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Review: Fractical Illusion |
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Album:
| | THE SUBSISTENCE OF A TIMELESS APOCALYPSE, 2007, Eigenvertrieb |
Stil:
Wertung:
| |  4,5 von 7 Punkten | | M.K., 12.04.2007 |
Review:
| | Die vier Saarländer von Fractical Illusion präsentieren mit THE SUBSISTENCE OF A TIMELESS APOCALYPSE ihr komplett in Eigenregie aufgenommenes Debütalbum. Sie nennen ihre Musik selbstsicher "Hot Action Rock". Wie das ganze wirklich klingt...das rauszufinden war meine Aufgabe:
Das Album beginnt mit dem "Intro (The Subsistence of a timeless Apocalypse)", welches musikalisch an die Red Hot Chili Peppers erinnert, auch das gefühlvoll gespielte Gitarrensolo könnte in der Form von John Fruiscante stammen.
Mit einem an Meshuggah erinnernden Riff beginnt danach "Dark Sun", welches danach in punkige Gefilde abdriftet. Zweistimmiger Gesang wird hier geboten, der Refrain bleibt gut im Kopf hängen. Andi weiss jedoch ab und zu, wie man geschickt am Ton vorbei singt, was das Hörerlebnis natürlich etwas trübt. Das schön schnell gespielte Gitarrensolo überzeugt da schon mehr, während der Song auch insgesamt etwas an Tempo zunimmt. Am Ende wird der Gesang etwas verändert und erinnert mit dem Geknurre an so manche Black Metal-Band.
Weiter geht es mit "Cold as Ice". Ein langsamer Beginn deutet auf eine Ballade hin, aber da ist man auf der falschen Fährte. Der dritte Song auf THE SUBSISTENCE OF A TIMELESS APOCALYPSE entwickelt sich zu einem schnellem Punk Rock-Song mit einigen interessanten Riffs und einem ruhigen Mittelteil, indem Andi durchaus stimmlich überzeugen kann. Danach dreht der Song etwas ab und wird chaotisch und schnell. Vor der Gitarrenarbeit in diesem Teil kann man nur den Hut ziehen, hört sich gut an. Der langsame Part vom Beginn nun noch einmal wiederholt, dann ist Schluss mit lustig.
"Of those who want to destroy me" hört sich brutal an, ist es aber im Endeffekt nicht. Hier dominiert das Schlagzeug, die Gitarren kommen etwas seltener zum lautstarken Einsatz, dies ist eigentlich nur im Refrain der Fall. Naja, den vierten Song auf dem Debüt kann man irgendwo zwischen Grunge und Punk einordnen, toll ist der Song bei weitem nicht. Vor allem der Refrain ist unter aller Kanone. Zündet absolut nicht bei mir, hätte man auch weglassen können. Einzig positiv ist, mal wieder, das sauber gespielte und relativ lange Gitarrensolo zu erwähnen.
Mit einer gut gespielten Bassline und interessantem Drumming beginnt dann "Loneliness". Der Song läd da schon eher zum Fußwippen und Kopfnicken ein. Grade Schlagzeuger Kolja zeigt hier, was er so drauf hat. Ansonsten ist der Song in jedem Fall besser als "Of those who want to destroy me", das zuhören macht hier deutlich mehr Spaß. Wieder einmal im Punk-Sektor anzuordnen und mit abwechslungsreichem Songwriting ausgestattet.
Mit "Silent Tears" kommt die erste Ballade auf THE SUBSISTENCE OF A TIMELESS APOCALYPSE zu Gehör. Ruhig und sauber gespielt, sehr gefühlvoll gesungen, teilweise von mehreren Stimmen. Mit knapp über fünf Minuten außerdem der längste Song auf dem Album, und meiner Meinung nach bisher der beste. Hier passt einfach alles: Die kleinen, gesangsbegleitenden Gitarrenspielereien inkl. sehr gutem Solo, das Drumming, die Lyrics...perfekte Ballade, die über ein großartiges Songwriting verfügt.
Mit einer äußerst interessant klingenden Gitarrenmelodie beginnt dann "Warchild", bis ein Reggae-Riff ertönt, der sehr gut mit dem tribalartigem Drumming harmoniert. Der Refrain des Songs kann dann jedoch nicht überzeugen, der Text wiederholt sich zu oft. Bei "Warchild" handelt es sich um einen recht ruhigen Song, welcher sich lyrisch mit dem Thema Krieg auseinandersetzt. In der zweiten Hälfte des Songs gibt es ein weiteres Gitarrensolo zu hören, welches durchaus überzeugen kann. Genrell kann man sagen, dass die zweite Hälfte gefühlvoller und auch ruhiger als die erste ist. Netter Song.
Mit einer simplen Bassline beginnt "Rose tinted Spectacles", kombiniert mit ruhigem Drumming und einer Nirvana-artigen Gitarrenmelodie. Der Refrain hingegen rockt richtig gut nach vorne und sollte live für ordentlich Stimmung in den ersten Reihen sorgen. Ab dem Refrain geht der Song so oder so druckvoll und härter zu Werke, da sollte der Pit dann doch ordentlich kochen. Guter, teils schneller Song.
"Never" beginnt ebenso ruhig wie "Silent Tears" und ist die zweite Ballade auf THE SUBSISTENCE OF A TIMELESS APOCALYPSE. Dieses Lied ist jedoch ein bisschen schneller als die vergleichbare Ballade und überzeugt mit verträumt klingenden Gitarrenmelodien in den Strophen. In der zweiten Hälfte wird das Tempo dann angezogen, man kann wieder ordentlich mit dem Kopf nicken, während man einem weiteren, sauber gespielten Solo lauscht. Zum Ende wirds dann nochmal kurzzeitig ruhiger.
Wer bei "Dragonflame" Power- oder True Metal erwartet, der hat sich geschnitten. Der Song entpuppt sich als schnell gespielter Punk Rock. Neben den gut gespielten Riffs kann das äußerst schnelle Drumming von Kolja überzeugen. Mit dem Gitarrensolo wird dann in eben jenem hohen Tempo weitergemacht. Mit 2:34 Minuten ist "Dragonflame" der kürzeste und auch schnellste Song auf dem Debüt der Saarländer.
"Ironic" startet langsam, in den Strophen kann die ein oder andere Gesangslinie überzeugen. Nachdenkliche und kritische Lyrics werden hier dargeboten, während musikalisch auf der Mid Tempo-Schiene gefahren wird. Schöner Rocksong mit ironischen Texten, wie ja schon im Titel angedeutet wird. Das Gitarrensolo beendet den Song dann gebührend.
Der letzte Song namens "The Nature strikes back" beginnt bedrohlich-ruhig, bevor dann mit ein Thrash Metal-Song rausgehauen wird. Hab ich so nicht erwartet, erinnert an manche Metallica-Songs. Das Albumcover kann man in Verbindung mit diesem Song sehen. Das Gitarrensolo ist hier auch ganz nett anzuhören, wie man das mittlerweile gewohnt ist. Im Endeffekt ist "The Nature strikes back" ein astreiner Thrash Metal-Song.
Fazit: Fractical Illusion nennen, wie eingangs erwähnt, ihre Musik selbstbewussterweise Hot Action Rock. Ich kann dem nicht ganz zustimmen. Meiner Meinung nach wird hier größtenteils Punk Rock zelebriert, mit Ausnahme der zwei Balladen und "The Nature strikes back". Die Songs erhalten jedoch durch die Gitarrensoli eine eigenständige Note, die ich persönlich sehr begrüße. Produktionstechnisch darf man hier natürlich keinen Meilenstein erwarten, die Band hat das ganze laut Pressetext ja auch mit niedrigem Budget finanziert. Und dafür geht der Sound absolut in Ordnung.
Abschließend bleibt zu sagen, dass man auf THE SUBSISTENCE OFA TIMELESS APOCALYPSE ordentlich gespielten Punk Rock zu hören bekommt, mit Höhen und Tiefen. Jedoch ist durchaus Potential in der Band zu sehen, gerade beim Songwriting. Dort kann ich nur das hervorragende "Silent Tears" empfehlen. |
Tipp:
| | Wie gesagt, "Silent Tears" überzeugt mich am meisten. Ansonsten kann man "Rose tinted Spectacels", "Loneliness" und "The Nature strikes back" empfehlen. |
Titel-Liste:
| | - Intro (The Subsistence of a timeless Apocalypse)
- Dark Sun
- Cold as Ice
- Of those who want to destroy me
- Loneliness
- Silent Tears
- Warchild
- Rose tinted Spectacles
- Never
- Dragonflame
- Ironic
- The Nature strikes back
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.fi-rock.de  |
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