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Review: Doro |
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Album:
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | J.G., 26.03.2006 |
Review:
| | Das Rock-Business ist in den letzten Jahren für die Künstler nicht gerade leichter geworden. Wer sich dann noch als Frau im rauen Geschäft behaupten kann, der muss schon über besondere Qualitäten verfügen. Doro ist eine der wenigen davon, die das geschafft haben. Vielleicht liegt es einfach daran, dass sie alle Sachen, die ihr wichtig sind, mit vollem Einsatz betreibt. Und da macht sie keinen Unterschied, sich für die Tierschutz-Organisation PETA zu engagieren oder mit Gefühl und Leidenschaft ihre Songtexte zu schreiben. Vielleicht liegt es auch daran, dass sie den Spagat geschafft hat, einerseits ihrer Linie treu zu bleiben und andererseits sich den Wünschen ihrer Fans nicht zu verschließen.
Der Einstieg ist mit dem Opener "You're my Family" mehr als gelungen. Der Tribut an alle Fans wandelt mit seinen Heavy Rock Rhythmen auf den Spuren der guten alten Warlock-Ära und weiß sofort mit Intensität und Eingängigkeit zu überzeugen.
Deutlich mehr zur Sache geht es dann beim typischen Head-Banger "Haunted Heart". Neben Doro's Gesang sind es besonders die gefühlvollen Gitarren im Hintergrund, die dem Song eine besondere Note verleihen. Im Gegensatz zu früheren Warlock-Zeiten hat sich Doro's Gesangsarbeit allerdings deutlich weiterentwickelt.
Sphärische Sample-and-Hold Klänge läuten das leicht melancholische Slow Rock Stückchen "Strangers Yesterday" ein. Gefällige Hooklines sorgen hier für garantierten Gehörgang-Klebstoff.
Unbeirrbar marschieren wiederum der nächste Mid-Tempo-Track "Thunderspell" und das spätere "My Majesty" durch den Raum. Das modernere Power Gewand steht ihnen dabei recht gut zu Gesicht.
Anders als vielleicht vermutet, ist der Titel-Track des Albums "Warrior Soul" eher in der Bombast-Slow Rock Ecke anzusiedeln. Jede Menge Effekte, wie Windgeräusche, Pauken und jammernde Gitarren schaffen die richtige düstere Atmosphäre.
Obwohl mit "Creep into my Brain" kaum der Geschwindigkeitsrekord für Mofas gebrochen werden könnte, schafft es gerade das Gitarrenlastige Arrangement, dass der Sound richtig zähflüssig und böse leuchtend aus den Boxen quillt. Auch einige andere Meister ihres Fachs konnten schon zeigen, dass metallischer Charakter nicht immer mit High-Speed erreicht wird.
Als typischer Vertreter einer Doro-Ballade kann "Above the Ashes" besonders mit gefühlvollem Gesang und überzeugender Gitarrenarbeit punkten.
Wenn es um ehrliche Gefühle geht, schäut sich Doro nicht davor, auch traumatische Erlebnisse und nicht verarbeitete Trauer in Musik zu fassen. "In Liebe und Freundschaft" ist die musikalische Fassung des Abschieds von einem lieben Menschen - ihrem Vater.
Bevor den empfindsamen Zuhörern dann doch noch eine Träne über die Wange rollt, wird sicherheitshalber auf Punk-Rock-Stimmung gesetzt - "Ungebrochen": kurz, schmerzlos und mitreißend.
Andy Allendörfer, der 2005 bei einem Verkehrsunfall verunglückte AFM-Firmenchef spukt wohl noch vielen Musikern als quasi "guter Geist" im Kopf herum. Doro versucht ihm mit der gefühlvollen Ballade "Shine on" auf ihre Art die letzte Ehre zu erweisen.
Fazit: Auf WARRIOR SOUL ist eigentlich alles geboten, was die Musik von Doro auszeichnet. Noch viel überzeugender als bei ihren Vorgängerscheiben, schafft sie es ihre musikalische Vergangenheit mit der Gegenwart zu verbinden. Dass sie dabei einmal mehr beweist, ein glückliches Händchen für Ohrwürmer zu besitzen, braucht man eigentlich nicht zu erwähnen. 54 Minuten Doro pur sprechen für sich. |
Tipp:
| | Lange ersehnt und endlich erreicht. Doro war selten so rockig, selten so gefühlvoll und selten so authentisch. Für alle, sie sich auch gerne an Warlock-Zeiten erinnern, werden hier einiges Futter finden. |
Titel-Liste:
| | - You're my Family
- Haunted Heart
- Strangers Yesterday
- Thunderspell
- Warrior Soul
- Heaven I see
- Creep into my Brain
- Above the Ashes
- My Majesty
- In Liebe und Freundschaft
- Ungebrochen
- Shine on
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Laufzeit:
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Bandinfos |
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