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DVD: Dream Theater |
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DVD(s):
| | CHAOS IN MOTION 2007/2008, 2008, Roadrunner |
Stil:
Wertung:
| |  5 von 7 Punkten | | U.B., 29.10.2008 |
Review:
| | Zwar gibt es von Dream Theater schon mehrere Live DVDs aber mit CHAOS IN MOTION ist man einen anderen Weg gegangen. Es handelt sich nicht um den Mitschnitt eines Konzerts sondern eher um die Dokumentation der Welt Tour die die Band von Juni 2007 bis Juni 2008 in 35 Länder führte, mit 115 Auftritten. So wurden die Songs auf DVD 1 nicht etwa aus einem Konzert mitgeschnitten sondern die Stücke stammen von Auftritten in Rotterdam, Buenos Aires, Toronto, Boston, Vancouver und Bangkok. Und hier liegt die Stärke aber auch die Schwäche der DVD. So variiert die Qualität der Aufnahmen doch sehr stark. Speziell die Songs die in Rotterdam aufgenommen wurden lassen einige Wünsche offen. Das betrifft den Sound und mehr noch die optischen Eindrücke. Die Sachen aus Vancouver sind bedeutend besser. Umso ärgerlicher da man von früheren Live DVDs doch Besseres gewohnt ist. Wenn man dann noch John Petrucci in einem Interview über die angestrebte Perfektion bei der Beherrschung der Instrumente philosophieren hört, möchte man ihm am liebsten entgegenhalten: "Warum nicht bei den Filmaufnahmen, wenn der Hang zur Perfektion so groß ist?" Sonst sind die verschiedenen Auftrittsorte beim Schnitt nicht störend. Im Gegenteil, die unterschiedlichen Hallen sorgen von der Atmosphäre für reichlich Abwechslung.
Bei der Auswahl der Songs hat man sich zum Glück nicht nur auf das letzte Album SYSTEMATIC CHAOS beschränkt sondern es tauchen auch Stücke aus älteren Schaffensperioden der Gruppe auf. Ich weiß nicht was man sich dabei gedacht hat die Live Songs immer wieder durch kurze Interviews zu unterbrechen. Hatte man etwa vor die Sache aufzulockern so ist der Versuch gründlich misslungen. Ein extra Menü nur mit den Interviews wäre besser gewesen. So wird das Konzert immer wieder unterbrochen. Flickschusterei. Das Konzert schaut man sich gewiss öfter an aber die Interviews dazwischen werden schnell langweilig. Außerdem ist auf DVD2 ohnehin ein Block wo jeder der Musiker zu Wort kommt. Ja, auch wenn es manche Leute erstaunen mag, Bassist John Myung kann wirklich sprechen. Der scheue und introvertierte Mann steht hier Rede und Antwort.
Wenn auch die technische Perfektion was Kameraführung und Schnitt der einzelnen Szenen betrifft an einigen Stellen vermisst wird, so spielen die Musiker in gewohnter Manier einfach großartig. Nur Sänger James LaBrie fällt hier etwas aus dem Rahmen. So eine Mammut Tournee hinterlässt doch deutliche Spuren bei der Stimme. Auf einigen Tracks klingt er doch sehr schrill.
Die Bühnenshow ist bestimmt kein technischer Overkill, da ist man von anderen Bands deutlich aufwändigere Einlagen gewohnt. Bühnendekoration und Lightshow sind recht bieder. Auch ist Dream Theater keine Band die Live besonders energetisch rüberkommt. Die ganze Truppe wirkt ziemlich statisch. LaBrie lässt Charisma vermissen und auch ein John Petrucci ist ausgesprochen ruhig. Da ist es direkt ein Ausbruch von Temperament wenn Jordan Rudess sich den Zen Ripper (eine Art Kreuzung aus Gitarre und Keyboard) schnappt zu Petrucci läuft um sich ein pfeilschnelles Duell mit dessen Gitarre zu liefern. Einzig Mike Portnoy kann man nicht absprechen ein Energiebündel zu sein. Oft springt er auf und hämmert auf die unzähligen Becken, Toms und Snares ein, das es eine wahre Freude ist. In einem Fall so heftig, dass das Becken sich vom Ständer löst und an einem sichtlich erstaunten LaBrie vorbei durch die Luft segelt. Was Portnoy an den zwei kompletten Drum Kits abliefert ist beeindruckend. Ein Ausschnitt von der Progressive Nation Tour in dem sich vier Drummer, darunter natürlich auch Portnoy, gleichzeitig an den Drums austoben, jeweils zwei Mann an einem Kit, ist ein echtes Schmankerl.
Auf die einzelnen Songs einzugehen erspare ich mir, das würde den Rahmen eines Reviews sprengen. Nur so viel, das abschließende Medley bestehend aus fünf Songs (siehe Titel-Liste) ist eindeutig der Höhepunkt und zeigt warum Dream Theater bei den Prog Metallern die Nummer 1 ist.
DVD 2 liefert mit einer 90-minütigen Doku einen tiefen Einblick hinter die Kulissen. Das gesamte Team vom Busfahrer über die Techniker, Bühnenarbeiter etc. kommt zu Wort und beschreibt ihre jeweiligen Aufgaben. Dazu gibt es Interviews mit allen Musikern. Leider sind beide DVDs ohne Untertitel und wer des Englischen nicht mächtig ist hat, hier nur sehr wenig davon. Schade, sind doch solche Szenen wie die, in der John Petrucci den Typen nachmacht der auf YouTube die Gitarren Instruktions- Videos von Petrucci mit einer ganz dunklen Stimme versehen hat und Petrucci allerlei lustiges Zeug in den Mund legt, einfach köstlich. (Unbedingt auf YouTube ansehen!!) Da steht Petrucci mit einem Wärmepflaster auf dem Ellbogen und verkündet mit dieser Grabesstimme. "Ich brauche das weil ich herausgefunden habe wenn mein Arm nicht mindestens 104 Fahrenheit hat kann ich nicht eine Million Noten in der Sekunde spielen."
Sehr gut gefällt mir die genaue Schilderung eines Tagesablaufs vom Aufbau des Equipments über Soundcheck bis zum Auftritt. Hier wird auch deutlich wer der kreative Kopf der Band ist und das sagen hat. Ganz klar Portnoy. Sehr informativ ist auch eine Tour Backstage und auf der Bühne mit Portnoy der in lockerer Art die ganze Technik erklärt.
Rund wird das Paket durch mehrere Promo Videos und die Filme (inklusive der Musik natürlich) die bei einigen Songs Live auf der riesigen Leinwand auf der Bühne eingespielt werden. Der schwächste Punkt ist die Fotogalerie. Mehr als fünfzig Mal die Bands von hinten zu sehen wenn sie sich am Ende der Konzerte vor dem Publikum verbeugt ist nicht gerade toll.
Fazit: Wer bereits andere Live DVDs von Dream Theater hat wird von der Sound- und optischen Qualität der Aufnahmen stellenweise etwas enttäuscht. Die Bonus DVD bietet aber eine Unmenge an Infos und Einblicke in den Touralltag und zeigt die Stars von ihrer menschlichen Seite. So bekundet LaBrie an jedem Tag fünf Kilometer zu joggen, seine Wampe ist aber nicht zu übersehen. Auch die Haarpracht auf dem Kopf von Portnoy ist in den letzten Jahren nicht gerade mehr geworden. Gute Englischkenntnisse sind erforderlich wenn man an den Sprüchen von Petrucci und Co seinen Spaß haben will. |
Tipp:
Titel-Liste:
| | DVD 1: Around The World In 180 Minutes (Live Material)
- Intro/Also Sprach Zarathustra
- Constant Motion
- Panic Attack
- Blind Faith
- Surrounded
- The Dark Eternal Night
- Jordan Rudess Keyboard Solo
- Lines In The Sand
- Scarred
- Forsaken
- The Ministry Of Lost Souls
- Take The Time
- In The Presence Of Enemies
- Medley:
I. Trial Of Tears II. Finally Free III. Learning To Live IV. In The Name Of God V. Octavarium
DVD 2: Bonus Material Behind The Chaos On The Road - 90 minütige Dokumentation Promo Videos:
- Constant Motion
- Forsaken
- Forsaken (Studio)
- The Dark Eternal Night (Studio)
Live Screen Projection Films:
- The Dark Eternal Night
- The Ministry Of Lost Souls
- In The Presence Of Enemies Pt. 2
- Mike Portnoy Stage Tour
- Mike Portnoy Backstage Tour
- Fotogalerie
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Laufzeit:
| | DVD 1 187 Min. / DVD 2 160:21 Min. |
DVD-Format:
Kaufen:
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Bandinfos |
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