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DVD Review: Warrant |
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DVD(s):
| | BORN AGAIN - DELVIS VIDEO DIARIES, 2007, MTM |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | J.G., 03.05.2007 |
Review:
| | Als Warrant 1984 das Licht der Welt erblickt und kurz darauf schon die Clubs in L.A. unsicher macht, ahnt sicherlich keiner der Jungs, was nur ein paar Jahre später an die Tür klopft. Der Plattenvertrag mit CBS ist der richtige Wegbereiter und mit vier Single-Auskopplungen und jeder Menge MTV-Promotion wird das Debüt schnell zum Megaseller. Doppel-Platin ist dabei mehr als gerechtfertigt.
Ende der 80er und noch zu Beginn der 90er gehören die Hardrocker von Warrant zu den Genregrößen bis das sie die Grunge-Welle trifft. Und so müsse einige Jährchen ins Land ziehen, inkl. Reunionen, bis 2006 mit den Album BORN AGAIN die Helden von damals mit alten Tugenden gerüstet, erneut die Bühnen erobern.
Mit durchaus guten Kritiken im Gepäck holt man dann zum nächsten Schlag aus und schiebt eine visuelle Version BORN AGAIN D.V.D. DELVIS VIDEO DIARIES des neuen Albums nach. Jetzt hat der Fan die Qual der Wahl, denn die DVD steht der Audio-CD qualitativ in nichts nach und bietet als kleinen Bonus noch ein paar Tour Outtakes, eine Bilder Gallerie und einiges mehr.
Nun für alle diejenigen, die bisher noch keinen Audio-CD-Kontakt hatten, ein kurzer Überblick:
Mit "Devils Juice" startet die Hard Rock Show und bietet neben einem leidenschaftlich agierenden Jaime eingängige Hooklines und mitreißende Gitarrensoli.
Auch bei "Dirty Jack" steht eindeutig der "unkaputtbare" Hard Rock im Vordergrund, denn neben einer handvoll eingestreuter Bildchen, Sepia-Tönung und Spielereien am Bildformat wir visuell wenig berauschendes geboten.
Eine der härtesten Stücke des Scheibchens ist "Bourbon County Line". Etwas Auflockerung erfahren die omnipräsenten Warrant'ler durch einen kleinen Jungen, der sich seine Zeit mit Skate-Board und Baseball vertreibt.
"Hell, CA", ein klassischer Hard Rocker, der mit seinen gewissen Tralala-Faktor das Ohr nicht mehr so schnell verlassen will, ist visuell deutlich abwechslungsreicher und zeigt neben Strand- und Surf-Ambiente auch Konzertgeschehen und jede Menge eingestreuter Bildchen. Ach waren das noch Zeiten, als Warrant gemeinsam mit Ted Nugent und Armored Saint die Massen begeisterten...
Musizierende Kinder sind für Eltern-Ohren sicherlich eine wahre Freude, jedoch für den gewöhnlichen Hardrocker ein Grund, sich an seinem Bier gründlich zu verschlucken. Glücklicherweise ist dies nur der Einstieg von "Angels", das diesmal endlich die bereits bekannte Studio-Bühne gänzlich verlässt und den ersten richtigen Video zeigt. Weiter so - hoffentlich...
...leider doch nicht. Für "Love strikes like Lightning" hat der Videotechniker scheinbar einen Testlauf aller verfügbaren Effekte gestartet, denn etwas konfus und unpassend wird überfallartig immer wieder eine Effektsalve abgefeuert. Da ist die junge Frau hinter dem Schleier mit ihrem schmachtenden "Ahh" schon interessanter.
"Glimmer" stellt als knackige Power-Ballade eine gewisse Ausnahme dar. Hier hat man gut daran getan, sich mit Effekthascherei zurückzuhalten um die Stimmung nicht zu verderben. Stellenweise hätte ich mir sogar noch etwas mehr visuelle Ruhe gewünscht.
Eigentlich ist der Up-Tempo-Rocker "Roller Coster" schon musikalisch eine Wucht und könnte auch ganz ohne Bilder auskommen. Jedoch was liegt hier näher, als sich auch eines echten Roller Coster zu bedienen und den Fan mit Augen und Ohren für eine rasante Fahrt zu entführen.
"Down in Diamonds", ein kleiner schmutziger Street-Rocker schafft zumindest die wichtigsten Phrasen und den Refain in Bilder zu fassen. Ansonsten ist wieder Warrant "pur" angesagt - diesmal in schwarz-weiß mit vorherrschend rot maskierter Schmuckfarbe.
Das "Velvet Noose"-Video mit ausschließlich Studio-Bühne hätte es eigentlich nicht gebraucht. Der Song ansich hat einen tierischen Zug und braucht bestimmt keine optische Aufwertung - und wenn schon, dann müsste es richtig knallen um dem Sound auch Paroli bieten zu können.
Da liegt der Fall bei "Roxy" schon etwas anders. Hier konnten die Altrocker nicht widerstehen und mussten einfach ihre männlichen Träume in Bilder fassen. Roxy, rote Lippen, rotes Kleid, rote Gitarren, das kann nur heiße Gedanken bedeuten.
Den krönenden Abschluss der Video-Abteilung liefert der Up-Tempo-Hit "Good Times". Angesichts des unendlich knallenden Sounds eine Sünde, die Sache mit kaum neuen Bildideen zu verwässern. Ach, ich vergaß Jaimes schicken Cowboy-Hut zu erwähnen...
Fazit: Es gibt sicherlich aufwändiger produzierte und geistreichere Videos, als man hier geboten bekommt. Und stellenweise fragt sich der verwöhnte Video-Junkie, warum es sich das antut.
Jedoch sind die Videos der Musik angemessen und bringen durch viel Posing und Bühnenarbeit genau das typische Flair der 80er Jahre auf den Punkt. Da dies sicherlich nicht unabsichtlich geschehen ist, bekommt der Fan mit eine Vorliebe für lebende und wiederauferstandene Anachronismen zielgenau die Kost, die er erwartet. Also nichts zu meckern, sondern raus mit der Pudelfrisur-Perücke, ran an die Packung Chips und genießen. |
Tipp:
| | Wer zur Musik auch gerne Filmchen anschauen möchte, der ist mit der DVD gut bedient. Auch wenn die Helden inzwischen auch dem natürlichen Alterungsprozess unterlagen, so ist die Musik so jung und frisch wie ein Sprung "Zurück in die 80er" und mit Sicherheit frischer als eine in Marokko gepulte Nordsee-Krabbe! |
Titel-Liste:
| | - Devils Juice
- Dirty Jack
- Bourbon County Line
- Hell, CA
- Angels
- Love strikes like Lightning
- Glimmer
- Roller Coster
- Down in Diamonds
- Velvet Noose
- Roxy
- Good Times
Special Features
- Tour Outtakes
- In the Studio
- Gallery
- Live Shots
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Laufzeit:
DVD-Format:
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