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Enjoy it! |
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DVD: Roy Buchanan |
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DVD(s):
| | LIVE AT ROCKPALAST, 2011, MIG-music |
Stil:
Wertung:
| |  4 von 7 Punkten | | M.A., 13.08.2011 |
Review:
| | Roy Buchanan (geb. 23.09.1944, Arkansas, USA, gest. 15.08.1987, Virginia, USA) ist trotz seines virtuosen Gitarrenspiels Zeit seines Lebens nie über den Status eines "Insider Tipps" hinausgekommen. Er wurde nicht umsonst von der Fachpresse als "Bester unbekannter Gitarrist der Welt" betitelt.
Das mag zum großen Teil an seiner scheuen Art, seinem mangelnden Bühnencharisma sowie seiner "ökonomischen" Arbeitseinstellung gelegen haben. Zwei lukrative Angebote internationaler Größen, die ihn weltweit bekannt gemacht hätten, schlug er in den Wind. 1969 boten die Rolling Stones ihm nach dem Ausstieg (oder besser gesagt dem Rausschmiss) von Brian Jones an, für die anstehende US-Tour bei ihnen einzusteigen. Buchanan lehnte zum einen deswegen ab, weil es ihm widerstrebte, die Songs der Stones einstudieren zu müssen und zum anderen, weil er nicht reisen wollte. Mick Taylor bekam schließlich den Job. 1970 wollte ihn Eric Clapton als zweiten Gitarristen für sein Projekt Derek and The Dominos engagieren. Buchanan lehnte wiederum ab und Duane Allman übernahm den Part.
Roy Buchanans technisch meisterhafte Spielweise war geprägt von Country-, Jazz- und Blues-Elementen. Seine bevorzugte Gitarre war die Fender Telecaster, die er wegen ihres Steelgitarrensounds liebte. Diese Liebe brachte ihm den Titel "Master of the Telecaster" ein.
Am 24. Februar 1985 gab Roy Buchanan in der Markthalle in Hamburg ein Konzert mit relativ jungen und auf ihren Instrumenten unerfahrenen Begleitmusikern. Dieser Auftritt wurde vom Rockpalast-Team mitgeschnitten und liegt nun als DVD vor.
Die Leistung Buchanans bei diesem Auftritt ist wechselhaft. Mal ist sein Gitarrenspiel flüssig, präzise und einfallsreich, dann wieder uninspiriert und langweilig. Sein emotionsloser Gesang, wenn man diesen überhaupt so bezeichnen kann, ist gewöhnungsbedürftig. Diese Wechselhaftigkeit und die zudem unterirdische Leistung seiner Begleitmusiker machen dieses Konzert zu einem zweifelhaften "Vergnügen". "Thing in G" und "Green Onions" (im Orignal von Booker T. & The MG’s) rumpeln so vor sich hin, wie im übrigen die meisten Songs. Erwähnenswert sind daher auch nur "Peter Gunn" sowie die Hendrix-Nummern "Hey Joe" und "Foxy Lady" sowie der Rausschmeisser "Wayfaring Pilgrim". Gerade beim letztgenannten Song schimmert das Genie von Buchanan durch.
Buchanan hatte sicherlich schon bessere Tage gesehen. Zusammenfassend betrachtet ist dies eines der schwächeren Konzerte seiner Karriere, die sich zum Zeitpunkt des Mitschnitts im Jahr 1985 bereits auf dem absteigenden Ast befand. Zweieinhalb Jahre nach diesem Konzert sollte sich Buchanan in einer Ausnüchterungszelle der Fairfax County Haftanstalt in Virginia erhängen. Tragisch!
Fazit: Mit dem Kauf dieser DVD tut man sich nicht wirklich einen Gefallen. Trotz einiger zauberhafter Momente im Gitarrenspiel Roy Buchanans sieht man einen Musiker, der den Zenit seiner Karriere längst überschritten hat. Die schwache Leistung seiner Begleitmusiker trägt ihr Scherflein zum insgesamt durchwachsenen Vergnügen bei. Der Sound und die Bildqualität gehen soweit in Ordnung. Nur etwas für echte Buchanan-Anhänger! |
Titel-Liste:
| | - Thing in G (Short Fuse)
- Green Onions
- Roy’s Blues
- Walk don’t run
- Sweet Dreams
- Peter Gunn
- Blues in D (Blues Shuffle Instrumental)
- Hey Joe
- Foxy Lady
- Messiah (Messiah will come again)
- Night Train
- Linda Lou
- Wayfaring Pilgrim
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Laufzeit:
DVD-Format:
| | PAL, PCM Stereo, Format 4:3 |
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