auch hier langsamere harmonische und härtere disharmonische Abschnitte für Abwechslung sorgen.
Mit "Deify" gelingt es sicherlich das eine oder andere Tanzarea zu stürmen. Headbangen ist Pflicht.
Vergleichbar mit den Titel "Just stop" lebt auch "Stricken" von dominanten "Stakkato-Passagen" und einer streckenweise fast gefühlvollen Gesangslinie.
Etwas langsamer ohne gleich als echte Ballade durchzugehen, überzeugt "Overburdened" auf der ganzen Linie.
Aber Einschlafen is' noch nich'. Spätestens bei den ersten Takten von "Decadence" ist man wieder hellwach. Sollte man auch sein, bevor dann das richtige Gewitter aufzieht. Ansonsten läuft man Gefahr vor Schreck aus dem Bett zu fallen.
Überrascht war ich bei der Coverversion "Land of Confusion", die mir sogar einen Tick besser gefällt, als von Genesis selbst - sorry Phil & Co..

Fazit: Warum gibt es dann keine Höchstnote?
Tja, persönlich fand den Vorgänger BELIEVE noch eine Spur abwechslungsreicher, besonders was den Rhythmus betrifft und langzeitlich betrachtet auch eingängiger. Aber das darf letzendlich jeder selbst beurteilen.

Tipp:
 Man (und natürlich auch Frau) bekommt 14 interessante überwiegend im gehaltene Midtempo-Songs geboten, die auch produktionstechnisch erste Sahne sind.
Prädikat: Empfehlenswert!

Titel-Liste:
 
  1. Ten thousand Fists
  2. Just stop
  3. Guarded
  4. Deify
  5. Stricken
  6. I'm alive
  7. Sons of Plunder
  8. Overburdened
  9. Decadence
  10. Forgiven
  11. Land of Confusion
  12. Sacred Lie
  13. Pain redefined
  14. Avarice

Laufzeit:
 56:06 Min.


 
 
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