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Review: Dungeon |
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Album:
| | ONE STEP BEYOND, 2005, Limp |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | J.G., 05.04.2006 |
Review:
| | Es ist immer wieder erstaunlich, wie lange manch guter Stoff braucht, bis er sich weltweit verbreitet. Da meint jeder, das Internet wird's schon richten, E-Mails vom einen zum anderen Ende des Globus dauern gerade mal ein paar Sekunden und Bilder vom Mars kommen auch schon nach ein paar Minuten auf der Erde an.
Dungeon, eine Power Metal Band aus Australien haben das Kunststück geschafft, seit 1989 nahezu unentdeckt für europäische Ohren einen um den anderen Erfolg einzuheimsen. Besonders in Japan, Neuseeland und ihrer Heimat rekrutieren sie ganze Heerscharen an Fans, wenn sie dort auf Tour gehen und bei unzähligen der größten Festivals auftreten.
Dungeon, hää? Is' das 'n neues Videospiel? Ja, so oder ähnlich sind bei uns hier die Reaktionen auf die Frage wer oder was den Dungeon sei.
Jetzt soll Schluss damit sein, denn die Jungs Lord Tim, Stu, Pete und Grahame haben wirklich was auf der Pfanne. Ohne große Spielereien spulen sie ihr Power Programm ab, das meist brachial nach vorne marschiert und dabei die Melodik nicht vergisst.
Der Einstieg mit "The Power within" schichtet schon mal die ersten dicken Bretter auf den Wagen. Treibende Drums, und eingängige Riffs, Tims markante Stimme und fette Chöre lassen den Song von Anfang bis Ende knallen, dass einem Hören und sehen vergeht. Nicht ganz so schnell aber mit ähnlichen Nackenbrecher-Qualitäten wird später noch "The Art of War" von der Leine gelassen.
"Tarranno del Mar" erinnert zu Beginn fast an epischen Western-Folk, bis die Truppe so richtig zupackt. Das Stück ist sehr vielschichtig gestaltet und bewegt sich fast schon sich an der Grenze zum Progressive Metal.
Spätestens mit dem Titel-Track "One step beyond" ist dann Schluss mit lustig. Das Gaspedal gnadenlos durchgetreten, dass einem das Bodenblech leid tun kann, pflügt er sich gnadenlos durch die Gehörgänge. Wenn die fetten Riffs mal nicht durch die Türe passen, wird einfach die Kettensäge ausgepackt und der Türstock zurecht gestutzt. Den Song gibt's übrigens später noch als Bonus-Video.
Aber auch nur im 3. Gang kann "Against the Wind" besonders durch den melodischen Refrain und einen gnadenlos rhythmischen Beat punkten. Und die Solis sind auch nicht von schlechten Eltern.
Als richtige Power-Ballade weiß "The Hunger" voll zu überzeugen. Rau und gänzlich ohne Pathos geht besonders der sanfte Refrain sofort ins Ohr. Einige Solis und die variable Gesangsarbeit verleihen dem Ganzen die besondere Würze.
"Under the Cross" bietet zur Abwechslung wieder etwas Prog-Ambiente, ohne jedoch zu übertreiben. Größtenteils vorhersehbare Riffs und ein gefälliger Refrain sorgen für gute Laune.
Na, wer hat's erkannt? "The Hero", eine Cover-Version der Gruppe Queen vom Album Flash Gordon gibt's als Bonus oben drauf.
Fazit: Zugegebenermaßen haben die Aussies hier das Rad nicht neu erfunden. Einige der Strukturen klingen vertraut, machen aber trotzdem Laune. Das was sie auszeichnet ist eindeutig die gute Gesangsleistung des Frontmanns, eine überzeugende Instrumentalleistung und die ziemlich authentische Produktion. Hier wurde nicht lange herum geschliffen und glatt poliert, sondern einfach "aufgenommen". Diese Vorzüge bügeln locker die eine oder andere Schäche beim Songwriting aus. |
Tipp:
| | Alle, die neben dem bekannten deutschen, amerikanischen und skandinavischen Power Metal auch Lust auf etwas anders gefärbte Genussware verspüren, sollten hier genauer hinhören. Es fällt schwer, sich der offensichtlichen Spielfreude dieser Jungs zu verschließen. Besonders die Limited Edition mit DVD ist ihr Geld allemal wert. |
Titel-Liste:
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- The Power within
- Tarranno del Mar
- One step beyond
- Against the Wind
- The Art of War
- The Hunger
- Surface Tension
- Under the Cross
- Epilogue
- - Bonus Tracks - -
- 'Til the living End
- The Hero
- One step beyond (Video)
Eine ebenfalls existierende Limited Edition beinhaltet noch die DVD: UNDER THE RISING SUN LIVE IN JAPAN 2003 mit acht Songs. |
Laufzeit:
Band-Infos:
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