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Review: Dream Evil |
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Album:
| | UNITED, 2006, Century Media |
Stil:
Wertung:
| |  6,5 von 7 Punkten | | J.G., 09.11.2006 |
Review:
| | Ein wahres Wechselbad der Gefühle mussten die treuen Fans von Dream Evil dieses Jahr durchleben. Es ging ständig Berg auf und Berg ab, wie auf der Achterbahn, mit dem dafür typischen Kribbeln im Bauch. Nicht jeder assoziiert diesen Fahrspaß mit einem angenehmen Gefühl.
Zuerst verlässt der Sänger Niklas Isfeldt und Bassist Peter Stålfors die Band und raubt ihr damit eine gehörige Portion Identität. Anschließend streicht Gitarrenzauberer Gus G. die Segel, weil er sich voll und ganz auf seine Hauptband Firewind konzentrieren möchte.
Und wenn das noch nicht genug wäre, gibt es Streit mit dem erfahrensten Recken Snowy Shaw, der nicht nur seinen Sitzplatz hinter der Schießbude räumt, sondern dabei auch gleich jede Menge Songmaterial mitnimmt, das aus seiner Feder stammt.
"Ist das nun das Aus für Dream Evil"?, fragten sich zu diesem Zeitpunkt viele Fans. Und hätte man mich gefragt, ich hätte "Ja" gesagt. Aber ich wurde eines besseren belehrt.
Verblieben ist somit Gitarrist Frederik Nordström, der es nach der plötzlichen Rückkehr von Peter und Niklas schafft, den Bandgedanken aufrecht zu erhalten. Für Gus G. findet man schließlich mit Mark U. Black einen durchaus interessanten Nachfolger. Als hinter dem Schlagzeug dann noch Pat Power Platz nimmt, ist die Truppe wieder komplett und kann endlich das neue Album einspielen.
Nun wird auch jedem klar sein aus was sich der Titel des Albums bezieht - Diesmal ist es weniger der musikalische Inhalt, der zu dem Titel UNITED inspirierte, sondern die großen Geburtswehen und die Erkenntnis, dass es sich lohnt, wenn man zusammen hält.
Musikalisch schließt das neue Werk nahtlos an die alten Hochzeiten von THE BOOK OF HEAVY METAL an und wird Dream Evil Fans auf der ganzen Linie zufrieden stellen.
Bemerkt man den Verlust von Gus G. und Snowy Shaw? Die Antwort ist "Ja", aber im positiven Sinne. Sicherlich ist das Drumming nicht mehr ganz so druckvoll wie beim alten Felldrescher, aber dafür schafft es Pat Power besonders bei Titeln wie "Blind Evil" einen transparenten Raumklang zu erzeugen, der den Titeln jede Menge Volumen mit auf den Weg gibt.
Der eine oder andere mag manches geniale Gitarren-Licks des Griechen Gus vermissen, jedoch harmonieren Frederik und Mark hervorragend, sodass jedes Solo seinen Adressaten findet. Eine erste Kostprobe bekommt man schon beim Opener "Fire! Battle! In Metal!" nach zweieinhalb Minuten geboten.
"United" ist das typische Bindeglied zu Alben wie THE BOOK OF HEAVY METAL und beweist einmal mehr, dass manchmal der Wiedererkennungswert eines Songs mehr zählt, als vielleicht genial neue Originalität.
Stellt euch "Evilution" mit einem anderen Sänger vor? Was, es fällt euch schwer? Ehrlich gestanden, mir auch. Hier fällt es schwer, sich vorzustellen, dass Niklas quasi ein unbeschriebenes Blatt war, bevor er zu Dream Evil stieß. Jetzt ist er so wichtig, wie der richtige Deckel für den Dream Evil-Metal-Topf.
Für alle diejenigen die denken, dass Tempo ein Fremdwort sei und sich kaum ein Titel aus dem Mid-Tempo-Sumpf erheben würde, der darf sich bei "Let me out" und "Falling" vom Gegenteil überzeugen.
Natürlich gibt's eine Ballade. "Love is Blind" bewegt sich zunächst mit sparsamen Instrumenteneinsatz in textlastigen Gefilden, bevor es sich zu einem richtig dicken Power-Prügel entwickelt.
Das die Jungs trotz aller Probleme nicht alles so tierisch ernst nehmen, beweist der letzte Song "My Number One". Na, wer hätte ihn noch erkannt, den griechischen Siegertitel der Eurovision von 2005? Dieser Song wurde übrigens in der alten Besetzung eingespielt und verdeutlicht besonders beim Drumming die Unterschiede zwischen alter und neuer Truppe.
Fazit: Ich freue mich, dass sich Dream Evil noch einmal besonnen hat und das gemeinsame Ziel "Musik" zum Wohle von uns Fans gewonnen hat. Die konsequente Fortsetzung beinhaltet kaum schwaches Füllmaterial und kann auch im neuen Line-Up-Gewand auf der ganzen Linie überzeugen. |
Tipp:
| | Dream Evil bekommen den Nachschlag, den sie seit THE BOOK OF HEAVY METAL sehnlichst erwarten. Wer richtige Neuheiten sucht, der sollte seine Erwartung etwas zurück schrauben. |
Titel-Liste:
| | - Fire! Battle! In Metal!
- United
- Blind Evil
- Evilution
- Let me out
- Higher on Fire
- Kingdom at War
- Love is Blind
- Falling
- Back from the Dead
- Doomlord
- My Number One
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Laufzeit:
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Bandinfos |
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