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Review: Faun
 
TOTEM

Album:
 TOTEM, 2007, Curzweyhl

Stil:
 Pagan Folk

Wertung:
 6,5 von 7
6,5 von 7 Punkten
 U.C., 05.03.2007

Review:
 Das vierte Album der Pagan Folk Musiker aus Deutschland steht in den Regalen und schreit fast danach, gekauft und angehört zu werden...

"Rad" - ein besseres erstes Stücke hätte man nicht wählen können. Man fühlt sich umkreist, man kann sich (wenn man Fantasie hat) eine Art Beschwörungszeremonie vorstellen, bei der man mitten drin anstatt nur dabei ist. Dies kann man dem dreistimmigen Gesang zuschreiben, der eine ganz besondere Wirkung hat.
Fesselnd und in einen Bann versetzend geht es auch mit "2 Falken" weiter, jedoch ist dieses Stück ein Paradebeispiel dafür, wie toll ein Computersound auch bei solch einer Band wirken kann! Nicht störend, sondern gut ergänzend ist dieser Sound, der sehr im Kontrast mit der weiblichen Gesangsstimme steht.
"Sieben" - ein Duett, welches durchaus als Faun-typisch beschrieben werden könnte. Die Stimme des Sängers Oliver Sa Tyr und seiner weiblichen Bandkollegin. Rhythmische Untermalung, die sich auch dem Gesang anpasst. Jedoch leidet das Ende des Liedes leicht unter der Mischung der gewählten Instrumente, was die vorher aufgebaute Stimmung wieder niederreißt.
"November" ist wiedermals ein ruhiges Lied, dessen Stimmung (wie der Liedtitel besagt) zu dem dunklen Wintermonat passt. Durch den Klang des Cellos wird die Melancholie und Nachdenklichkeit dieses Liedes noch verstärkt.
"Tinta" . Ein Lied für Verliebte, wieder einmal zweistimmig gesungen...
Das auf französisch gesungene Lied "Unicorne" bewirkt dankt dem Harfenspiel und dem entgegenwirkenden Celloklang sowie dem überzeugenden Gesang eine Gänsehaut!
"KaRuna" ist wohl eines der Instrumentalstücke, bei denen ich mich freue, dass es wirklich rein instrumental ist. Ein heiterer und zum Tanzen fast auffordernder Rhythmus (der jedoch auch seine sehr gut platzierten ruhigen Momente hat) reißt einen unwillkürlich in einen Bann.
Durch "Gaia" fließen leicht orientalisch angehauchte Klänge in das Album hinein, welche dieses Album mitunter so hörenswert machen (die Mischung macht´s!).
Darauf folgt "Zeit nach dem Sturm" ein zu Beginnrecht monotones aber doch aussagekräftiges Lied. "...schließe die Augen..."- das ist das Beste, was man tun kann, um sich dem Lied voll und Ganz hinzugeben und in seiner Gedankenwelt zu versinken.
"2 Falken (unplugged)" - ohne jegliche elektronische Ausschmückungen überzeugt diese Version durch die besinnliche Musikuntermalung und den sehr passenden Gesang. Ein Lied zum Augenschließen und Gedanken schweifen lassen.
Den Abschluss macht "Der stille Grund" - zweistimmiger Gesang und ohne jegliche Hintergrundmusik verabschieden Faun den Zuhörer aus diesem Album...

Kritik: Von einem Booklet erwartet man, dass einem die Texte der Lieder nähergebracht und, falls nötig, übersetzt werden. Klar sind Fotos sowie Hintergrundgrafiken schön und gut, aber wenn alles in einer Schriftart verfasst worden ist, die bei solch einer Schriftgröße schwer zu entziffern ist, hat auch ein Booklet den Zweck verfehlt.

Fazit: Ein durchweg gelungenes Album, welches deutlich zeigt, dass auch elektronische Klänge zu solch ausgefallenen Instrumenten passen und sie sogar sehr gut ergänzen können. Alles in allem ein Album, was ich ohne jegliche Zweifel weiterempfehlen würde!

Titel-Liste:
 
  1. Rad
  2. 2 Falken
  3. Sieben
  4. November
  5. Tinta
  6. Unicorne
  7. kaRuna
  8. Gaia
  9. Zeit nach dem Sturm
  10. 2 Falken (unplugged)
  11. Der stille Grund

Laufzeit:
 50:51 Min.

Konzertberichte:
 
  • Konzertbericht vom 23.07.2006

  • Band-Infos:
     
  • www.faune.de 


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