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Review: Dream Theater |
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Album:
| | SYSTEMATIC CHAOS, 2007, Roadrunner |
Stil:
Wertung:
| |  6,5 von 7 Punkten | | S.J., 26.05.2007 |
Review:
| | Nachdem im letzten Jahr ausschließlich Live-Scheiben unter das Volk gebracht wurden, ist nun auch wieder ein Studio-Album an der Reihe. Dream Theater sind und bleiben wohl unbezweifelt die bekannteste Prog-Metal Band überhaupt, und das nicht zuletzt wegen ihrer Arbeitsfreudigkeit. So wurde gerade erst auf dem letzten veröffentlichten Live-Album beispielsweise DARK SIDE OF THE MOON gecovert, und zwar von vorn bis hinten, die gesamte Pink Floyd Scheibe eben. Klar dass man da hungrig auf neues eigenes Material wird, und deshalb gibt es nun SYSTEMATIC CHAOS, wo der Name Programm zu sein scheint.
"In the Presence of Enemies Pt. 1" beginnt mit wilden, sich ineinander drehenden Riffs, vertracktem Drumming und wilden Leads. Es folgt die Ruhe vor dem Sturm, alles glänzt atmosphärisch und beruhigt, bis Pink Floyd ähnliches Akustik-Gezupfe das Riffgewitter einleitet. Wieder eine Abschwächung, und nach knapp 5 einhalb Minuten setzt zum ersten Mal James LaBrie's Gesang ein.
Produktionstechnisch scheint man gegenüber manch früheren Album erneut Fortschritte gemacht zu haben, ich mag mich an kein anderes Dream Theater Album erinnern auf dem die Gitarren wirklich so weit treibend klangen und der Bass so unglaublich viel Druck machte. Genau das zeichnet auch schon den Beginn von "Forsaken" aus. Heftig brachiale Riffs, zusätzlich mit Obertönen versehen, dass man glatt einen Zakk Wylde hinter den Saiten vermuten könnte. Gut - nur für den Anfang, aber dennoch. Was auf diesen folgt, ist atmosphärisch, von Keyboards begleitet und deutlich balladesk angehaucht. Nicht schlecht, aber sicher auch nicht Höhepunkt des Albums.
John Petrucci äußerte sich über SYSTEMATIC CHAOS indem er erklärte, das einzig bewusst geplante auf diesem Album sei - wenn es so etwas denn überhaupt gegeben habe - die Tatsache, dass man sensibles, softeres Material außen vor ließ. Der direkte Beweis auf dem Album ist "Constant Motion", das über weite Strecken klassische Thrashriffs bietet, und natürlich hat sich auch La Brie's Gesang diesen angepasst. Der Eine wird dies kritisieren, für den Anderen klingt's ungewohnt, der Nächste wird gerade das toll finden. Ich gehöre zu letztgenannten, auch wenn der Song gegen Ende noch mal richtig explodiert, er treibt ohne Ende und die Riffs wirklich errichten eine so brachiale Soundwand als gäbe es kein Morgen.
"The dark eternal Light" macht Rifftechnisch an ähnlicher Stelle weiter, jedoch eine Spur vertrackter. Aber auch ganz simpel groovende Passagen finden Verwendung, irgendwo zwischen neuem Thrash und Nu Metal anzusiedeln. Der epische Refrain sprengt ein weiteres Mal jegliche Genregrenzen.
Etwas zum Einschlafen und Träumen bietet "Repentance", und zwar über Zehn Minuten lang. Auch wenn man immer auf den Umbruch wartet, er bleibt aus. Dream Theater können wenn man so will, auch mit an sich völlig vorhersehbaren Dingen das Unvorhersehbare erreichen.
"Prophets of War" ist schon wieder deutlich abwechslungsreicher und spannender. Eine sehr keyboardlastige Nummer, anklagend fragt La Brie "Is it time to make a change?". Eine klare Kritik am Irak Krieg.
Zum Ende von SYSTEMATIC CHAOS finden sicht mit "The Ministry of lost Souls" und "In the Presence of Enemies Pt. 2" zwei Songs die zusammen über eine halbe Stunde dauern. Es wäre wohl unsinnig, diese hier noch einzeln in Worte zu fassen. Tendenziell lässt sich sagen dass sie im Gegensatz zu den vorangegangenen Songs auf SYSTEMATIC CHAOS eher traditionell ausfallen und weniger hart, weniger geradlinig sind, aber doch kein bisschen weniger mitreißend. Vorausgesetzt, man schafft es als Hörer sich wirklich auf diese komplexe Art von Musik einzulassen. Wenn man das nicht kann, braucht man wohl aber ohnehin nicht zu einer Dream Theater CD greifen.
Fazit: SYSTEMATIC CHAOS brilliert durch perfekte Produktion, erneut technisch hohe Raffinessen an den Instrumenten und komplexe Songstrukturen. Portnoy und Co gehen härter als auf letzten Veröffentlichungen zu Werke, jedoch steht ihnen auch dieses bestens zu Gesicht. |
Tipp:
| | Fans und Kenner müssen eh zugreifen. Aber auch jenen, die Dream Theater oft zu weich und zu kompliziert waren, könnten sich zumindest an SYSTEMATIC CHAOS mal herantrauen. |
Titel-Liste:
| | - In the Presence of Enemies Pt. 1
- Forsaken
- Constant Motion
- The dark eternal Light
- Repentance
- Prophets of War
- The Ministry of lost Souls
- In the Presence of Enemies Pt. 2
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Laufzeit:
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Bandinfos |
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