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Review: Evidence One
 
THE SKY IS THE LIMIT

Album:
 THE SKY IS THE LIMIT, 2007, AFM

Stil:
 Hard Rock

Wertung:
 5,5 von 7
5,5 von 7 Punkten
 S.J., 15.06.2007

Review:
 2002 starteten Evidence One als Hard-Rock Band, offenbar nur aus einer Laune heraus. Im November 2006 verlässt der Frontmann Carsten Schulz seine eigentliche Hauptband Domain, um sich von nun am voll auf Evidence One zu konzentrieren. Mit der Zeit wurden sie laut eigenen Angaben deutlich heavier, und so trägt ihr nun drittes Album THE SKY IS THE LIMIT das Etikett "Melodic Metal". Der Titel kündigt großes an, und wenn man Aussagen des Labels und der Band glauben schenkt, sollte es ein großartiges Werk sein.

Los geht es gleich mit dem Titeltrack: "The sky is the Limit" ist ein lockerer Heavy Rocker der von Anfang an durch Carsten Schulzes engagierte Gesangsleistung und fette Riffs besticht.
"Mr. Madness" tritt im Anschluss das Gaspedal durch. Mit eingängigem Ohrwurmrefrain und prägnant melodischen Leadgitarren im Soloteil bleibt der Song gleich im Ohr hängen.
"The luxury of losing Hope" ist wieder im gemäßigterem Tempobereich angesiedelt. Mit mehrstimmig gesungenem Refrain ausgestattet und einem erneut schönen Soloteil ist der Song eher im AOR Bereich anzusiedeln als im traditionellen Hard-Rock oder Heavy Metal. Überhaupt pendeln Evidence One stark zwischen kommerztauglichem AOR und den klassischen Headbanger-Elementen.
"Won't sleep alone" ist eine getragene und sehr emotional gesungene Ballade. Wenn Carsten Schulze auch in anderen Bereichen so gefühlvoll zu Werke geht wie er diesen Song singt, schläft er sicher wirklich nicht oft allein. Seine Stimme klingt ein wenig nach Klaus Meine, und auch die Ballade als solche würde sich gut in die Reihe der Scorpions-Kuschelsongs einfinden können.
"Propaganda" fährt wieder harte Riffs auf. Bombastische, mit viel Echo unterlegte Stimmen im Refrain treffen auf ein Galoppriff im Bass und langsam tragende Gitarrenakkorde. Das klingt zwar alles in Allem nicht schlecht, kann aber irgendwie auch nicht komplett zünden.
"Can't fight the Past" ist wuchtiger und auch deutlich eingängiger. Die Melodic Elemente sind im Refrain wieder deutlich herauszuhören, dennoch überwiegt der Hard-Rock, und durch die AOR Stimmchen im Refrain wären wir wieder beim Wechselspiel der Genres. Evidence One lassen sich halt nicht einordnen.
"Gallery of broken Glass" tritt endlich wieder das Gaspedal etwas durch, mehr Wucht hat aber "Rain Road": Ein schleppender Refrain, stampfender Drum-Rhythmus und ein Mitsingrefrain runden das Gesamtbild ab.
"Mindmines" klingt zu Beginn wie der Titel ankündigt. Sehr überraschende Taktwechsel, und anfangs ist es für den ungeübten Hörer schwer zu folgen. Überhaupt weist der Track eine gewisse Progressive Line auf, ist aber dann im Hauptteil unkompliziert und melodiös wie man Evidence One kennt.
Den Abschluss von THE SKY IS THE LIMIT bildet "Raging Winds". Der Song ist ein Höhepunkt des Albums, auch wieder sehr bombastisch, und man meint erneut Klaus Meine singen zu hören. Ein gelungener Abschluss ist der Track auf jeden Fall.

Fazit: Evidence One bieten auf ihrem dritten Album viele gelungene Songs, agieren meist mehr im AOR und Hard-Rock als im Heavy Metal Bereich und schaffen es so ein Album zu kreieren dass in jedem der genannten Bereiche seine Freunde finden sollte.

Titel-Liste:
 
  1. The sky is the Limit
  2. Mr. Madness
  3. The luxury of losing Hope
  4. Won't sleep alone
  5. Propaganda
  6. Can't fight the Past
  7. Gallery of broken Glass
  8. Rain Road
  9. Mindmines
  10. Raging Winds

Laufzeit:
 42:16 Min.

Band-Infos:
 
  • www.evidenceone.de 


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